Regelbereich des PGA2311

OP #1030563
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Hi,

ich habs tatsächlich geschafft per SPI mit meinem PGA2311 zu reden 
freu.

Was mich wundert ist, dass ich erst bei Verstärkungen von 100 überhaupt 
was zu hören Anfange.

Oder liegt das einfach an meinem Testaufbau, bei dem ich als 
Audio-Quelle direkt einen Disc-Man und am Ausgang PC-Speaker 
angeschlossen habe?

Lieben Gruß

Tom

P.S.: Wenn man nicht übersieht, dass CS beim SPI low activ ist, ist die 
Schnittstelle ja total einfach :-)
Gast #1030792
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Hallo,
ich verwende die PGA2310. Auch hier ist "nur"
Last von 600Ohm zulässig.
Wesentlicher Unterscheid:
(POWER SUPPLIES:+/-15V Analog, +5V Digital)
Dein PC Lautsprecher hat (sehr wahrscheinlich)
nur 4/8 Ohm Impedanz.
(Leistungsanpassung Ri = Ra, Zi = Za)
Du benötigst einen einfachen Verstärker.
z.B.: TDA2020/TDA2030 (Leistungs-OP, Audio)
Es ist zwar knapp mit der +/-5V Analog,
sollte aber funktionieren.

Gruß,
Mark
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #1031141
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>Der PGA2311 ist zwar kein Leistungverstärker aber er
>verstärkt
>sehr wohl, und zwar bis +31,5dB.

Ja schon, aber da ist halt kein Dampf drauf, lediglich ein Line-Signal 
für 600 Ohm Last.

>Heißt das jetzt ich brauch noch nen OPV hintendran oder nicht???

Der PGA2311 gibt ein handelsübliches Line-Signal mit maximal 7,5Vss bei 
+-5V Speisung aus. Daran mußt Du genau das anschleißen, was Du auch 
sonst brauchst, um einen MP3-Spieler an einer Musikanlage hörbar zu 
machen. Wenn Du den PGA-Ausgang über 600 Ohm Lastwiderstände (nach 
Masse) und Koppelkondesatoren an Deine HIFI-Anlage oder an aktive Boxen 
anschließt, solltest Du die Musike schon fett und sauber hören. Bei 
Lautstärkeeinstellung 192 (von 255) hast Du 0db Durchgangsdämpfung, also 
Verstärkung 1. Wenn dem nicht so ist, hast Du irgendetwas falsch 
angeschlossen.
OP #1031214
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Hi TravelRec,

ich bekomme schon einen fetten Sound, aber erst ab Regelbereich >150.

Ok sind immer noch 105 Stufen zum Regeln. Wollte nur wissen woran es 
liegt.

Außerdem weiß ich immer noch nicht, ob das Signal des PGA2311 für einen 
PA-Verstärker reicht. Daher die Frage ob ich nicht doch noch einen OPV 
brauche.

Gruß
Tom
OP #1031693
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>
> Der PGA2311 gibt ein handelsübliches Line-Signal mit maximal 7,5Vss bei
> +-5V Speisung aus. Daran mußt Du genau das anschleißen, was Du auch
> sonst brauchst, um einen MP3-Spieler an einer Musikanlage hörbar zu
> machen. Wenn Du den PGA-Ausgang über 600 Ohm Lastwiderstände (nach
> Masse) und Koppelkondesatoren an Deine HIFI-Anlage oder an aktive Boxen
> anschließt, solltest Du die Musike schon fett und sauber hören. Bei
> Lautstärkeeinstellung 192 (von 255) hast Du 0db Durchgangsdämpfung, also
> Verstärkung 1. Wenn dem nicht so ist, hast Du irgendetwas falsch
> angeschlossen.

Was meinst Du mit

Wenn Du den PGA-Ausgang über 600 Ohm Lastwiderstände (nach
> Masse) und Koppelkondesatoren an Deine HIFI-Anlage

Ich hab bei meinem Test einfach den Ausgang an die Aktivbox 
angeschlossen. Sonst alles wie in anhängender Schaltung.

Gruß

Tom
Angehängte Dateien:
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #1031709
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Der Ausgang muß einen definierten Lastwiderstand um 600 Ohm herum haben, 
sonst neigt der PGA2311 zu erhöhten Verzerrungswerten. Da Deine Endstufe 
etwa 10kOhm Eingangswiderstand hat, ist das um Faktor 15 zu viel. 
Deshalb macht es Sinn, die Ausgänge mit 1kOhm fest an Masse zu legen. 
Daran kommen Koppelkondensatoren (4,7µF Folie ungepolt) in Richtung 
Deine Endstufe. Diese Koppelkondensatoren sind nicht im Datenblatt 
eingezeichnet. Sie machen aber durchaus Sinn und gehören auch in die 
Eingänge. Die Eingänge müssen in dem Fall mit 10kOhm ebenfalls nach 
Masse gezogen werden. Diese Maßnahme verhindert Gleichspannungsanteile 
im Audiosignal, welche sogar die Wirkungsweise des 
Nullspannungsschalters im PGA2311 beeinflussen können. Gleichspannungen 
machen sich beim Umschalten als hörbare Clicks bemerkbar.
Gast #1031710
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>Ich hab bei meinem Test einfach den Ausgang an die Aktivbox
>angeschlossen. Sonst alles wie in anhängender Schaltung.

Aktivboxen haben vermutlich einen recht hohen Eingangswiderstand.
Der PGA hat vermutlich eine Ausgangsimpedanz von 600Ohm. Wenn er dann am 
Ausgang auch einen 600Ohm-Widerstand sieht, bedeutet das 
Leitungsanpassung und der PGA arbeitet im optimalen Betriebspunkt.
Kann aber auch an was anderem liegen (hab mir das Datenblatt nicht 
angeguckt...)
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #1031770
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>Noch mal zu den XLRs: brauch ich dafür ne höhere Spannung oder reicht
>die so?

Was Du hauptsächlich brauchst, ist eine Symmetrierstufe, wenn Du XLR 
verwenden willst. Diese kann passiev (übertrager) oder aktiv (nicht 
invertierender und invertierender Treiber) sein. Bei der aktiven Stufe 
verdoppelt sich die Spannung in der Regel durch die Gegenphasigkeit von 
alleine.

>aber fließt dann über den Lastwiderstand nicht dauernd
>ein kleiner Strom ab?

Nur, wenn gerade die Musik spielt. Bei Ruhe ist der Ausgang des PGA ja 
fast genau so massig, wie die Masse ;-)

>Brauch ich da auch jedesmal Lastwiderständer oder nur am Ausgang des
>Masters?

Für eine optimale Arbeitsweise brauchst Du die und auch die 2 / 4 
Koppelkondensatoren pro PGA.
OP #1031853
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Travel Rec. wrote:
>>Noch mal zu den XLRs: brauch ich dafür ne höhere Spannung oder reicht
>>die so?
>
> Was Du hauptsächlich brauchst, ist eine Symmetrierstufe, wenn Du XLR
> verwenden willst. Diese kann passiev (übertrager) oder aktiv (nicht
> invertierender und invertierender Treiber) sein. Bei der aktiven Stufe
> verdoppelt sich die Spannung in der Regel durch die Gegenphasigkeit von
> alleine.
>

Was ist denn da besser? Übertrager oder Aktive Lösung?
OP #1032690
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Ok, ich machs selber :-)

Ich erzeuge mir +-12V mit dem da

http://www.reichelt.de/index.html?;ACTION=3;LA=4;GROUP=D481;GROUPID=595;ARTICLE=35067;START=0;SORT=preis;OFFSET=16;SID=29IvViNawQAR0AAGYcbI0561a500eb4a12c49fed9c226f81b6b52

Und nehme von

http://homepage.internet.lu/animations/portland/electronic/diff/balance.htm

die Variante von Abb.2, das sollte dann doch hinhauen oder?

Prinzipiell müsste ich doch auch meinen unsymmetrischen Eingang einfach 
hinter dem dort gezeichneten Preamp abzweigen oder?

Reicht das dann wenn ich die OPV einfach mit den +-12V Versorge, damit 
mein Ausgangsignal stärker wird, oder muss ich die noch anders 
Beschalten?

Kann ich dafür meine TL072 verwenden oder brauch ich was anderes?

Gruß

Tom
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #1032783
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>Ich erzeuge mir +-12V mit dem da

>http://www.reichelt.de/index.html?;ACTION=3;LA=4;G...

Und wozu soll das gut sein? Wieso versogrst Du Deinen Mixer nicht über 
ein linear geregeltes Netzteil mit +-12V und zweigst daraus geregelte 
+-5V für Logik und PGAs ab? DC/DC-Wandler erzeugen ziemlich viele 
Störungen, die man in Audio-Schaltungen eigentlich nicht haben will.


>Und nehme von

>http://homepage.internet.lu/animations/portland/el...

>die Variante von Abb.2, das sollte dann doch hinhauen oder?

Ja, das wäre okay.

>Prinzipiell müsste ich doch auch meinen unsymmetrischen Eingang einfach
>hinter dem dort gezeichneten Preamp abzweigen oder?

Jaa... ehrer den unsymmetrischen _AUS_gang.

>Reicht das dann wenn ich die OPV einfach mit den +-12V Versorge, damit
>mein Ausgangsignal stärker wird, oder muss ich die noch anders
>Beschalten?

Der OV macht prinzipiell das Ausgangssignal nicht "stärker", nur weil Du 
ihn mit höherer Spannung versorgst. Wenn Du das Ausgangssignal anheben 
willst, was aber gar nicht nötig ist, mußt Du die OVs mit einem Gain 
größer 1 fahren.


>Kann ich dafür meine TL072 verwenden oder brauch ich was anderes?

Die Serie TL07x ist dafür absolut verwendbar. Du solltest Dir nochmal 
klar machen, daß Dein Mixer am wenigsten rauscht und verzerrt, wenn alle 
signale in allen Zweigen 2Vss nicht überschreiten. Damit könntest Du 
auch mit OVs arbeiten, die mit weniger Spannung auskommen und hättest 
nicht das Theater mit verschiedenen Versorgungsspannungen, +-5V reichen 
locker für alles. Im Heimbereich kommen sowieso keine höheren 
Signalspannungen vor (0db = 775mV an 600 Ohm!), so daß 
Aussteuerungsreserven von über 20 Volt völlig unnötig sind.

Du solltest langsam mal anfangen, konkrete Schaltpläne zu zeichen, die 
man dann editieren kann, sonst artet das hier in wilden Spekulationen 
aus.
OP #1032827
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Danke! In einem anderen Thread meinte jemand, dass ich mit den +/-5V bei 
dem XLR-Ausgang Probleme bekäme.

Wenn nicht, dann brauche ich den ganzen DC/DC-Wander für +-12V ja auch 
gar nicht. Auch schön, dann ergänze ich einfach meine Schaltung um den 
symmetrierteil wie oben erwähnt und probier das einfach mal an einer PA 
aus.

Auf jeden Fall: Vielen, vielen Dank TravelRec!!!

Vielleicht verstehe ich auch irgendwann wie OPVs wirklich funktionieren 
:-)

Gruß

Tom

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