Schaltnetzteil stört

Gast #1665978
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Hi zusammen!

Ich habe einen Audio-Recorder mit einem ISD1016 (uralt, ich weiß) 
aufgebaut. Zwischen Ausgang und Lautsprecher hängt noch ein 
Verstärker-IC TDA2822 (uralt, ich weiß).

Betrieben wird das Ganze aus einem Steckernetzteil (Schaltnetzteil, war 
mal zum laden eines Handys). Das Netzteil ist über ein ca 1,5m langes 
Kabel mit der (Lochraster-)Platine verbunden und geht nochmal in einen 
1000uF- und 100nF-Kondensator zum sieben und dann ohne weiteren Filter 
direkt zu den ICs.

Nehme ich Ton auf, brummt die Wiedergabe (irgendwo untere Frequenz, 
nichts Hochfrequentes). Bei Betrieb aus einem Labornetzteil ist der Ton 
gut. Es liegt auch nur an der Aufnahme und nicht an der Wiedergabe durch 
den Verstärker.

Beobachtung: Klemme ich die Masse der Schaltung auf die Erde der 
Steckdose, ist das Brummen weg. Das habe ich von ganz alleine 
rausgefunden, indem ich die Spannung mit dem Oszi gemessen habe.

Das Brummen ist nun Ursache von? Und das Anklemmen der Masse an die Erde 
bewirkt was? Und was tu ich dauerhaft dagegen?

Danke für eure Hilfe!
Daniel
Gast #1666042
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>Die Schaltungsmasse an Erde klemmen vielleicht?

Ich hab aber keine Erde in dem Gehäuse. Da gehen NUR die zwei 
spannungsführenden Adern des Schaltnetzteils rein.

Ist das außerdem nicht ziemlicher Pfusch? Einfach irgendwas auf Erde 
klemmen, nur damit's klappt ohne zu wissen, was ich eigentlich mache? 
Hört sich so nach türkischem Workaround an...
Moderator Persönliche Seite #1666057
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Daniel schrieb:

> Ich hab aber keine Erde in dem Gehäuse. Da gehen NUR die zwei
> spannungsführenden Adern des Schaltnetzteils rein.

Fehldesign. ;-)

Dann musst du halt einen Netzteil suchen, der die Masse der
Ausgangsseite selbst auf Erde klemmt.

> Ist das außerdem nicht ziemlicher Pfusch? Einfach irgendwas auf Erde
> klemmen, nur damit's klappt ohne zu wissen, was ich eigentlich mache?

Der Schaltnetzteil ist "frei schwebend", damit nimmt er irgendein
Potenzial gegen Erde ein, und du koppelst dir (vermutlich kapazitiv)
einen Teil der Netzspannung als Brummspannung auf die Schaltungsmasse.
Wenn du Pech hast, hat er noch zwei (kleine) Entstörkondensatoren im
Eingangsbereich, deren Mittelpunkt (an dem hochohmig 110 V ~ gegen
Erde liegen) an der Masse der Ausgangsseite klemmt.  Das Teil war
halt nicht als Universalnetzteil für x-beliebige Geräte konzipiert.
Gast #1666175
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Jörg Wunsch schrieb:
> Hat übrigens nichts mit irgendwelchen HF-Störungen zu tun, daher
> schiebe ich das mal ins Analogforum.

Auch recht, du bist der Boss, Boss ;-) Dacht nur: Felder, da passts. Im 
nachhinein betrachet...

Zum Thema:
Aber wo soll denn die Erde auch herkommen? Das Steckernetzteil selbst 
ist doch in einem schutzisoliertem Gehäuse. An dem Eurostecker sind gar 
keine Erdungsbügel dran.

Heißt im Klartext: Keine Chance außer anderes Netzteil nehmen? Oder mit 
größerem Aufwand: Notchfilter basteln und die 50Hz filtern? Oder mit ner 
LC-Kombination die entsprechende Frequenz dämpfen?
#1666409
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Besserwisser schrieb:
> würde mal einen Ferrit auf das Niederspannungskabel klemmen oder
> die Leitung ein paar mal um einen Ferrit-Ringkern schlingen.

...bei einer 50/100Hz Störung??  LOL!

Lies mal ein Datenblatt über Ferrithülsen (z.B. bei Würth - 
http://katalog.we-online.de/kataloge/eisos/index.php?language=xx&key=EMC_Ferrites%2FEMC_Ferrites_for_cable_assembly%2FKatalog%2FEMI_Suppression_Axial_Ferrite_Beads) 
und sieh' Dir die dort angegebenen Impedanzverläufe an. Achte dabei 
besonders bei welchen Frequenzen die Angaben überhaupt beginnen.

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