RGB nach Composite

Gast #492815
Lesenswert?

Hallo nochmals

Konnte das IC mittlerweile dingfest machen:
TDA8501
http://www.reichelt.de/?SID=297gZy@KwQAR0AACvb5K4bbe715cac010559e84761867c57186ae;ACTION=7;LA=6;OPEN=1;INDEX=0;FILENAME=A200%252FTDA8501%2523PHI.pdf

Kleine Frage, falls es jemand kennt: Braucht das einen externen Sync, 
oder kann es den auch intern erzeugen? Oder gibt es ICs, die das 
können?(Wäre ne ziemlich praktische Sache, da ich etwas Bedenken habe, 
ob ich eine vollständige PAL-Sync in ein CPLD bekomme, das auch noch 
andere Aufgaben hat...)

Gruss

Michael
Gast #492860
Lesenswert?

> vielleicht diese Alternative auch mal anschauen, ist gut dokumentiert:

Naja, mir wäre eigentlich FBAS/Composite lieber da verbreiteter, es sei 
denn, Y/C hat konkrete Vorteile?

Noch wegen dem Sync: Finde bei Reichelt erstaunlicherweise nichts. Dann 
nehme ich wohl einen kleinen Mikrocontroller, der mir das Signal 
erzeugt. Im Prinzip könnte ich dann so doch einfach den Quarz 
austauschen, um z.B. das Bild für einen PC-Monitor zu erzeugen (?)
Gast #492979
Lesenswert?

> Naja, mir wäre eigentlich FBAS/Composite lieber da verbreiteter, es sei
> denn, Y/C hat konkrete Vorteile?
Y/C ist besser (Bildqualität). Lässt sich aber auch durch eine einfache 
Schaltung (ich glaube ein Kondensator) auf FBAS zusammenlegen.
Gast #492990
Lesenswert?

>Y/C ist besser (Bildqualität). Lässt sich aber auch durch eine einfache
>Schaltung (ich glaube ein Kondensator) auf FBAS zusammenlegen.

Wie schön. Wenn man sich das von mr.chip gepostete Datenblatt ansieht 
(überfliegt), stellt man fest, dass das IC beide Signale liefern kann...
#493002
Lesenswert?

ich habe das mittlerweise mit einem CPLD realisiert (8 Grundfarben), es 
geht ganz gut und in ein paar Tagen (ich muss noch etwas optimieren und 
dokumentieren) werde ich es auch veröffentlichen. Das Ganze gibt es als 
PAL und auch als NTSC Ausführung, braucht nur r,g,b hsync und vsync 
sowie 16 oder 32 MHz (interner Teiler) Takt. Der muss allerdings 
ziemlich genau sein, externer Quarz am AVR macht einige Probleme, 
Quarzoszillator ist besser. 5 Ausgänge liefern über 5 Widerstände das 
FBAS-Signal an 75 Ohm Last. Und, das Ganze passt noch in ein XC9536 
CPLD.
Gast #493008
Lesenswert?

Der Syncgenerator von Siemens hieß "S178", dann gabs noch eine PLL 
"S187" und eine Diodenmatrix als Prom zur PLL "S353"
Alles ausgestorben, Datenblätter kaum aufzutreiben, die üblichen 
Verdächtigen haben nichts. Der S178 war ähnlich dem SAA1101 für 
professionelle Sync-Impulserzeugung streng nach der Videonorm gebaut, da 
kommt ein amtliches Signal raus.
#493491
Lesenswert?

Hallo Michael,

deshalb hatte ich den AD 724 vorgeschlagen. Der benötigt keine externe 
Verzögerungsleitung. Das C-Signal (F) kann man einfach über einen 2,2nF 
Kondensator auf das Y-Signal (BAS) einkoppeln und erhält dann ein FBAS 
Signal. Die einfachen Adapter für den TV-Ausgang von Grafikkarten für 
die Umsetzung von S-Video auf FBAS werden so realisiert.

Gruß Torsten
Gast #493499
Lesenswert?

> deshalb hatte ich den AD 724 vorgeschlagen.

Hmm..ok, das wäre dann wirklich besser. Aber wo gibts den? Immerhin hat 
Reichelt den TDA8501, aber keinen AD 724.

> Für sowas gibt es spezielle Delay Lines. Neuere ICs haben die
> integriert.

Könntest du mir eventuell einen konkreten Typen nennen? Und nebenbei: 
Wie funktioniert sowas überhaupt? Wenn man die Signalform und die 
Frequenz kennt, dann sollte es mit einem Kondensator gehen, aber sonst? 
^^

Gruss

Michael
Gast #493503
Lesenswert?

Nachtrag: Sollte es nicht immer mit einem Kondensator gehen, für im 
Verhältnis zur Frequenz kurzen Verzögerungszeiten? (Verzögerungszeit 
ungefähr gleich lang wie eine Schwingung)

Gruss

Michael
#493578
Lesenswert?

mr.chip wrote:

>> Für sowas gibt es spezielle Delay Lines. Neuere ICs haben die
>> integriert.
>
> Könntest du mir eventuell einen konkreten Typen nennen? Und nebenbei:
> Wie funktioniert sowas überhaupt? Wenn man die Signalform und die
> Frequenz kennt, dann sollte es mit einem Kondensator gehen, aber sonst?

Konkrete Typen gibt es keine mehr, da mittlerweile sowas direkt im IC 
gemacht wird. In jeden älteren TV ist aber sowas drin.

> Nachtrag: Sollte es nicht immer mit einem Kondensator gehen, für im
> Verhältnis zur Frequenz kurzen Verzögerungszeiten? (Verzögerungszeit
> ungefähr gleich lang wie eine Schwingung)

Das Problem ist, dass ein RC Glied ein Tiefpass darstellt, der das Bild 
unscharf macht.

Ohne die Delay Line funktioniert es auch, nur die Farben sind nicht ganz 
scharf.
Gast #493669
Lesenswert?

> Ohne die Delay Line funktioniert es auch, nur die Farben sind nicht ganz
> scharf.

Hmmm...gibt eine Eigenbau-Graka mit 320 * 200 Pixeln und 256 Farben, da 
sollte das Problem nicht allzustark ins Gewicht fallen (?)
Gast #1232391
Lesenswert?

Hallo zusammen,

habe eine Schaltung mit einem TDA8501 aufgebaut.

520x576 (5MHz)
624x576 (6MHz)

bei 3x7Bit Farbe (video-Dac) funktioniert alles soweit gut,

SW-Signal super scharf ...

nur die noch fehlende Delay-Leitung (450nS) macht sich bemerkbar ...

da das sw-Signal schneller ist als das Farb-Signal verarbeitet wird  ...

Das Farbbild ist nach recht leicht verschoben ...

habe schon versucht eine passive Delayleitung selber zu wickeln ...
nur habe ich keine Angaben wie breit der Cu-Streifen sein muss und wie 
viele Wicklungen wie auf zu bringen sind ...

kann mir da jemand mit Infos weiter helfen

besten Dank im voraus
#1232394
Lesenswert?

Hallo friend-of-rq

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit im Kabel beträgt doch ca. 270 * 10^6 
m/s. Das sind ~3,7 ns/m Verzögerung. Ein Kabel müsste also 450/3,7 = 
121m lang sein. Hast du zufällig 30m Netzwerkkabel rumliegen? Da hat es 
doch 4 abgeschirmte Paare drin und 4 * 30m = 120m.

Das müsste doch zum Ausprobieren gehen, oder?

Gruss, Bernd
Gast #1232397
Lesenswert?

Hallo Bernd,

besten Dank für die schnelle Antwort ...

ja habe ich schon probiert (90 m einfache Litze)

Ergebnis war nicht so berauschend ...

Der Aufbau einer passiven Verzögerungsleitung besteht ja aus eine 
Vielzahl von RC-Gliedern, durch das aufwickel erhält man die 
Induktivität und durch den Cu-Streifen der auf das isolierte Rohr 
geklebt wird erhält man die Kapazität.

das Verhältnis zwischen LC muss stimmen ....
zuviel C dann verschwimmt das Bild ... zuviel L dann gibt es Schatten

Gruss Ralf
Gast #1232400
Lesenswert?

Ich habe da was im web gefunden
wo kurz darauf eingegangen wird:

man nehme ein Isoliertes Rohr darauf wird ein Cu-Streifen geklebt,
und wickelt dann gleichmäßig von links nach rechts und erhält somit eine 
Vielzahl von LC-Gliedern ... in alten Fernsehern kann man noch die 64uS 
Verzögerungsleitung als ein langes Bauteil finden.

Das Problem warum ich das was selber versuche, ist das es entsprechende
Verzögerungsleitungen z.B. TDA4568 nicht zu bekommen sind.

bin echt am verzweifelt, Schaltung funktioniert bis auf die 
Laufzeitanpassung super.
Gast #1233009
Lesenswert?

Für alle die es interessiert,

ich habe mal mein Projekt ins WEB gestellt ...

www.greinert-dud.de

FBAS-Testbild-Generator

BMP-Bilder (Fotos) können als Testbild verwendet werden

Auflösungen:
520x576 (10MHz) oder 624x576 (12MHz)
bei 3x7Bit Farbe
und alles ohne uP

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren