[die Wurst- ähm Salamischeibenjagd egal, Hauptsache empirische Physik:]
Sebastian schrieb:
> Hatten den schon durchgemessen. Sobald der warm wird springt das
> Ohmmeter rauf und runter.
Interessant. Wie wurde der erwärmt - mit Fön oder mit der Messspannung
vom Multimeter und zweite Frage: unausgelötet auf der Platine gemessen?
Thomas W. schrieb:
> Es flackert gerne auch Mal weil ein oder mehrere der LED-Chips langsam
> kaputt gehen (Bond-Draht lose)
Lösen sich Bonds durchs wiederholte Erhitzen? Vermutlich kann eh keiner
zu Lebzeiten in die Blackbox hineinsehen... Denoch ist spannend.
Ich lokalisierte einen bei Erwärmung auftretenden Bimetalleffekt in
einem TV mit Kältespray und Haarfön.
======= [anderer Fall, ähnliches Thema, ansonsten s.u.]
Ich habe hier eine defekte E27 LED-Birne mit einem Aufblitzeffekt alle
paar Sekunden. Herausgeschraubt und seziert - die LED blitzte sporadisch
noch beim Messen mit dem Multimeter (die interne Prüfspannung vom MM
über Messpitzen wohl an einen C angelegt). Ist in der Recyclingkiste.
Gestern einige Jahrgänge CQDL seziert und zufällig einen Glühobstartikel
zu den 230 V~ LED-Birnen entdeckt in CQDL 10-2017 S.38:
"Es gibt LED leuchten, die ausgeschaltet flackern oder aufblitzen. Dies
passiert nur bei Typen mit Schaltwandlern. Hier lädt sich der
Schaltnetzteil-Kondensator über längere Zeit auf, bis das Netzteil
schaltet und die Lampe im Millisekundenbereich aufleuchtet. Die Spannung
bezieht die LED aus der Netzleitung durch "Übersprechen" auf parallel
verlegte Leitungen oder durch Kriechströme im µA Bereich." Abhilfe:
X-Kondensator 0,01-0,1 µF parallel.
Wäre eine Erklärung.
======== [zurück zum diesem Fall]
Tip an den TE: Transplantation der Elektronik mit gleicher Hoch- oder
Niedervolttechnik, dabei auf vergleichbare Leistung achten.
Ging gut mit netzbetriebenen Leuchtstoff-Sparlampen, mittlerweile
obsolet.
Bei 1€ LED-Glühobst für 230 V~ inklussive Elektronik stellte sich bei
mir die Platinenreparaturfrage noch nicht, bleibe aber dran. Auch alte
Kinder spielen gern mit Licht.