> guttenbergst
**atomrofl**
Was ist eine Präsentation eines Sperrwandlers ohne einen praktischen
Aufbau...?
Okay pass auf. Deine Aufgabe ist einigermaßen einfach... Die
Sekundärseite kannst Du nämlich einfach doppelt bauen, einmal für die
+12V und einmal für die -12V. Die werden dann quasi in Reihe geschaltet,
in die Mitte kommt die Masse und fertig sind beide Ausgangsspannungen.
Die Primärseite kannst Du z.B. von einem UC3842 steuern lassen, der IC
ist prima für 18V weil er einen entsprechenden Unterspannungsschutz hat.
Am besten wird sein Du studierst das Datenblatt von dem Ding. Du kannst
aber auch fast jeden anderen PWM-Schaltkreis für so ein Teil nehmen,
etwa die TL494-Allzweckwaffe.
Dein Trafo könnte für das bißchen Strom aus einer einfachen
Speicherdrossel bestehen, die mit etwas Draht bewickelt wird. Den
passenden Eisenpulver-Ringkern findest Du z.B. in einem ausgedienten
PC-Netzteil als sekundärseitige Glättungsdrossel. Für Deine geringe
Leistungsanforderung brauchts auch keinen dicken Draht, ich würde
vielleicht 1mm² mit 0,5V je Windung wählen. Richtige Polung von Primär-
und Sekundärwicklungen beachten sonst wirds ein Flußwandler, der gerne
Primärtransistoren grillt.
Spannender wird das Problem mit der Regelung. Ein Sperrwandler hat den
Vorteil daß er fast mit allem funktioniert was gerade als Trafo zur Hand
ist - aber zum Preis, daß beim ungeregelten Sperrwandler die
Ausgangsspannung dermaßen hochläuft, daß irgendwas Schaden nimmt wenn
sie nicht begrenzt wird. Da Du ja bereits einen Regel-IC hast schau Dir
noch die einstellbare Z-Diode namens TL431 an, das Ding wird sehr gerne
verwendet um mittels eines Optokopplers (ohne galvanische Trennung
kannst Du stattdessen auch eine Transistorstufe nehmen) eine Regelgröße
an das Regel-IC zurückzuschicken.