Hallo Steffi,
das Thema "Farbmischung" mit RGB-Led's ist alles andere als trivial. Wie
du schon richtig bemerkt hast, ist das Hauptproblem nicht der
"Mischalgorithmus" sondern die LED als solche. Bei RBG's geben die
Hersteller im Datenblatt entweder die Farborte für die Einzelchips an,
oder aber für einen definierten Weißpunkt, der sich einstellt wenn die
Chips mit einem bestimmten Strom beaufschlagt werden (z.B. 20mA /20mA
/10mA)
Kennt man die "Anfangsorte", so kann man durch eine lineare Gleichung
ganz easy den resultierenden Zielort berechnen.
So, nun aber die Krux an der Sache: Die Messung der Farborte erfolgt
beim LED-Hersteller am Band, dauert daher nur ein paar Millisekunden.
Dies ist aber für einen Einsatz in der Praxis absolut unnütz, da die
LEDs dort ja dauerhaft leuchten. Durch die Temperaturerhöhung verschiebt
sich der Farbraum nun aber dramatisch und liegt weit neben dem
Startpunkt, der vom Hersteller angegeben wurde :-(
Mittlerweile gehen einige Hersteller (Ich denke Osram) dazu über ein
sog. "hot- binning" durchzuführen, wobei genau dieser Erwärmung
berücksichtigt wird...alles in allem ein sehr sehr komplexes Thema und
ohne Refernzmessung durch Sprektrometer (scheiß teuer) oder zumindest
einem True-Colour Farbsensor eigentlich nicht machbar...Oder hot-binned
Leds verwenden....zu dieser Sorte kann ich aber nichts sagen, hab damit
noch nicht gearbeitet und sind erst ganz frisch auf den Markt gekommen
Gruß Jan