digitales Filter für Sprache

Gast #977732
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Hallo,

ich würde gerne in die DSP-Programmierung einsteigen. Grundkenntnisse µC 
sind vorhanden, restliche Elektronik sowieso.

Wie packt man sowas am geschicktesten an?

welcher DSP?
  hier bietet sich warscheinlich so ein Evaluation-Kit an, mit Line -in 
und -out

welches wäre hier empfehlenswert und was kostet sowas ca?

gibts gute Literatur zu dem Thema?

gruß
Mitch
Gast #977924
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Die Programmierung ist sekundär. Wichtiger ist eine ordentliche 
Grundlage in Sachen "digitaler Signalverarbeitung". Dazu brauchts nicht 
viel: einen Rechner und eine Entwicklungsumgebung für eine/n 
Hochsprache/Interpreter deiner Wahl (für die Bequemlichkeit). Gerne 
genommen: MATLAB/Octave, Phyton, C. Errechnete Koeffizienten z.B. als 
Filter auf einen DSP pflanzen fällt mit einer gescheiten API nebenbei 
ab...

Wenn du's aber ernst meinst und gleich hart auf einem DSP einsteigen 
willst - trial and error - dann guck in deine Brieftasche und leg fest 
was du investieren willst. Hat aber meiner Meinung nach dann mehr was 
mit "Hardware und Assembler beherrschen" zu tun als mit der 
Signalverarbeitung. Fertige DSP-Evalboards bekommst du ab 200€ (*), das 
sind dann Festkomma-Maschinen. Die teureren unter denen kosten dann bis 
700€ und haben u.U. mehrere Kerne. Bist du bereit richtig in die Tasche 
zu greifen dann kannst du eine Fließkomma-Maschine kaufen, ab 1000€ wird 
da was gehen. Allerdings kann man dann gleich wieder einen Rechner 
nehmen. Von der Pike auf gehts mit Festkomma.

(*) Okay, manche könnten jetzt einwerfen, dass es auch billiger geht. 
Ich rede von richtigen DSPs, nicht von Spielzeug.
Admin Persönliche Seite #977926
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Kann mich da nur anschließen. Siehe auch den Artikel DSP. Wichtig 
ist, erst mal herauszufinden was man genau machen kann und will, dann 
kann man sich die Hardware aussuchen. Bei geringen Anforderungen kommt 
man mit einem Mikrocontroller wahrscheinlich am billigsten weg.

Bei "richtigen" DSPs muss man heutzutage auch nicht mehr so tief in die 
Tasche greifen. Einen TMS320C64x+ bekommt man auf dem Beagleboard für 
$149 inkl. Freeware-Compiler. Aber für Audio ist der weniger geeignet, 
das überlässt man lieber dem 600 MHz Cortex-A8 mit Floating Point SIMD 
auf dem selben Board... nur so viel zum Thema Spielzeug.
#980552
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Guten Morgen,

ich kann die dsPIC's sehr empfehlen. Für Filteroperationen im Sprachband 
ist ein dsPIC33 sehr ausreichend, auch 4 Kanäle (bei 8Khz, 16bit) sind 
möglich (Codec TLV320AIC22C). Es gibt eine sehr gute 
Entwicklungsumgebung (MPLAB), umfangreiche Bibliotheken (auch DSP 
spezifische) und diverse Evaluationboards. Der dsPIC ist ein 16 bit 
Microcontroller mit zusätzlicher DSP ALU, mit sehr umfangreichem 
Derivatensatz (Speicher, Ports, Interface, usw.). Was ist überhaupt ein 
"richtiger DSP"? Ich denke es gibt nur "zur Anwendung passende 
Controller". Dann ist es der Richtige.

Gruß
Peter
Persönliche Seite #980732
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Pete R. wrote:
> Was ist überhaupt ein "richtiger DSP"? Ich denke es gibt nur "zur
> Anwendung passende Controller".

Klar, letztendlich hast du natürlich Recht. Diese Formulierung habe ich 
aber absichtlich so gewählt. Bei "richtigen DSP's" denke ich an SIMD, 
DMA, MDMA, Cacheability, mehrere Speicherlevel, etc. Aber ist auch egal, 
wenn ein dsPIC reicht dann gut.
Gast #994604
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Hallo zusammen

Kleine Zwischenfrage: Ich bräuchte ein DSP mit dem ich Musik auf 
Lautsprecher, Raumbedingt anpassen kann. Gezielte Angaben: HP ab 100Hz, 
TP bei ca. 17kHz. Anhebung der Höhen und dann noch 2 bis 3 
Frequenzbänder wo ich anheben oder absenken kann. Das ganze in einer 
Stereoausführung. Womit würde sich sowas realisieren lassen?

Danke für die Antworten.

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