J. S. schrieb:
Dafür mehr Klirr.
Soviel Klirr macht das nicht, wenn man die entsprechend betreibt. Habe
selber Übertrager vermessen, als ich für einen Hersteller tätig war.
Die koste(te)n auch gut Geld, wir hatten sie überwiegend von Haufe.
Klirrgrade bei 0,05% waren beherrschbar. Man konnte zusätzlich mit einer Mitkopplung 'tricksen', das Telefunken-Patent dürfte schon lange ausgelaufen sein. Damals hatte man noch keine pdf und USB-Sticks, weshalb ich leider keine Unterlagen mehr habe.
Übertrager beseitigen halt sehr elegant den common mode am Ausgang und
vor allem bei GND-Problemen.
Genau das war der Grund.
Auch externe Einstrahlungen in Leitungswege heben sich auf, natürlich verdrillte Kabel.
Das kannst Du auch mit Differenzausgängen haben, als erdsymmetrisch bezeichnet. Aber nur, wenn die Symmetrie sauber abgeglichen ist, dafür gab es eine (sauteure) Meßdrossel. Das Ding hat drei Anschlüsse, aus der Mitte gegen Erde misst man im Idealfall keinerlei Signal.
Früher hatten viele Mikrofone einen
entsprechend ausgesteuerten Übertrager am Ausgang.
Ein heikles Thema, Mikrofonieeffekte der Übertrager, die aus dem Kernmaterial resultieren. Da hatte Pikatron keine tollen Werte, während Haufe ein Kernmaterial hatte, was exclusiv für sie gefertigt wurde.
Verdammt lange her, dass ich beruflich mit Messungen und Prüfplätzen für Tonstudiotechnik befasst war.