@tastendrücker:
Ja, ich weiss, dass das ernst gemeint war. Das glaub ich auch, dass das
geht. Nur meinte ich damit, dass man irgendwann so langsam ist, dass man
kaum noch daten durchbekommt.
Darum auch die Anmerkung mit dem einen Baud.
Hans Dieter hat das schon richtig geschrieben. Es ist ja auch klar,
dass das so sein muss:
Ne Leitung hat eine Kapazität, die beim Pegelwechsael umgeladen werden
muss. Und je länger die Leitung, desto höher die Kapazität und bei
gleichbleibendem Ausgangswiderstand bildet sich im Prizip ein RC-Filter
aus (Tiefpass). Und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem der die
Baudrate in die Größenordnung der Eckfrequenz des "Filters" kommt und
dann war´s das.
Der andere Effekt ist die Fähigkeit Gleichtaktstörungen zu
unterdrücken.
In einer Störungsfreien Umgebung spielt das keine Rolle, aber im
"echten Leben" umso mehr. Ein Single-Ended signal hat i.d.R einen
höhreren Innnenwiderstand an der Signalquelle als an der Masse. Eine
Störung von aussen induziert also auf der Signalleitung einen viel
größeren Störpegel, als auf der Masse. Das kann dann falsch
interpretiert werden, da ja letztendlich der Empfänger den Pegel
zwischen den beiden Leitungen auswertet.
Bei einem Differenzeillen Signal sieht das anders aus. Da wird das
Signal und sein Komplemtent mit gleicher Impedanz eingekoppelt und eine
Störung induziert auf beiden den gleichen "Hub", so dass die Differenz
unverändert bleibt und der Empfänger davon nix mitbekommt.
Und je länger die Leitung ist, desto mehr "Angriffsfläche für solche
Störungen bietet sie, daher ist dies auch ein Effekt, der mit der
Leitungslänge einhergeht.
Ausserdem kann über ein Single ended Signal eine Masseschleife
ausgebildet werden, die wiederum Störungen verursacht, was bei einem
differenziellen Signal nicht so in´s Gewicht fällt...
So, genug der grauen Theorie ;-)