Hallo,
ich wollte mir ein Elektrofahrrad bauen und dazu einen Akku verwenden
der ca. 3000mAh - 7000 mAh hat. Also 36 Volt. Am besten ein 6S und ein
4S. (ich weiß, dass sind nur ca 11 - 30 Km Reichweite)
Jetzt hatte ich mir überlegt entweder einen 230 Euro Akku zu nehmen oder
die billige China Variante bei Ebay für 70 Euro.
Habt ihr vielleicht Erfahrungen mit solchen billigen Lipos oder ist das
NUR schrott?
P.S Bitte keine Diskussion, dass Elektrofahrräder nur was für Opas sind.
Über die Qualität kann ich jetzt nicht allzuviel sagen, aber
erfahrungsgemäss sind die Kapazitätsangaben masslos übertrieben. (Auch,
wenn sie auf dem Accu aufgedruckt sind,)
Also ich kenne sie von RC-Autos. Und ich muss sagen die Teile sind
brauchbar und die Kapazitätsangaben stimmen auch grob (Meiner hat sogar
minimal mehr).
Allerdings hab ich einen 2S 5000mAh.
Gruß
Hanswurst
Kann mich Hanswurst nur anschließen. Bin da immer wieder positiv
überascht wie "gut" die Akkus für den Preis eigentlich sind. Die
Kapazitätsangaben passen i.d.R. schon so halbwegs (sofern ich das mit
meinem China-Ladegerät überprüfen kann ;)).
Bei diesem hier dürfte die Kapazität den Angaben entsprechen:
http://www.batteryspace.com/High-Power-Li-Ion-Battery-37V-6.4Ah-236-Wh-30A-Drain-Rate.aspx
Die Firma ist nun schon einige Jahre aktiv und in den USA zuhause. Der
Versand hngegen wird teuer, ausser, man kennt jemanden, der
Zwischenstation spielt. (Auch dann sind beim Versand solch grosser
Li-Akkus gewisse Vorschriften zu beachten)
Meine letzten China-Akkus hatten statt den aufgedruckten 1800mAh (NiMH)
nur 200mAh (Neuschrott). Für ernste Projekte kauf' ich lieber von einer
seriösen Quelle.
Die "Zyklenfestigkeit" ist auch problematisch bei Qualitätsakkus. Die
hängt nämlich vom Lade- bzw. Entladeverhalten ab. Und die im Labor
gemessene Anzahl an Zyklen ist halt i.d.R. für ein "leichtes" und
gleichmäßiges Entladen angegeben. Beim Elektrofahrad kann das ja unter
Umständen auch recht ruckartig gehen. Insofern wäre ich mit diesen
Angaben sehr vorsichtig.
Für 70 Euro erwarte ich nicht besonders viel. Wenn der China Akku es auf
100 oder 200 Zyklen kommt reicht mir das erstmal. Ich hab diesen
Voltcraft Multilader B6AC. Da kann man zwischen 0,1 und 5A den Ladestrom
einstellen. Wenn ich nicht Fahrrad fahre, hab ich ja auch genug Zeit zum
Laden.
Der Motor hat halt 250W, also Stromspitzen bis 14A (laut Angabe). Aber
so n Lipo ist ja für viel Entladestrom gedacht.
Also laut A123 (Marke für Lifepo4) haben deren Zellen noch nach 2000
Zyklen 90% der Kapazität. Wenn das vom Hersteller angegeben ist, kann
man da schon einiges erwarten.
Frizzzer94 schrieb:> Für 70 Euro erwarte ich nicht besonders viel.
Naja, dann geht Probieren über Studieren ;). Wie schon gesagt, war ich
bisher immer positiv überascht. Das kommt wahrscheinlich davon, dass man
nicht viel erwartet ;).
Ich habe im Modellflug bisher auch nicht wirklich eine Verkürzung der
Flugdauer beobachten können. Wobei meine Akkus bisher im Schnitt sowieso
nicht mehr als 100 Ladezyklen mitgemacht haben. Bevor die Akkus also
"schwach" wurden, habe ich mir immer mal wieder den ein oder anderen
Crash erlaubt, wodurch beim Neu-Aufbau (stets nach dem Motto "größer,
schneller, weiter) immer andere Akkus ins Spiel kamen.
Andere im Bekanntenkreis wollen wohl beobachtet haben, dass die China
Billig-Lipos schneller degenerieren als "echte" Qualitätsakkus. Aber
wirklich gemessen hat das natürlich keiner. Und selbst wenn das der Fall
wäre, müsste man erst einmal durchrechnen, ob sich die Qualitätsakkus
lohnen. Da sind zum Teil schon enorme Preisunterschiede. Insofern bin
ich bisher immer voll und ganz zufrieden gewesen.
Turnigy Akkus von hobbyking.com sind aus eigener Erfahrung (Modellbau)
ebenfalls zu empfehlen. Aber für hohe Zyklenfestigkeit würde ich eher zu
LiFepo4 raten.
...hust, es gibt auch sogenannte "Konions", die gelten in einschlägigen
Kreisen als "Sorglosakkus", da sie angeblich unemmpfindlich u. kraftvoll
sind.
Es wird auch behauptet das sie nicht balanciert werden müssen, außerdem
nicht so teuer wie Lifepo4.
Ich selber bin angefangen, als meine NiCads für das
Heinzmann-System(Pedelec) den Geist aufgaben, alte Sanyos aus Lenovo T60
Akkus zu benutzen - also 10s4p Lithium 2600ma - das ging soweit ganz
gut!
Jetzt benutze ich auch Konions, u. bin sehr zufrieden damit.
Gruß
Jochen
Ich muss ja dann nach aufpassen, dass der lipo nicht tiefenentladen
wird. So nie Spannungsüberwachung wäre kompliziert zu verbauen. Hat
einer vielleicht eine Ahnung woher man bms Systeme für lipos bekommt.
Hab nur welche für limn oder liion mit 14 A gefunden. Die kosten aber 50
Euro aufwärts.
Wenn da dann ein bms verbaut ist, kann ich ja auch problemlos mit nem
liion 42,3 v ladegerät laden oder?
mein erster Google Treffer ist: http://www.modellbaufuchs.de/Konion.html
da steht schon fast alles. Sind nicht ganz billig, aber gerade für ein
eBike wohl die bessere Wahl als LiPos. Vor allem auch sicherer, LiPos
muss man ja gut einpacken und Regen mögen die auch nicht.
Immerhin scheinen die China LiPos besser zu sein als z.B. die NiMh
Zellen die früher fast immer Schrott waren, vor allem bilige NiMh Handy
Akkus. Ein 10€ LiPo iPhone Ersatzakku war dagegen einwandfrei.
Für einen kleinen indoor Heli hatte ich einen 150 mAh LiPo nachgekauft,
da wurde ganz frech ein 150 mAh Papierschild über die aufgedruckte 120
mAh Angabe geklebt...
Da würde ich bei einem eBike keinen LowCost Akku kaufen.
da war auch noch was extra zu eBikes:
http://www.modellbaufuchs.de/pedelec-e-bike-akkuwiederaufbereitung.html
@Frizzzer94
ich weiß nicht ob dir das hilft..., aber ich fahre den Akku so lange,
bis er am Berg spürbar nachläßt, oder auf der Ebene statt bis 25Kmh nur
noch so ungefair bis 21Kmh unterstützt. Dann trete ich wenn kein
Zweitakku zur Hand ist ohne weiter, die Spannung ist dann ohne Last von
42Volt auf 35V runter - ungefährlich also!! Bei 35 Volt
Leerlauf-Spannung ist eh nicht viel Saft drauf(ausquetschen lohnt nicht,
zu riskant - Tiefentladung).
BMS-Kabel dranlöten zu lassen ist aber dennnoch ok - um beim laden die
Spannung der Akkus zu überwachen oder mit Balancer zu laden.
...frag ruhig weiter.. ;)
Jochen
jochen schrieb:> ich weiß nicht ob dir das hilft...
Nachtrag: Ich nutze kein BMS, balanciere die Akkus nicht, u. lade nur
bis ca. 90% also 41,0 Volt - klappt alles prima so.
Ja ich dachte bms ist noch für balancing und tiefenentladung, also
komplettes Schutz System. Den Controller, den ich mir holen will
schaltet sowieso bei 31,4 ab.
Vielleicht hab ich da was nicht verstanden, aber diese konion haben ein
bms schon in jeder Zelle eigebaut oder was? Oder ist jeder limn ein
konion. Verwirrt mich gerade alles xD
Hi,
1. der Controller kommt dir mit der Abschaltung ja schon entgegen!
Darum brachst du dich ja um die Abschaltung nicht mehr zu kümmern,
super.
2. Die Konions haben die Eigenschaft so gut wie gar nicht zu driften,
d.h. wenige Millivolt Unterschied ohne BMS nach einem Jahr Nutzung, das
ist einer der Riesenvorteile dieser Dinger, deshalb "Sorglosakkus".
Die meisten Lader balancieren die Akkus ohnehin erst zum Schluss, die
paar letzten Prozent wenn der Akku ganz_voll werden soll.
Grundsätzlich hast du mehr vom Akku wenn er nicht ganz voll geladen
wird(halten dann wesentlich länger).
Die letzten ca. 5% Ladung stressen den Akku und dauern lange.
Gibt im Pedelec Forum sehr erfahrene Leute die diese Akkus benutzen u.
darüber ausführlich berichtet haben. Mal einen Blick ins pedelecforum.de
zu werfen kann gar nicht schaden, da wird dir auch geholfen :)
Gruß Jochen
Frizzzer94 schrieb:> Für 70 Euro erwarte ich nicht besonders viel. Wenn der China Akku es auf> 100 oder 200 Zyklen kommt reicht mir das erstmal.
1000 Zyklen solltest du auch mit den teuren Lipos nicht erwarten.
> Ich hab diesen Voltcraft Multilader B6AC. Da kann man zwischen 0,1 und 5A> den Ladestrom einstellen. Wenn ich nicht Fahrrad fahre, hab ich ja auch> genug Zeit zum Laden.>> Der Motor hat halt 250W, also Stromspitzen bis 14A (laut Angabe). Aber> so n Lipo ist ja für viel Entladestrom gedacht.
Über 14A lacht ein morderner Lipo. Für die Zyklenfestigkeit ist
entscheidener, wie weit du auf- und endlädst. Beim Auto werden meist
nicht viel mehr als 50-60% der Kapazität genutzt (z.B. entladen nur bis
20%, Aufladen nur bis 80%"), weil das die einzige Möglichkeit ist, eine
ausreichend lange Akku-Lebensdauer zu erreichen. Wenn man sie immer
randvoll macht und dann bis knapp vor die Grenze auslutscht, geht das
wohl stark auf die Lebensdauer.
Andererseits sollte man auch nicht nach ein paar Prozent Entladung schon
gleich wieder aufladen, denn jeder Zyklus zählt, auch wenn er nur sehr
klein ist.
Rolf Magnus schrieb:> denn jeder Zyklus zählt, auch wenn er nur sehr> klein ist.
Das ist Unsinn.
Bei jedem modernen Elektrofahrzeug wird der Akku wieder geladen, wenn
gebremst wird. Wenn dies jedesmal als Zyklus zählen würde, hättest Du
die 1000 Zyklen ja schon nach einer Woche erreicht ...
Nulleiter schrieb:> Rolf Magnus schrieb:>> denn jeder Zyklus zählt, auch wenn er nur sehr>> klein ist.>> Das ist Unsinn.> Bei jedem modernen Elektrofahrzeug wird der Akku wieder geladen, wenn> gebremst wird. Wenn dies jedesmal als Zyklus zählen würde, hättest Du> die 1000 Zyklen ja schon nach einer Woche erreicht ...
Da hast du wohl recht. Aus dem Bereich Handy/Notebook kenne ich diese
Regel, und sie scheint sich auch mit meinen Erfahrungen zu decken.
Vielleicht gilt sie ja nur, wenn man bis auf 100% auflädt oder so.
Die Turnigy Zippy Rhino Akkus aus dem Hobbyking Sortiment sind zu
gebrauchen und haben auch bis auf 10 % Schwankung die aufgedruckte
Kapazität.
Nur mit den Entladeströmen mogeln die Chinesen etwas ... Wenn da bei
5000 mAh 20/30 C (100 A Dauerentladestrom / 150 A Peak für 10 sec)
draufsteht, dann kann es schon sein, dass der Akku nach 5 Minuten
"Turnen" im 500er E-Heli mit 90 Ampere Stromentnahme im Mittel dick und
flauschig wird.
Also lieber ein bis zwei Nummern dicker kaufen. Ansonsten ist der
Service, wenn Du aus dem German / European Warehouse kaufst super. Auch
der Umtausch / Reklamation wenn ein Akku mal zu früh die Grätsche macht
geht über Hamburg.
Problematisch wird nur sein, die Akkus aus China Australian USA
Warehouse nach Germany rein zu bekommen. Da zickt der Zoll schon mal
wegen Papieren. (Komisch ist nur, wie die Zusammenkleber in D die
gleichen Zellen importieren können um die dann für den 30fachen Preis
hier zu verkaufen.)
Also China LiPo: Ja, aber bei den C Raten lieber ein wenig größer.
Der Modellbauer
Noch eine Anregung:
Es gibt die A123 LiFePo4 Zellen mit 2 Ah und 2,5 Ah. Als 36 Volt Pack
von DeWalt für um die 100 US Dollar aus den USA.
Da hast Du ein Akkupack fertig konfektioniert. Entladeströme von 14
Ampere sind Standgas für den Akku. Du kannst Den mit bis zu 10C Laden
und auch eine sehr tiefe Entladung bis zu 99% nimmt der Dir bei den
kleinen Stromen nicht übel.
Ausserdem ist die Zellendrift bei einer hohen Zyklenzahl nicht so doll,
wie bei einem LiPo. Der macht (unabhängig vom Hersteller und da ist die
Anzahl der Zellenproduzenten ja an 2 Händen abzählbar.) nach 30 bis 70
Zyklen schon ein Balancen bei jedem Ladevorgang nötig.
Ansonsten mal bei HaDi-rc nachschauen, der hat auch prismatische,
hochstromfähige Zellen im Angebot und nicht nur in LiPo sondern auch in
anderen Chemievarianten. (LiPo, LiFePo4, Li...)
Der Modellbauer
jochen schrieb:
>Grundsätzlich hast du mehr vom Akku wenn er nicht ganz voll geladen>wird(halten dann wesentlich länger).
Gibt es dazu irgendwelche Quellen? Ist mir neu würde mich aber sehr
interressieren.
Ich denke ich verschiebe meinen elektrofahrradbau auf frühling. Jetzt
wird bald zu kalt um das sinnvoll umzusetzen
Ich finde diese internetseite irgentwie verwirrend :s (dewalt)