Hallo,
an einem Eingang können verschiedene Spannungen anliegen, wie (mit
welcher schaltung) kann ich mit einem AD-Wandler rausbekommen wie hoch
so eine spannung ist, die anliegt? oder realisiert man das anders?
Gerhard
aber ob an dem Eingang z.B. 5Volt oder 3.3Volt anliegen, muss man doch
irgendwie mit einem AD-Wandler auswerten können oder?
So dass ich raus bekomme wieviel Volt anliegen am Pin (oder gibt es
einfachere bessere möglichkeiten, das auszuwerten)?
d.h. wenn man einen 8Bit AD-Wandler in seinem µC hat, dann kommt das
eingangssignal an das erste Bit vom AD-Wandler und dann über Widerstände
wird die Spannung verringert und dann an die weiteren Pins vom
AD-Wandler angeschlossen - also wie ein Widerstands-Array?
und am höchsten Bit vom AD-Wandler erkennt man dann anhand wieviel da
noch an Volt vorhanden ist, wieviel Volt anliegen?
AD-Pin1 AD-Pin2 AD-Pin3
Eingangspin----|-------|R|---|-------|R|----|
usw?
und wie stelle ich sicher, dass der µC bzw. sein ADC nicht mit zu hohen
Spannungen konfrontiert wird?
Bei dem Eingangssignal kann es auch passieren dass ein sehr hoher
Spannungswert auftaucht?
Wie groß ist die Genauigkeit mit der ich eine Spannung identifizieren
kann mit einem ADC - z.B. mit 8Bit oder so... 256 verschiedene Werte?
Die Referenzspannung wird mit dem zweiten R eingestellt und mit dem
ersten erkenn ich um wieviel die anleigende Spannung höher oder kleiner
als die Referenzspannung ist?
Nein, den Teilerfaktor macht man mit dem widerstandsverhaeltnis. Dabei
kann man auch noch eine Z-Diode ueber den zwischen dem ADC und GND
klemmen. Der ADC funktioniert etwas anders. Bitte im Datenblatt
nachlesen. Die Referenz ist fest, ueblicherweise die Versorgungsspannung
des Controllers.
d.h. der spannungsteiler gibt an wie groß die erfassten unterschiede
zwischen den spannungen sind? also ob ich unterschiede zwischen 10V und
8V erkenne oder nicht?
Kannst du mir da noch eine Rechnung geben, wo man die R-Werte ausrechnen
kann, damit man z.B. zwischen 30V und 5V alle 1V-Schritte die Spannung
erfassen kann - also dass man 6V von 5V unterscheiden kann? Würde das
sogar noch genauer gehen in diesem Bereich?
Ok Referenzspannung wird aus dem µC selbst bezogen...
die Z-Diode verhindert, dass negative Spannungen an den ADC gelangen?
ist es auch möglich diese negativen spannungen in positive umzuwandeln -
oder macht das gar die Z-Diode?
so dass wenn eine negative spannung auftritt sie trotzdem vom ADC als
positiv gesehen wird
Nein der Spannungsteiler teilt die Spannung, daher der Name. Man hat die
Anzahl Bits auf dem eingang. Dh wenn man einen 100:1 Teiler macht, die
Referenz mit 5V speist, dann hat man die 8 Bit auf 500V. Nein die
Z-Diode verhindert zum Einen negative Spannungen, zum Anderen dass eine
gewisse posivive Spannung ueberschritten wird.
1. Leg den µC bei Seite und lerne das Ohmsches Gesetz auswendig.
2. Grundlagen der Elektronik lerne
3. Grundlagen der Digitaltechnik anschauen
2. Tutorial studieren.
So :
AD-Pin GND
Eingangspin---|R1|---|-----|R2|----|
Teiler = R2 / (R1+R2)
Nebenbei : Die Impedanz des ADC ist endlich. Und Hochspannungsteiler
sind nicht trivial.
1. Leg den µC bei Seite und lerne das Ohmsches Gesetz auswendig.
2. Grundlagen der Elektronik aneignen.
3. Grundlagen der Digitaltechnik anschauen.
4. Tutorial studieren.
5. Suchfunktion benutzen.
6. µC zur hand nehmen und deine Frage nochmal stellen.
mal nebenbei gefragt, wie könnte man das aufweiten für z.B. 8 solcher
nicht bekannten Einganngsspannungen?
Also, so dass man nach einander die Spannungen über den ADC laufen lässt
aber stets weiß welche Einganggsspannung also von welchem Pin grad
anliegt?
Wie schon gesagt....bis zur Referenzspg. kannst du alle positiven
Spannungen mit einer gewissen Auflösung messen. Für alles, was über die
Referenzspg. geht, wird ein Spannungsteiler notwendig.
aber wenn ich mehrere Eingangsspannungen habe - also z.B. 5 Stück - wie
weiß ich, welche spannungen gerade anliegt?
Eingangsspannung1---------------
--> zum ADC aber wie?
Eingangsspannung2--------------
verschiedene Eingangsspannungen...
Frage 1: Weißt du im vorhinein, in welchem Rahmen sich die Spg.
bewegen??
Frage 2: Weißt du im vorhinein, ob es sich immer um Gleichspg. handelt??
in welchem Rahmen sich die Spannungen genau bewegen weiß ich - zwischen
5 und 30V - jedoch kann es immer sein, dass eine Spannungsspitze
auftreten kann oder Kurzschluss oder etc.
es handelt sich um eine Differenzspannung, die gemessen werden soll.
OK, 30V sind für einen µC-Eingang zu viel, das wird dir klar sein. Somit
ist ein Spannungsteiler eine Lösung.
Spannungsspitzen, geringeres Problem....doch Kurzschlüsse, gib mir mal
genauere Details zu deinem Projekt.
>OK, 30V sind für einen µC-Eingang zu viel, das wird dir klar sein. Somit>ist ein Spannungsteiler eine Lösung.
das ist mir klar, nur such ich nach einer möglichkeit über die ich
feststellen kann, welche der zwei oder drei Eingangsspannungen gerade am
ADC anliegt und auf deren Wert gemessen wird.
Kurzschlüsse, Kabelbrüche etc. können immer passieren bzw. auftreten
wenn der user ein defektes kabel an das Gerät anschließt --> das man das
auf jeden fall berücksichtigen muss...
Spg.teiler Verhältnis 10, du bekommst am Eingang also Werte zwischen
500mV und 3V heraus. Bei einer Auflösung von 10Bit bekommt der ADC Werte
zwischen 0 (entspricht 0V) und 1023 (5V) heraus, d.h. ein Bit "hat"
4,8mV. Bekommt dein ADC also also z.B. 453 heraus, wären das also rd.
2,2V, umgerechnet also 22V.
Wenn ich dich richtig verstanden, interessiert dich der genaue Messwerte
gar nicht, sondern du willst nur wissen, ob 6V, 12V oder 20V anliegen
hast?
>Spg.teiler Verhältnis 10, du bekommst am Eingang also Werte zwischen>500mV und 3V heraus. Bei einer Auflösung von 10Bit bekommt der ADC Werte>zwischen 0 (entspricht 0V) und 1023 (5V) heraus, d.h. ein Bit "hat">4,8mV. Bekommt dein ADC also also z.B. 453 heraus, wären das also rd.>2,2V, umgerechnet also 22V.
hat so ein ADC dann auch 8 Eingangsspins wo ich eine der acht spannungen
die gemessen werden sollen, anliegen können? d.h. 8x mal einen
spannungsteiler entweder gegen GND oder gegen VCC an einen der
Eingangsspins vom AD-Wandler des µC?
Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Willst du von einer
'Spannungsquelle' die gerade auftretende Spg. messen, oder von von
mehreren gleichzeitig??
von mehreren spannungsquellen (Eingangsquellen) gleichzeitig oder
hintereinander - aber so dass ich weiß welche spannung von welcher
spannungsquelle anliegt
wie kann ich meine schaltung bzw. den µC vor kurzschlüssen oder zu hohen
spannungen schützen? mit surpressordioden und varistoren? oder gibt es
da intellegientere sachen?
Aha, d.h. du steckst das Ding an, und du willst, ob es die richtige
Spannung abgibt?! µC gibt es viele, aber die meisten haben mehrere
ADC-Eingänge, wo man dann mehr oder minder gleichzeitig (gemultiplext)
alle messen lassen kann.
Varistor bzw. Z-Diode sind schon gut so, vor Überspannung schützen sie,
und bei Kurzschluss brennen sie dir halt ab...
Ich glaube du verwechselst hier Erbsen mit Tomaten. Ein
Analog/Digital-Wandler (ADC) hat einen Eingang. Es gibt zwar welche mit
8 Eingängen, die aber intern über einen Multiplexer (Schalter) wahlweise
an den einen ADC-Eingang gelegt werden.
Gleiches gibt es gibt es z.B. beim Mikrokontroller (MC) ATmega16.
Du kannst dort per Programm wahlweise jeden Analogpin auf den ADC
schalten und auswerten lassen.
Die Analogpins must du so beschalten, das die Eingangsspannung von 5Vmax
in keinem Fall überschritten werden kann.
was kann ich bei kurzschluss machen?? ansonsten ist mein µC auch sofort
im nirvana... und die leiterbahndicke ist ja auch nur für einen max.
großen strom zulässig... d.h. wenn der strom zu hoch ist, brennt diese
sozusagen durch oder ab...
im normeln betreib ist der strom total irrelevant - 0.25A bis 0.5A -
aber bei einem kurzschluss wird dieser ja übertroffen und dann kann das
schon zum problem werden für den µC etc.
vielleicht eine Schmelzsicherung oder sowas... wenn es die schon in
diesem kleinen bereich gibt... dann würde zwar diese kaputt gehen aber
der rest der schaltung ist heile...
Das hast recht, ein Kurzschlussstrom ist erheblich höher als der
Nennstrom, nur wenn dieser schon nur ein halbes mA hat, brauchen sich
zumindest die Leiterbahnen vor einem Kurzschluss nicht zu fürchten:
Kupferdicke 0,35µ, Leiterbahnbreite 1mm -> über 3A Dauerbelastung bei
20° möglich, bei 1s Belastung sogar bis 10A, wie gesagt, das ist die
Z-Diode vorher hin...
Bernd wrote:
> vielleicht eine Schmelzsicherung oder sowas... wenn es die schon in> diesem kleinen bereich gibt... dann würde zwar diese kaputt gehen aber> der rest der schaltung ist heile...
Schmelzsicherung VOR der Spannungsquelle, die du messen willst, aber
dahinter, mitten in eine Messschaltung hinein, würd ich nicht.
wenn dann würde ich so eine schmelzsicherung gleich nach dem Eingang
parallel zwischen Data+ und Data- schalten - hier befinden sich bis
jetzt zwei Z-Dioden antiparallel geschaltet...
Meinst du die Schmelzsicherungen beeinflussen weil deren Widerstand so
klein ist, die zu messende Spannung?
Eine Schmelzsicherung parallel schalten...aaaah...eine Sicherung gehört
in eine Leitung hinein, du willst ja die Leitung vor Überlast schützen!!
Data+/Data-...USB??
Das kommt noch hinzu; aber eine Sicherung gehört einfach nicht in eine
Messleitung, man strebt ja eine möglichst genaue und zuverlässige
Messung an.
stimmt zu schnell geschrieben - die Z-Dioden befinden sich zwischen
DATA+ und DATA-... klar die schmelzsicherungen auf beiden
DATA-Leitungen...
d.h. du würdest nicht gegen kurzschluss absichern... sondern nur gegen
zu hohen spannungen
Was nehmt ihr den Frager auf den Arm ? Kurzschluesse muss man nur
verlaengern, da sie sonst zu kurz sind. Bei Kurzschluss liegen Null Volt
an. Ist doch gut so. Der Strom muss ja gar nicht ueber die
Messschaltung. Der Soll durch den Kurzschluss.
d.h. schon zuvor eine schmelzsicherung gegen kurzschluss sowie
Varistoren oder Surpressordioden für den Spannungsschutz und dann das
signal (spannungswert) zum Ad-Wandler des µC?
gibt es noch andere situationen, dass Null Volt anliegen vorhanden sind,
als im Kurzschlussfall? wenn nicht würde ich somit auch eindeutig
wissen, dass ein kurzschuss vorliegt? Wenn kein Kabel angeschlossen ist,
fließt normalerweise ja trotzdem eine spannung, die vom Pegelwandler an
den Ausgang gegeben wird, oder?
noch eine frage bezüglich der verwendeten GND: in meiner schaltung ist
zwischen µC und den Ausgängen eine galvanische trennung vorhanden...
wie wird die galvanische trennung beim messsignal berücksichtigt?
Installiert man den spannungsteiler direkt beim ausgang -> geht dann
durch einen optokoppler und dann zum AD-Wandler?
>Wenn nichts angeschlossen ist, wird der ADC-Eingang auf Masse gezogen ->>'herumfliegende' Potenziale an Pins sind nie gut.
ok, dass passiert durch den Spannungsteiler, der auf der einen seite auf
GND verweist...
Du willst dein schönes Messsignal durch einen Optokoppler schicken??
Dann hast ja nur 0 oder 1, Spannung da oder keine Spannung da!!
Du redest jetzt von Ausgängen, d.h. du willst z.B. aufgrund des
gemessenen Spannungswert vom µC etwas schalten oder auf einem Display
anzeigen lassen oder wie?
ich möchte am display anzeigen, wenn am ausgang etwas mit dem kabel
nicht stimmt, ein kurzschluss vorliegt z.B.
--> ok das mit dem opto ist mir einleuchtend... muss ja analog bleiben..
richtig...
auf diesen leitungen die ich da überprüfen möchte auf solche sachen,
werden daten übertragen... die datenübertragung ist galvanishc getrennt
vom rest der schaltung, um bei langen leitungen keine probleme mit
potenziale zu haben...
braucht man eigentlich eine Sample-Hold-Schaltung vor den AD-Wandler
(oder ist das im µC integriert), das während der messung nicht eine
spannungsschwankung auftritt, die das messergebnis verfälschen würde?
und welche art von ad-wandler sind eigentlich im normalfall in einem µC
eingebaut (also wenn nichts dabei steht) bzw. welches Verfahren wird im
µC dann angewandt?
- Flash-Wandler (Parallel-Wandler)
- Pipline Wandler
- Tracking Wandler
- Slope Wandler
- sukzessive approximation
manchmal wenn es sich um audio handelt und der Controller dafür
ausgelegt ist, stet auch Sigma-Delta-Wandler da...
wenn der AD-Wandler eine Spannung von den acht anliegenden Spannungen
auswertet, hat er dann trotzdem eine Möglichkeit auf die anderen mit
einem zweiten Auge zu schauen oder nicht?
Mir geht es darum, dass sich diese Spannungen natürlich ändern können
und ich das sofort mitgeteilt haben möchte bzw. der µC...
egal welche Spannung gerade vom ADWandler gemessen wird, muss ich die
Möglichkeit haben ein zweites Auge auf die anderen Spannungen werfen zu
können und sofort benachrichtigt werde, wenn sich diese ändern. wie über
einen Interrupt (nur hat ein µC nicht acht externe Interrupts)
Ist das überhaupt möglich?
Bernd
Lies Dir doch einfach mal im Tutorial und den Datenblättern die
entsprechenden Abschnitte durch und erkundige Dich, wie ein A/D-Wandler
arbeitet! Dann wirst Du feststellen, dass der immer nur eine Spannung
wandeln kann. Mehrere Eingänge gehen nur nacheinander.
Erich wrote:
> aber ansich ist das ganze ja nicht vom µC abhängig sondern nur vom ADC
Genau. Und Erfassung im GHz-Bereich geht nur mit Flash-ADCs. Und da
stellt sich dann zusätzlich die Frage der Verarbeitung der Daten...
Ja, wir sehen, der Gerhard sollte vielleich mal eine kleine Vorstudie zu
einem Vorprojekt machen. Danach wuesste man in welcher Richtung man
weiterdenken soll. Wie schnell sind die Signale wirklich, wie schnell
muss eine Reaktion kommen usw. Es geht um Verbrenner ... konnt's gerade
nicht mehr finden, dh irgendwas im millisekundenbereich. Ausser er will
den Verbrennvorgang aufloesen.
auf leitungen und im nanosekundenbereich.... krübbel klingt nach
Reflexionen oder Einstreuungen oder ähnlichem - die ändern sich im
nanobereich...
--> keine ahnung wenn es sich um sowas handelt, wie man das auswerten
kann - vielleicht mit so einem FLash-ADC...
Bernd wrote:
> wenn sich halt etwas auf der Leitung ändert, geht das im> Nanosekundenbereich...
Dann muss dem µC klar gemacht werden, dass er grobe Spgs.änderungen
speichern muss.........
Schön langsam würde ich bei dem Projekt zu nem Oszi raten.
Ein Analog-Oszi funktioniert fast wie ein Fernseher (aber mit
Elektronenstrahlröhre); bei einem Digital-Oszi wird natürlich mit einem
A/D-Wandler gearbeitet
naja die flash-wandler werd ich mir mal anschauen - gibt es die auch als
ICs (wie teuer sind die denn)? und über was schließt man wenn es sowas
denn gibt an einen µC an?
Gibt es sicher als IC, bezüglich Verfügbarkeit & Anschluss muss ich auf
Google verweisen....aber schätze, die sind nicht gerade billig. Für was
würdest sie denn brauchen, werden normalerweise in Oszis und
Videoanwendungen eingesetzt.
nur aus reines interesse - um ein oszi zu bauen fehlen mir noch ganz
viele kenntnisse... aber einfach um zu sehen was es gibt und wie so ein
IC aufgebaut ist und über welche Leitungen das ganze an einen µC
angeschlossen wird
Naja, du würdest aus dem ADC dann eh ein Digital-Signal heraus bekommen,
das einem µC zuzuführen wäre das geringerere Problem...ach ja, bei
Flash-ADCs wird das Signal dann in einem RAM gespeichert...aber das
müsste man sich dann wirklich genau anhand von Datasheets ansehen.