Li-Ionen-Zellen mit einer Kapazität um die 2,5Ah gibt es leicht
erhältich in der Bauform "18650". Diese Typenbezeichnung gibt
gleichzeitig die Größe der Zelle wieder: 18 mm im Durchmesser und ca.
65,0 mm hoch. Diese Bauform wird oft in den Akkupacks von Notebooks
verwendet.
Der Shop unter http://www.batteryspace.com hat eine breite Auswahl an
Akkus, Batterien, Ladegeräten usw.. Gleichzeitig findet man dort (im
Forum) Infos über die einzelnen Technologien und auf was man achten
sollte.
Ich hab mir vor ein paar Tagen auf eBay ein paar dieser Zellen (3,7V /
2400mAh) gekauft, weil eine in meine Taschenlampe mit 1W-LED passt, da
der dort genutzte Batteriehalter für 3xAAA Zellen ca. 65mm hoch ist und
23mm im Durchmesser misst.
Such auf eBay einfach mal nach "Li-Ion 18650", dann wirst Du schnell
fündig. Besorg dir da aber besser neue und nicht ausgeschlachtete Zellen
(zum experimentieren würden die aber ausreichen).
Ach ja, zum Vergleich, so eine Zelle ist ca. doppelt so groß (genauer
doppelt so hoch) wie die von Dir erwähnte Zelle mit 3,6V / 850mAh. Hat
aber rund die 3-fache Ladung intus und kostet zudem nur ca. soviel wie
eine dieser kleinen Zellen (zumindest in der C-Apotheke ;)).
Das Ladeverfahren bei Li-Ionen-Akkus ist im Prinzip einfacher als bei
NiCd/NiMH, dafür sind aber die Randbedingungen sehr wichtig, wenn einem
die Zellen nicht um die Ohren fliegen sollen.
Anfangs läd man die Zellen mit max. 1C bis die Spannung 4,1V bzw. 4,2V
erreicht. Ob es nun 4,1 oder 4,2V sein müssen hängt von der Li-Ion-Zelle
ab. Wird diese mit 3,6V angegeben gelten die 4,1V, bei 3,7V Zellen die
4,2V.
Man sollte diesen Wert tunlichst nicht überschreiten (max. um 0,1V). Das
bekommt der Zelle sonst nicht.
Sobald der Akku diese Spannung erreicht hat wird der Ladestrom sinken.
Erreicht dieser 3% der Kapazität gilt die Zelle als voll.
Man kann so eine Zelle daher mit einem geregelten Labornetzteil laden
(mach ich zur Zeit mit meinen neuen Zellen). Die Leerlaufspannung auf
4,1 bzw. 4,2V stellen (am besten mit nem Multimeter kontrollieren) und
den Strom auf max. 1C begrenzen. Wer wie ich ein etwas günstigeren
Netzteil hat sollte während des Ladens immer ein Auge auf das Multimeter
werfen (und nicht die integrierte Anzeige des LN) und gegebenfalls
nachregeln.
Wer etwas ängstlich ist, kann die Zelle z.B. auch nur bis 4,0 bzw. 4,1V
laden. Funktioniert genauso, nur ist diese dann nicht ganz voll.
Weitere Randbedingungen betreffen Tiefentladung (mögen sie nicht) und
Reihen- sowie Serienschaltung. Man sollte diese nie direkt
zusammenschalten, weder zum Laden noch zum Entladen. Für sowas gibt's
aber diverse Schutzschaltungen (Stichworte: Over- & Discharge-Protection
bzw. Balancer).
Apropos, geringere Ladeströme schonen den Akku und verlängern die
Lebensspanne ... dauert dann halt nur etwas länger bis er voll ist.
Les dich mal bei Batteryspace durch bzw. durchsuch mal das Forum hier
nach "Li-Ion". Dann biste schlauer :).
Andreas