Mikrocontroller "Propeller"

Gast #402081
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Bekommst du wenigstens etwas dafür, dass du hier Werbung dafür machst?
;-)
Nichts für ungut... Aber ich glaube nicht, dass der sooo toll ist. Aber
mit einem Sample würde ich schon einmal spielen ;-)
Gast #402083
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Nuja, mit 32bit wirbt inzwischen jede SPS - und doch sind die immer noch
um Klassen langsamer als fast jeder C-programmierte 8bit-Controller...

Ich will den "Propeller" damit nicht per se schlechtreden, ich meine
nur, dass 8 parallele Prozze nicht per se mehr Power bedeuten.
Gast #402085
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Hallo,

also:

es gibt eine Doku die ist satte 438 Seiten stark

die erklärt die Hardware, die Programmiersprache SPIN
Zu SPIN und Assembler gibt es eine Referenz

In der Doku gibt es ein Kapitel drei in dem ein kleines
SPIN-programm Stück für Stück erweitert wird um die Funktionsweise
und das Programmieren mit mehreren Prozessoren zu erklären.

Das Grundprinzip ist völlig easy

"Starte Teilprogramm X auf prozessor y und dann läuft es"

das Entwicklungswerkzeug gibt es kostenlos von parallax

es gibt ein sehr aktives Forum

es gibt bereits eine Menge fertige Programmbeispiele für alles
Mögliche

Ausserdem ist das schon irre mit mal eben drei Widerständen und 25%
Prozessorleistung und
(2 von 8 Prozessoren) dazu zu benutzen ein richtiges Fernsehbild
mit Zeichenanzeige zu erzeugen

Dieses Programmchen läuft dann völlig selbständig im Hintergund
ohne die anderen 6 Prozessoren zu beeinflussen

Ich habe mir den nackten Prozessor gekauft und dann auf einem
Steckboard die Resetschaltung (Widerstand + Transistor) und
Schnittstellenwandler RS232 sowie eine LED aufgebaut.

ACHTUNG der Chip läuft mit 3,3V ! Deshalb spezieller RS232-Pegelwandler
erforderlich.

Nach dieser Hürde

Einmal Taste F7 (Prozessor erkennen)
mit Taste F10 erstes Demo-Programm übertragen
LED blinkt
#402086
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Ich fand auch, dass es recht umfangreich war. Auch die
Programmiersprache und die IDE war verständlich.

Was mir fehlt sind mehr I/O-Pins und ein Scheduler, der ein einzelnes
Programm auf die verschiedenen Prozessoren aufteilt. Von mir aus auch
statisch. Ansonsten besteht das ganze Ding nämlich leider nur aus 8
Mikrocontroller, die sich die I/O-Leitungen teilen müssen.

Das dazu.

Günther
Gast #402087
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Hallo

Was Stefan gesagt hat hört sich ja echt interessant an. Die Frage ist
halt: Wo und wie teuer bekommt man das Ding? Da bin ich mit den AVRs
halt schon sehr zufrieden - die gibts überall und sie sind günstig.

Auf der anderen Seite bleibt die Frage: Sind 8 Kerne mit der Peripherie
eines Controllers nicht falsch dimensioniert? Wenn ich ein so
aufwändiges Projekt habe, dass 8 Cores ausnützt, dann werde ich wohl
auch eine Menge I/Os nutzen. Oder aber ich habe eine äusserst
rechenaufwändige Software, aber dann nutze ich wohl eher einen ARM. Und
wenn ich mal wirklich 2-3 gleichzeitig laufende Prozesse brauche, dann
besteht immer noch die Möglichkeit, mehrere AVRs zu verwenden - die
dann auch entsprechende I/Os mitbringen. Nur meine kleine Überlegung.

Gruss

Michael
Gast #430917
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Nun, die Idee hinter dem Teil ist, statt dediziertes Silizium für
Spezialfunktionen zu verwenden, die dann oft brachliegen (SPI, I2C,
RS232, usw.), dieses jeweils von einem der Prozessoren erledigen zu
lassen.
Das hat man schon damals bei den SX Chips probiert ('virtual 
peripheral'), aber eher mit weniger Erfolg, weil der eine Prozessorkern 
dann doch mit mehreren gleichzeitigen Funktionen überlastet war.
Aber hier mit echten Parallelprozessoren könnte das wirklich was
werden. Beeindruckend, mit nur 2 Kernen ein Videobild zu generieren.

Interessanter Link:
http://www.xgamestation.com/media/hydra_sml_annotated_01.jpg

Die machen mit nur einem Propellerchip eine komplette Spielkonsole.

Beispiele hier:
http://www.xgamestation.com/media/xracer_640_480_ss01.jpg
http://www.xgamestation.com/media/hydra_tinybasic_640_480_ss01.jpg

Witzig.

Interessant sind auch Anwendungen in der Robotik.
Sicherlich nett, für jede Funktion eines selbstfahrenden Roboters
einen eigenen Prozessor zu haben.
Ich bin mal gespannt, ob die Rechenleistung eines einzelnen Kerns
ausreicht, um komplexe Funktionen wie z.B. USB oder CAN zu realisieren.
Ist sicherlich möglich, denn auch ein 12MHz AVR kann ja schon lowspeed
USB.
Sicherlich werden wir noch einige interessante Anwendungen sehen.
Wenn Parallax aber keine professionellen Entwicklungstools hinbekommt,
dann wird das immer ein Nischenprodukt für Bastler bleiben.
Es gibt ja nicht mal ein richtiges Datenblatt.

Gruß
Erik

#444178
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Hallo,

ich konnte es nicht lassen und hatte mir gleich mal einen Propeller zum 
spielen besorgt. Alleine die Möglichkeit eine Frequenz zwischen 1Hz und 
128MHz mit 1Hz Auflösung zu erzeugen fand ich sehr beeindruckend, dazu 
wird einfach nur ein Register gesetzt (Set and Forget).

Sicherlich hat jeder Controller Vor- und Nachteile und letztlich 
entscheidet die Anwendung was zur Verwendung kommt. Der Propeller 
fasziniert mich nach wie vor und fordert mich heraus mal wieder 
umzudenken und neue Wege zu gehen.

Mittlerweile habe ich aufgrund des großen Interesses in meinem 
Bekanntenkreis ein kleines Entwicklungsboard fertigen lassen, dass ich 
als Bausatz anbiete.

Falls interesse besteht bitte kurze Info an mich.

Viele Grüße
Uwe

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