Gast
#3685022
Moin,
im Rahmen meines Studiums wollte ich mittels eines mathematischen
Modells den Einfluss einzelner Verbraucher (insgesamt sechs Typen mit
einer Stückzahl von ca. 4000) auf die 400-V-Spannung einer größeren
elektrischen Anlage untersuchen. Da mir keine anderen Mittel zur
Verfügung standen, lasse ich die entstandene Verzerrung der
Versorgungsspannung (bedingt durch die Verbraucherströme bis zur 40.
Ordnung und den frequenzbedingten Letungsimpedanzen) an der
Hauptstromschiene mittels eines VBA-Makros und einer Excel-Datei
berechnen, was zu meiner vollsten Zufriedenheit funktioniert.
Nun wollte ich im nächsten Schritt den Transformator meiner Anlage in
die Rechnung einbeziehen (da dieser wohl einen höheren Einfluss auf die
Spannungsverzerrung hat, als die Leitungsimpedanzen meiner
Stromschiene). Da mir jedoch in der Anlagentechnik die nötige Praxis
fehlt und ich nicht weiß, ob ich mir die Rechnung des sekundärseitigen
Blindwiderstands zu leicht mache, würde mich interessieren ob die
folgende Rechnung richtig ist:
Geg. (Herstellerangaben):
Schaltgruppe: Dyn11yn11
Leistung: 1100 kVA
Spannung: 11kV/400V
uk: 7%
R (prim): 1,06 Ohm (22°C)
R (sek): 0,6 mOhm (22°C)
Ikk (prim): 780 A
Ikk (sek): 19,01 kA
ges.: X (sek)
Berechnung (sekundärseitig):
Z = (Usek * uk) / Ikk
= (400V * 0,07) / 19,01 kA
= 1,47 mOhm
=> X = Wurzel(Z^2 - R^2)
= Wurzel(1,47^2 - 0,6^2) * 1 mOhm
= 1,34 mOhm
Wie bereits beschrieben soll die Simulation vorerst nur sekundärseitig
erfolgen, d.h. hinter dem Wirkwiderstand und dem Blindwiderstand
befindet sich eine ideale Spannungsquelle, welche die Anlage mit jeweils
230 V je Phase (unter der Berücksichtigung der einzelnen
Phasenverschiebungen zwischen den drei Phasen) versorgt.
Da ich den Blindwiderstand eines solchen Trafos höher eingeschätz hatte
(vlt. das Vierfache gegenüber dem Wirkwiderstand), würde ich mich über
eine Bestätigung meiner Berechnung sehr freuen.
VG,
Matthias