Hi, für meine Werkstatt will ich mir einen Schrauber anschaffen. Nimmt
man einen Druckluftschrauber oder lieber besser einen mit Akkubatterie?
Es gibt ja inzwischen auch Schrauber mit Akkus. Sind die besser als mit
Druckluft, weil man dann keine Leitung mehr braucht?
Wenn eines von beiden klar besser wäre als das andere, wäre das andere
nicht verbreitet.
Es kommt natürlich auch hier auf den Anwendungsfall an.
Troll.
Ich nehm mal an du meinst einen Schlagschrauber.
Wenn du schon einen Kompressor hast, dann kriegst du bei der
Druckluftlösung für einen Bruchteil des Preises die gleiche Leistung bei
wsl. längerer Lebenserwartung. Keine leeren Akkus und keine überhitzten
Motoren. Dafür ziehst du halt immer den Schlauch hinter dir her.
Wenn du noch keinen Kompressor hast, dann lohnt mMn. die Anschaffung in
Zeiten von Lithiumakkus und Brushlessmotoren nicht mehr...
Nachtrag: Bei manchen Anwendungen ist das fehlende Bürstenfeuer bei
Druckluft ein großes Argument. Brushless gibt es noch nicht lange genug,
dass es dort Einzug gehalten hätte.
nicht so schrieb:> Es kommt natürlich auch hier auf den Anwendungsfall an.
Kommt auf die Benutzung an. Wenn Du schon Pressluft liegen hast ist die
Sache ziemlich klar. Für unterwegs ist der Akkuschrauber mit Li-Akku
eine schöne Lösung, so lange der Akku voll ist. Für meine Räder
bevorzuge ich allerdings einen Elektroschrauber mit 230V~, da ich keine
Lust habe regelmäßig Akkus zu kaufen.
Wenn es passieren kann, dass das Werkzeug 6 Monate nicht benutzt wird,
sind Akkus tot.
Druckluft funktioniert dann immer noch - ohne neue Akkus, auf die das
gleiche Schicksal waretet.
wendelsberg
G.Ast schrieb:> LiIo-Akkus sind nach 6 Monaten nicht tot.
Es ist wie mit den schmutzigen Tassen in der Kaffeeküche. Wenn man den
Akkuschrauber braucht, sind die Akkus leer, weil eine faule Socke ihn
nicht rechtzeitig wieder geladen hat.
G.Ast schrieb:> LiIo-Akkus sind nach 6 Monaten nicht tot.
Wenn man sie 6 Monate randvoll oder komplett leer lagert, nehmen die
einem das sehr übel. Bei Werkzeugakkus kommt das auch vor
suche Lösung für Werkstattschrauber schrieb:> Hi, für meine Werkstatt will ich mir einen Schrauber anschaffen. Nimmt> man einen Druckluftschrauber oder lieber besser einen mit Akkubatterie?> Es gibt ja inzwischen auch Schrauber mit Akkus. Sind die besser als mit> Druckluft, weil man dann keine Leitung mehr braucht?
Wozu ?
Um viele leichtgängige Schrauben reinzudrehen ?
Oder um schwergängige Schrauben rauszubekommen ?
Dann unterschätze nicht die nötige Kraft.
Mit 300Nm Baumarkt-Beigabe-Schlagschraubern braucht man das gar nicht
anzufangen, die bekommen keine Schraube los, die man nicht auch selbst
lösen könnte. Eher 600 oder 900Nm sollten die haben, das schaffen
Akkuschlagschrauber nicht mal ansatzweise.
Oder willst du nur einen Akkuschrauber (ohne Schlag) ? Der heisst
Akkuschrauber, weil er auf Akkus basiert. Für grosse Schrauben (16cm
lange für Dachbalken) nehm ich trotzdem den 1000W Bohrhammer, der sich
erstaunlich feinfühlig regeln lässt.
wendelsberg schrieb:> Wenn es passieren kann, dass das Werkzeug 6 Monate nicht benutzt> wird, sind Akkus tot.> Druckluft funktioniert dann immer noch - ohne neue Akkus, auf die das> gleiche Schicksal waretet.
Das allerdings ist wahr, hier liegt Druckluftzeugs das sicher schon 30
Jahre alt ist, selten benutzt (z.B. Farbsprühpistole, Nadelentroster)
aber wenn man es braucht, wird es funktionieren. Man hätte schon 6
Akkupacks neu gekauft und jedesmal nur 1 x benutzt. Druckluft ist
einfach nachhaltiger. Na ja interessiert in der Konsumterrorwelt keinen
mehr, Hauptsache man hat das modischte Zeugs gekauft, egal wie nutzlos
es ist.
Wenn es ums Schrauben am PKW geht, dann reicht so ein "400 Nm"
Druckluftschlager für ~50€ für erstaunlich viel. Normalerweise sind die
Schrauben rundgerostet bevor die zu fest sind.
Für die richtig fiesen Dinger die mehr aus Rost als aus Metall bestehen
ist ein Druckluftmeissel oft die bessere Wahl.
Hallo
natürlich einen Akku Schlagschrauber von Bosch blau oder Makita oder...
Super handlich und kein nervender Schlauch mehr. Reicht auch für
Radmuttern.
Und vor allem überall einsetzbar.
Preis grob um die 200..
Mein Makita 250Nm Schlagschrauber hat zwar jede Radmutter los bekommen,
hat aber oft mehrere Minuten dafür gebraucht. Der Nachfolger ist seit
Jahren ein 500Nm noch ohne Brushless Motor von Makita, für das 18V
System habe ich sehr viel Werkzeug, so das die Akkus selten mehrere
Wochen nicht genutzt werden. Neben Flex, Bohrhammer, Akkuschrauber,
Akkuschlagbohrmaschine, Handkreissäge, Säbelsäge und Bauscheinwerfer,
sind auch Staubsauger und DAB+ Radio im Einsatz. Den Pressluftschrauber
habe ich seit Jahren nicht mehr genutzt.
MfG
Michael
Habe mir vor etwa einem Jahr en Makita DWT1002 gekauft, der hat mehr
Power als die Presslouft-Profi-Schlagschrauber, die normalerweise in den
KFZ-Werkstätten herumliegen. Die Akkus werden regelmässig verwendet, da
ich mehrere Makita 18V Geräte habe. So reduziert man die Kosten etwas,
da die Geräte ja nicht so teuer sind, aber die Akkus und Ladegeräte ins
Geld gehen.
Für einen ordentlichen Pressluftschrauber, braucht man nicht nur einen
leistungsfähigen Kompressor mit großen Tank, sondern auch entsprechend
kurze und dicke Leitungen, da ansonsten beim Schrauber nicht viel
ankommt.
Christian_RX7
Kein Schlauch hat natürlich viel Charme, aber folgendes sollte man auch
bedenken:
Makita DWT1002 1000Nm, 3,7kg, 230 Euro
HAZET Twin Turbo Schlagschrauber 9012TT 2200Nm, 1,6kg, 200 Euro
Lebensdauer Akku Gerät 5 Jahre, dann ist normalerweise ein neuer Akku
fällig.
Lebensdauer Druckluftgerät 20-40 Jahre
Falls es nur (oder hauptsächlich) um das halbjährliche Wechseln der
Räder geht.
Ich habe mir früher immer eins abgebrochen mit Radkreuz und Rohr als
Verlängerung.
Seit ich einen 3/4" Ratschensatz und ein Reduzierstück von 3/4 auf 1/2"
habe geht jede Schraube feinfühlig und leicht auf.
Und auf den 3/4 Zoll Knebel könnte man problemlos noch ein Rohr als
Verlängerung stecken.
Aber ein Schlagschrauber ist natürlich handlicher.
Michael B. schrieb:> Die Ratsche wird überlastet.
Ich sagte ja Knebel. :-)
Bis jetzt habe ich auch bei meinem alten Traktor noch keine Verlängerung
gebraucht. Die 3/4" Werkzeuge sind eine ganz andere Liga und halt auch
doppelt so lang wie 1/2".
Das Reduzierstück ist vergüteter Stahl, in Verbindung mit
Schlagschraubernüssen geht das gut.
suche Lösung für Werkstattschrauber schrieb:> Hi, für meine Werkstatt will ich mir einen Schrauber anschaffen.
Wieder so ein Fragesteller:
Ich suche ein Auto, welches soll ich kaufen?
Auf deine dürftige Information will ich dir trotzdem etwas präziser
antworten.
Wenn deine Werkstatt nicht sehr gross ist, dann wird dich die
Lärmentwicklung eines Kompressors und Druckluftwerkzeuges ganz schnell
schwerhörig werden lassen.
Es kommt jetzt auch auf die Art der Werkstatt an, arbeitest du
überwiegend mit "dicken" Schrauben und schwerem Gerät, oder nur um eine
Elektroniker-Werkstatt.
Welche Schraubengrössen sollen geschraubt werden?
Wie häufig wird das Werkzeug benötigt?
Kotz dich aus!
suche Lösung für Werkstattschrauber schrieb:> Wie groß sollte denn so ein Druckluftvorratstank sein? Reichen so 50l> aus oder sollte man eher mehr nehmen? Und was für ein Druck ist so gut?> Reichen so 8 bar aus?>> Ich liebäugel mit dem Gerät hier:
Ach so ein Spielzeug meintest du mit Schrauber. Da reichen auch 20l.
Gross sollte der Drucklufttank für Farbsprühpistolen und Sandstrahlen
sein. Beim Schrauben eher weniger wichtig. 10bar find ich besser als
8bar.
Die Kombination aus billigem Druckluftwerkzeug und Kompressor ohne
Kältetrockner gibt ggf. eine recht kurze Lebensdauer. Auch bessere
Geräte wollen schon lieber trockene Luft um wirklich eine lange
Lebensdauer zu erreichen.
Für den Dauerbetrieb braucht man auch einen größeren Kompressor - sonst
heißt es halt 10-30 Sekunden Arbeiten und dann erst mal Pause.
Der Wirkungsgrad des System Kompressor - Luftmotor ist oft so im Bereich
5% (ggf. auch mal 10%). D.h. für eine etwa 250 W Maschine im
Dauerbetrieb braucht es eine Kompressor mit ca. 5 kW.
Lurchi schrieb:> Der Wirkungsgrad des System Kompressor - Luftmotor ist oft so im Bereich> 5%
Dafür produziert er Druckluft.
Brauche ich ständig.
Wohl 80% mit Ausblaspistole "nur das Modell mit langem Düsenrohr" alles
sauber pusten, von Drehbank über Bandsäge bis Werkstattregale.
8% wird Reifenaufpumpen sein.
Und 1% Druckluftnagler (Tacker).
Den Rest teilen sich nur gelegentlich verwendete
Druckluftschlagschrauber, Sprühpistole, Entroster.
Aber wenn man sie braucht, dann braucht man auch ordentliche. Die
beigelegten '300Nm' Billiggeräte hab ich alle schon entsorgt weil sie
die Schraube nicht los bekamen, die Farbe nur so rausgesplattert hatten,
und einen dicken Schlagschrauber, eine SATA HVLP Pistole und einen
ordentlichen Nagelentroster und Beo 50mm Tacker gekauft. Dann geht die
Arbeit leicht von der Hand. Wobei Sandstrahlen mir immer noch Probleme
macht, trotz Hartmetalldüse. Achso, Plasmaschneider freut sich auch über
Druckluft.
Ich habe mir einen Hazet Schlagschrauber gegönnt. Der 1/2 Zöller hat ein
Lösemoment von 1600-1800 Nm (genauen Wert kann ich jetzt aus dem Kopf
nicht sagen, findet sich aber im WWW).
Damit lassen sich Arbeiten wie Räderwechsel auch vernünftig durchführen
ohne das dicke Backen aufkommen.
Dazu habe ich noch 20 Euro für eine Drehmontbegrenzte Schraubernuss
ausgegeben. Damit lassen sich die Radschrauben mit dem Schlagschrauber
anziehen ohne die Schraubbolzen zu überlasten.
Hi!
Wenn Druckluft dann 150 Liter Kompressor mit 10bar im Nachbarraum
aufstellen. Meiner hat als Unterlage an jedem Fuß ein altes Domlager,
das dämpft schon einige Resonanzen. Bei meinem vibrierte das
Schutzgitter nervig, also weg damit. In der hintersten Ecke neben einem
Regal stört das nicht.
Druckluftwerkzeug alles vom ordentlichen Schlagschrauber (Hazet 150€
Klasse), -3M Bristledisc-Schleifer und ganz besonders die
Ausblaspistole.
Für den Alltagsgebrauch gabs noch nen Würth 1200 Nm Akkuschlagschrauber,
ist beim Räderwechsel oder Arbeiten unterm Auto einfach handlicher. Der
reicht auch für Antriebswellenschrauben. Falls er doch mal aufgibt,
gibts den LKW Schlagschrauber vom Nachbarn oder das 2m Rohr mit Knebel.
Druckluftratschen wie oben im Link taugen nur zum Zusammenbauen,
zusätzlich muss alles nochmal nachgezogen werden. Dafür reicht aber im
Prinzip auch ein normaler Akkuschrauber mit 4-Kant Adapter.
Und vergiss nicht, das du noch 3 Drehmomentschlüssel brauchst: den vom
Discounter zum Räder anziehen und notfalls lösen, den geeichten 1/2"
Gedore oder Hazet 40-210 Nm für Zylinderkopfschrauben und den 1/4" Hazet
10-50 Nm für Ölwannen u d Ventildeckel.
VG
Matthias
Hallo Matthias B.,
Matthias B. schrieb:> Für den Alltagsgebrauch gabs noch nen Würth 1200 Nm Akkuschlagschrauber,> ist beim Räderwechsel oder Arbeiten unterm Auto einfach handlicher. Der> reicht auch für Antriebswellenschrauben. Falls er doch mal aufgibt,> gibts den LKW Schlagschrauber vom Nachbarn oder das 2m Rohr mit Knebel.> Und vergiss nicht, das du noch 3 Drehmomentschlüssel brauchst: den vom> Discounter zum Räder anziehen und notfalls lösen, den geeichten 1/2"> Gedore oder Hazet 40-210 Nm für Zylinderkopfschrauben und den 1/4" Hazet> 10-50 Nm für Ölwannen u d Ventildeckel.
ein Extra-Billig-Drehmomentschlüssel zum Lösen von Rädern?
Du schriebst doch oben, dass Du einen Akkuschlagschrauber hättest?!
Es reichen zwei Drehmomentschlüssel, der Gedore von 10-100 Nm in 1/2''
und der von Hazet von 60-320 Nm in 1/2'', damit kann man auch bei mir
die Kurbelwellenmutter festziehen.
50Nm mit einem Drehmomentschlüssel in 1/4'' stelle ich mir sehr
anstrengend vor, oder vertue ich mich?
Muss ja nicht alles Hazet und Gedore sein.
Bei mir wütet "the Beast". Ist von Rodcraft und hat angeblich 1250Nm
Lösemoment. Liegt Preislich aber auch in der Liga 150+
Wo das billige beiliegende Zeug wie aber auch nen günstiger Metabo schon
an Radmuttern verrecken, reicht das Teil auch um Achsmuttern oder Sachen
am Trecker los zu orgeln.
Drehmomentschlüssel wie auch Ratschen sind hier fast durchgehend Proxxon
in 1/4 und 1/2 Zoll. Der Standardkasten für alles hat jetzt 17 Jahre auf
dem Buckel.
Spezialnüsse sind von der Marke her querbeet, was beim jeweiligen
Werkzeughändler gerade da ist.
Und für so Sachen wie Radlagerauszieher, Rohraufweiter und dergleichen
funktionieren auch die chinesischen Sets für 50 Euro im roten oder
blauen Koffer.
Es geht ja nicht um
Und da ward der Button erwischt...
...gewerblichen Einsatz.
Achso, der Drehmomentschlüssel bis 300nochwas Nm ist auch NoName. Für
nen vernünftigen Preis gabs da nix, und den brauch ich eigentlich auch
nur für Achsmuttern und dergleichen.
Michael B. schrieb:> Mit 300Nm Baumarkt-Beigabe-Schlagschraubern braucht man das gar nicht> anzufangen, die bekommen keine Schraube los, die man nicht auch selbst> lösen könnte. Eher 600 oder 900Nm sollten die haben, das schaffen> Akkuschlagschrauber nicht mal ansatzweise.
Milwaukee M18 ONEFHIWF1 ;-) 2400Nm Lösemoment mit Akku
Peter M. schrieb:> ein Extra-Billig-Drehmomentschlüssel zum Lösen von Rädern?> Du schriebst doch oben, dass Du einen Akkuschlagschrauber hättest?!>> 50Nm mit einem Drehmomentschlüssel in 1/4'' stelle ich mir sehr> anstrengend vor, oder vertue ich mich?
Hi!
Manchmak ist eben doch der Akku leer oder man muss Sonntag abend noch
schnell Räder wechseln. Da finden es meine sonst sehr toleranten
Nachbarn auch nicht toll, wenn der Schlagschrauber rattert.
50 Nm mit 1/4" geht, ist ja auch eher für die feinen Sachen, die man
"früher" nur mit Gefühl ausm Handgelenk fesrgezogen hat.
VG