Hallo,
wie schon in dem anderen Thema geschrieben habe ich mir eine externe
Festplatte gekauft(LaCie Minimus). Laut HDTune ist da eine
ST2000DL001-9VT156 verbaut. Leider findet man zu dieser Platte sehr
wenig.
Mir geht es jetzt Konkret um die 4KB Sektor Problematik. Ich habe die
Platte mit dem Tool, welches vorinstalliert war formatieren lassen. Disk
Part zeigt mir jetzt aber ein Offset von 1024 an.
Zu der Platte habe ich nur das gefunden:
http://hdd-compare.com/en/seagate/2tb/st2000dl001
Hier steht etwas, dass die Platte 4kb Sektoren hat, wie vermutlich die
meisten 2TB Platten. Welchen Nachteil bringt es mir jetzt, wenn die
Platte mit 1kB Sektoren formatiert ist? Also wäre es besser, sie nochmal
von Hand auf 4kb zu trimmen?
Gruß
Konrad schrieb:> Hmm....also wie soll ich die Platte den jetzt am besten Formatieren?
Das allein wird nicht helfen. Zum korrekten Alignment muss vorher auch
entsprechend partitioniert werden.
Kann man herausfinden, ob das korrekt durchgeführt wurde? Eigentlich
sollte man ja davon ausgehen können, dass die Software, die das erledigt
hat, es korrekt gemacht hat.
Kann man rausfinden, aber dazu muss man erst einmal rausfinden mit
welchem System du arbeitest.
XP: Zubehör - Systemprogramme - Systeminformationen - Komponenten -
Speichergeräte - Datenträger - Partitionstartoffset. Sollte durch 4096
teilbar sein.
Konrad schrieb:> Kann man herausfinden, ob das korrekt durchgeführt wurde? Eigentlich> sollte man ja davon ausgehen können, dass die Software, die das erledigt> hat, es korrekt gemacht hat.
Nein. Ab Windows Vista wirds für diese Platten richtig gemacht.
Partitionierst Du mit XP oder früher, werden diese Platten langsam.
Ein Mac machts ohnehin immer richtig.
fchk
Frank K. schrieb:> Nein. Ab Windows Vista wirds für diese Platten richtig gemacht.> Partitionierst Du mit XP oder früher, werden diese Platten langsam.> Ein Mac machts ohnehin immer richtig.
wenn es nicht gerade USB 3.0 oder eSATA ist, dann spielt die
geschwindigkeit von der Festplatte überhaupt keine rolle.
Die Frage ist ob da eine Fehleinstellung nur zu langsameren Lesen (dann
stimmt das Argument von Peter) oder zu zusaetzlichen Seeks fuehrt (damit
bekommst Du die Platte sogar an USB 1.1 langsamer).
Es führt zu langsamerem Schreiben, weil bei unpassend justierten Daten
die 4K-Sektoren erst gelesen werden, dann im Speicher der Platte mit den
zu schreibenden Daten kombiniert und anschliessend zurück geschrieben
werden. Da ist naturgemäss eine Umdrehung dazwischen, d.h. es dauert
dementsprechend länger.
Bei grossen Datenmengen ist das wenig relevant, bei vielen kleinen
Schreibzugriffen allerdings schon und da könnte es auch bei USB 2.0
bemerkbar sein.
Also ich verwende Windows 7 und die Platte hat USB 3.0. Noch haen meine
Computer jeodch noch alle USB 2. Aber ich habe keine Lust, wenn ich neue
Hardware bekomme alles nochmal neu zu partitionieren.
Hier die Auszüge für die Platte:
1
Beschreibung Laufwerk
2
Hersteller (Standardlaufwerke)
3
Modell ST2000DL 001-9VT156 USB Device
4
Bytes pro Sektor 512
5
Geladene Medien Ja
6
Medientyp Wechselmedien
7
Partitionen 1
8
SCSI-Bus Nicht verfügbar
9
SCSI-LUN Nicht verfügbar
10
SCSI-Anschluss Nicht verfügbar
11
SCSI-Zielkennung Nicht verfügbar
12
Sektoren pro Spur 63
13
Größe 1,82 TB (2.000.396.321.280 Bytes)
14
Zylinder insgesamt 243.201
15
Sektoren insgesamt 3.907.024.065
16
Spuren insgesamt 62.016.255
17
Spuren pro Zylinder 255
18
Partition Datenträgernr. 1, Partitionsnr. 0
19
Partitionsgröße 1,82 TB (2.000.396.746.752 Bytes)
20
Partitionstartoffset 1.048.576 Bytes
Kann ich jetzt einfach in TrueCrypt für die Verschlüsslung wählen:
"Verschlüsseltes Volumen erstellen und es formatieren". ALso nachdem ich
die Partition ausgewählt habe? Also hängt es nur davon ab, ob die Platte
Richtig ausgerichtet ist, wenn sie korrek Partitioniert ist?
Ok ich bin gerade am Einstellen der Verschlüssung mit TrueCrypt. Da kann
ich jetzt das Dateisystem auswählen. Da nehme ich denke ich NTFS und
dann Cluster laut Deutscher Übersetzung. Das dürfte die Sektorgröße
sein. Das steht jetzt im Moment auf Vorgabe. Soll ich da 4kB auswählen?
Wäre die Frage, ob Truecrypt die Positionen exakt durchreicht, oder
seinerseits irgendwelche nicht n*4KB grosse Verwaltungsinfo vorweghängt
und damit wieder alles durcheinander bringt.
Ich habe jetzt einfach mal Vorgabe eingestellt. 18 Stunden Restlaufzeit
:-). Wäre das mit Schnellformatierung wesentlich schneller gegangen? Die
Platte ist sowieso neu.
Konrad schrieb:> Wäre das mit Schnellformatierung wesentlich schneller gegangen? Die> Platte ist sowieso neu.
ja - maximal 10 sekunden.
Das Formatieren von Windows ist eh nur ein Lesen, damit wird nur
sichergestellt das jeder Sektor lesbar ist. Brich es ab und mach eine
schnellformatierung.
Gut. Jetzt war es sofort fertig und funktioniert auch. Jetzt noch ein
paar Fragen.
Wie prüfe ich jetzt, ob beim Formatieren die richtige Sektorgröße
verwendet wurde?
Dann beim Mounten wird gefragt, ob Passwort bzw. Schlüsseldatei im Cache
abgelegt werden sollen. Sollte man das aktivieren, oder deaktiviert
lassen?
Dann ist natürlich unschön, dass die Festplatte 2x im Arbeitsplatz
auftaucht bzw. einmal, wenn sie noch nicht gemountet wurde als
unformatiert angezeigt wird. Da muss ich mich mal schlau machen, wie man
das Laufwerk verstecken kann.
Weiterhin stellt sich mir die Frage, ob es möglich ist einen Automount
durchzuführen, also dass ich zur Passworteingabe aufgefordert werde,
sobald die Platte angesteckt wird.
Konrad schrieb:> Dann ist natürlich unschön, dass die Festplatte 2x im Arbeitsplatz> auftaucht bzw. einmal, wenn sie noch nicht gemountet wurde als> unformatiert angezeigt wird. Da muss ich mich mal schlau machen, wie man> das Laufwerk verstecken kann.
einfach keinen Buchstaben im der Datenträgerverwaltung zuweisen.
> Wie prüfe ich jetzt, ob beim Formatieren die richtige Sektorgröße> verwendet wurde?
chkdsk zeigt es an
Peter II schrieb:> einfach keinen Buchstaben im der Datenträgerverwaltung zuweisen.
Das habe ich mir auch gedacht. In meinem Admin Konto habe ich den
Laufwerksbuchstaben gelöscht, aber in meinem Eingeschränkten Konto ist
er noch da. Und da komme ich ja wegen mangelnder Admin Rechte nicht in
die Datenträgerverwaltung.
Konrad schrieb:> Die Platte ist sowieso neu.
Also mußt du sowieso einen kompletten Check machen. Das würde ich aber
nicht über die Formatierung, sondern per SMART Extended Self Test
machen.
A. K. schrieb:> Kommandozeile öffnen,> chkdsk d:> eingeben.
Was ist davon jetzt Relevant? Ich vermute: 4096 Bytes in jeder
Zuordnungseinheit. Sollte also passen...
Rolf Magnus schrieb:> Konrad schrieb:>> Die Platte ist sowieso neu.>> Also mußt du sowieso einen kompletten Check machen. Das würde ich aber> nicht über die Formatierung, sondern per SMART Extended Self Test> machen.
Geht dieser Test auch Problemlos mit einer Externen Platte? HT Tune
Zeigt zumindestens unter Health nichts an. Es gibt dort aber einen Error
Test. Der Dauert aber ohne Quick Scan auch eine ganze Weile.
Konrad schrieb:> Ich vermute: 4096 Bytes in jeder> Zuordnungseinheit. Sollte also passen...
Eine "Zuordnungseinheit" (Cluster) besteht aus mehreren Sektoren, die
Angabe der Clustergröße lässt keinen Rückschluss auf die verwendete
Sektorgröße zu.
Die tatsächliche von Windows genutzte Sektorgröße beträgt weiterhin 512
Byte.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Eine "Zuordnungseinheit" (Cluster) besteht aus mehreren Sektoren, die> Angabe der Clustergröße lässt keinen Rückschluss auf die verwendete> Sektorgröße zu.
Ihm ging es m.E. eher um die Frage, ob das NTFS passend zu den
physikalischen 4K-Sektoren der Platte angelegt wurde.
Die physikalische Sektorgrösse kriegt man je nach Platte überhaupt nicht
raus, bzw. nur per Benchmark. Manche Disks sind so freundlich, sie über
das entsprechenden Kommando zu verraten. Andere tun auch dort so, als
wären es 512 Bytes.
A. K. schrieb:> Ihm ging es m.E. eher um die Frage, ob das NTFS passend zu den> physikalischen 4K-Sektoren der Platte angelegt wurde.
Das mag ja sein, aber die Information, daß NTFS mit 4-kiB-Clustern
arbeitet, lässt auch darauf keinen Rückschluss zu.
Das tut NTFS nämlich standardmäßig, egal wie groß oder wie klein die
verwendete Festplatte ist. Zwar kann man auch andere Clustergrößen
vorgeben, aber das wird nicht empfohlen, da die Speicherverwaltung
ebenfalls mit 4 kiB-Blöcken arbeitet. Bei kleineren Clustern können also
performancemindernde Effekte beim Zugriff auf memory mapped files
auftreten, bei größeren Clustern gibt es keine Datenkompression im
Dateisystem.
Um also Herrn Ford zu zitieren: Mit NTFS kann man jede beliebige
Clustergröße verwenden, sofern sie 4 kiB beträgt.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Die tatsächliche von Windows genutzte Sektorgröße beträgt weiterhin 512> Byte.
ich glaube nicht, windows muss sich auch an der Festplatte orientieren.
Wenn die festplatte 4k Sektoren hat und diesen auch meldet dann muss
windows sie auch nutzen, sonst hätte man ja nur noch 1/8 der Kapazität.
Der Herstellen vermeidet es aber auf 4k öffentliche sektorgröße
umzustellen weil es noch genug alte Systeme gibt die damit nicht umgehen
können.
Peter II schrieb:> ich glaube nicht, windows muss sich auch an der Festplatte orientieren.> Wenn die festplatte 4k Sektoren hat und diesen auch meldet dann muss> windows sie auch nutzen
Die Betonung liegt hier auf wenn. Da normale* PCs nicht von
Festplatten mit anderen Sektorgrößen als 512 Byte booten können, ist
praktisch immer eine 512-Byte-Emulation aktiv.
Wobei ernstgemeinte Windows-Versionen schon lange auch mit anderen
physikalischen Sektorgrößen klarkommen; so gab es MO-Laufwerke (erinnert
sich noch wer?) mit 2-kiB-Sektoren, und die ließen sich ohne weitere
Treiberunterstützung nutzen. Allerdings nicht als Bootmedium.
*) PCs mit herkömmlichem BIOS. (U)EFI-Systeme haben die Chance, sich da
anders zu verhalten, wie es Intel-Macs schon seit 2006 tun.