Die Erfahrung und das Datenblatt sagen da Verschiedenes.
Nach meiner Erfahrung sind die Ausgänge eines atmega8 kurzschlussfest
gegen Null oder 5V, jedenfalls habe ich noch nie einen Kontroller
dadurch gekillt. Ich, Bastler, kann es darauf ankommen lassen.
Das Datenblatt sagt etwas Anderes, gibt einen Grenzwert von I an.
Der Innenwiderstand Ri, wenn man den I/O als Spannungsquelle benutzt,
liegt im -zig-Ohm-Bereich. Gegen einige mA Last wäre da nichts
einzuwenden. Die Stabilität, die Vcc hat, wird aber durch Ri zunichte
gemacht.
Es gibt aber viele IC's, die nicht so hohe Ansprüche an die Stabilität
von Vcc stellen, die könnte man schon so versorgen.
Stützkondensatoren sind wegen des Ladestroms problematisch. Ein
Stützkondensator von 0,1 uF ergibt mit Ri von etwa 40 Ohm eine
Zeitkonstante von 4 us. d.h. der Ladestrom fließt nur sehr kurze Zeit.
Das könnte der I/O wohl aushalten.
einige uF (Elko) wären aber zu groß.
Da müsste man etwa 100 Ohm zwischen I/O und Pufferkondensator schalten.
Ein anderes Problem ist das Rückspeisen, wenn die Betriebsspannung des
Kontrollers ausbleibt. Der Rückstrom über die Schutzdioden wird wohl zu
groß.
Aber gerade dann schaltet womöglich brown-out ein und macht den Eingang
hochohmig. Die ganze Entladung des Stützkondensators muss dann über die
Schutzdioden laufen.
Da müsste man dafür sorgen, dass Vcc des Kontrollers langsam sinkt.