>Ich sehe immer mal wieder Schaltungen, in denen bei ICs statt eines
>Abblockkondensators ein einfacher Tiefpassfilter eingesetzt ist bei den
>Versorgungsanschlüssen . Vorrangig bei OVs. Bringt das etwas oder macht
>es auch ein Kondensator? Wie gestaltet ihr eure Schaltungen an dieser
>Stelle?
Ich verwende fast immer RC-Filter in den Versorgungsspannungen von
OPamps. Den Widerstand wähle ich zwischen 10R und rund 100R. Bei
gemischt analogen und digitalen Schaltungen mache ich das teilweise auch
bei den digitalen Chips. Wegen der geringeren erlaubten Spannungsabfälle
wähle ich den Widerstand hier aber viel kleiner, so rund 1R...4R7.
Außerdem packe ich dort gerne noch einen SMD-Ferrit in Serie zum
Widerstand. Der Widerstand bedämpft dann zusätzlich die Resonanz dieses
LC-Tiefpaßfilters.
Filter in den Versorgungsspannungen sind außerdordentlich vorteilhaft,
wenn es darum geht, eine Masse von den Masserückströmen der
Versorgungströme sauber zu halten. Das ist vor allem bei digitalen
Schaltungen sinnvoll, aber auch bei analogen HF-Schaltungen.
Zusätzlich werden hochverstärkende Schaltungen wirksam voneinander
entkoppelt, was die oft zu beobachtende Schwingneigung praktisch
eliminiert.
Wichtig beim Verdrosseln der Versorgungsleitungen ist, nahezu gleiche
Zeitkonstanten zu wählen, damit die Versorgungsspannungen beim
Einschalten überall gleich schnell ansteigen.
Kai Klaas