Pufferkondensator digitale Bauteile

OP #2956806
Lesenswert?

Hi Leute,

bei der Verwendung digitaler Bauteile mit schnellen Schaltvorgängen wird 
ja häufig zwischen der Versorgungspannung und Ground eine Kapazität 
geschaltet um damit Spannungseinbrüche zu unterdrücken.

Soweit so richtig oder?


Leider kann ich hierzu keine gute Quelle finden, die mir den genauen 
Sachverhalt beschreibt.

Wie heisst diese Pufferkapazität genau?
Wie groß sollte sie gewählt sein?
Was gibt es sonst dabei zu beachten?
Ab welcher Schaltfrequenz oder ab welcher Belastung macht sowas Sinn?


Vllt. hat ja jemand ein paar anhaltspunkte, nach denen ich suchen kann.
Vllt. aber sogar einen direkt Link?


vielen Dank

Andy
#2956817
Lesenswert?

Stichwort: Abblockkondensatoren

Größe: Steht im Datenblatt der ICs, ansonsten Richtwert 100nF an jeden 
VCC-Pin.
Auf geringen ESR-Wert achten (z.B. X7R Kondensatoren).

Ich meine mich zu erinnern, dass es u.A. von Atmel auch eine Application 
Note dazu gibt (google!).

Buchtipp: EMV: Störungssicherer Aufbau elektronischer Schaltungen von 
Joachim Franz
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2956825
Lesenswert?

http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/14-Entkopplung

Andreas K. schrieb:
> Wie heisst diese Pufferkapazität genau?
Blockkondenstor, Stützkondensator, Entkopplungskondensator

> Wie groß sollte sie gewählt sein?
Kommt auf das angeschlossene IC an: wenn das intern kleine Strukturen 
hat und dementsprechend schnell schalten kann, müssen die Kondensatoren
sehr dicht an die Versorgungsanschlüsse (die treten bei kritischen ICs 
gern paarweise und dicht benachbart auf) angeschlossen werden.

> Was gibt es sonst dabei zu beachten?
Am besten noch dichter an die Versorgungspins ran!

> Ab welcher Schaltfrequenz oder ab welcher Belastung macht sowas Sinn?
Das Störspektrum ist hauptsächlich von der Flankensteilheit abhängig. 
Deshalb kann es sein, dass ein IC mit 1MHz Takt genauso breitbandig 
stört wie eines mit 300MHz. Fazit: die Blockkondensatoren müssen immer 
dran.
Gast #2957204
Lesenswert?

Lothar Miller schrieb:
>> Was gibt es sonst dabei zu beachten?
> Am besten noch dichter an die Versorgungspins ran!

- keine Leiterbahn-Abzweigung zwischen Kondensator und VCC-Pin
- Leitung vom VCC-Pin nicht mehr weiterführen (zu weiteren VCC-Pins des 
Bausteins)
- jeder VCC-Pin kriegt seinen eigenen C
- Leiterbahnen zwischen C und VCC-Pin nicht verengen

Wie genau man es damit nehmen muß, hängt von der Anwendung ab.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren