macht bei OpAmps ein Abblock-Kondensator Sinn?

Gast #3703334
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bei digitalen Schaltkreisen ist es unbestritten - ein 
Abblock-Kondensator von typischerweise 100nF zwischen Vcc und GND Pins 
macht Sinn.

Ich entwerfe eine Schaltung, in der ich einen 
Operationsverstärker-Schaltkreis verwende und bin gerade ratlos ob ich 
diesem IC ebenfalls einen Abblock-Kondi spendieren soll. Schaden tut er 
vermutlich nichts, aber macht der auch Sinn?
Gast #3703359
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also wenn ich euch alle richtig verstanden hab (einige vomn euch 
sprechen in Rätseln oder Deutschmeistern lieber, anstatt sich eindeutig 
auszudrücken...) ist der Abblock-Kondi sinnvoll.

Hätte ja sein können, dass die interne Analogschaltung des OPV bereits 
so designed ist dass ein externer Block-Kondi sinnlos ist.
Ich werd den entsprechenden Kondi dann in die Schaltung einbauen. Das 
war auf jeden Fall auch meine Denke am Anfang - selbst wenn er nicht 
nötig sein sollte, schadet er ganz sicher nicht.
Gast #3703365
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Also, beim OpAmp ist der Abblockkondensator direkt am +Ub-Pin (und, 
falls vorhanden auch am -Ub-Pin) absolutes MUSS!!!

Wenn der OpAmp einigermaßen von der Versorgungsspannung entkoppelt sein 
soll, benutzt man vor dem Ub-Pin/Abblock-C einen R von ca. 47 Ohm. In 
dem Fall parallel zum Abblock-C noch einen Elko von ca. 100µF (je nach 
Anwendung) spendieren.
Gast #3703379
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Hi,

eigentlich machen die ohne genaueres Nachdenken gesetzten 100nF auch bei 
digitalen Schaltungen die Kondensatoren keinen Sinn. Die Bandbreite von 
einem 100nF Kerko ist nicht groß genug um ein wirklich niederimpedantes 
Stromversorgungssystem zu schaffen oder die Versorgung eines halbwegs 
aktuelle IC sinnvoll zu stützen.

Dazu müsste man schon gezielter vorgehen. Macht man heute auch. Beispiel 
(FPGAs):
http://www.altera.com/technology/signal/power-distribution-network/sgl-pdn.html

Helfen tun sie aber trotzem ;-)
Verteilt man genug davon ziellos über die Platine (so wie z.B. bei den 
OPVs) erhält man in Summe auch ein relativ niederimpedantes System.

Also würde ich die Kerkos bei den OPVs setzen. Kosten tun sie nichts 
(Beim Oberapotheker Farnell kosten 40000Stück 76€...). Wenn man zuviele 
weglässt könnte es problematisch werden.
#3703381
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Auch wenn er nicht immer absolut notwendig it hat er doch (fast) immer 
Sinn.

Durch einen Abblock-Kondensator kannst Du das Rauschen deutlich runter 
bekommen, und der Ausgang kann schneller getrieben werden.

Die einzige Anwendung bei der ich mir vorstellen kann, dass er schädlich 
ist wären Low-Power Anwendungen bei denen Du die Versorgungsspannung 
abschaltest. Aber auch da sollten die üblichen Werte kein Problem sein.
#3703390
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Es hängt vom Op_Amp (insbesondere der GBW) ab, ob man einen extra 
Abblockkondensator braucht. Bei langsamen (z.B. 1 MHz und weniger) OPs 
geht es meist noch ohne Kondensator für jeden OP - da reicht dann auch 
ein Elko irgendwo an der Versorgung. Bei einem OP mit GHz Bandbreite 
braucht man dann schon "mehr" als nur die 100 nF nach Gefühl.
#3703972
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Schreiberling schrieb:

> eigentlich machen die ohne genaueres Nachdenken gesetzten 100nF auch bei
> digitalen Schaltungen die Kondensatoren keinen Sinn.

Sie machen in Hobbyschaltungen insofern Sinn, das man bei
Nichtfunktion der Schaltung eine "Baustelle" weniger hat,
wo man nachsehen muss. In Schaltungen, die später tausend-
fach gebaut werden, feilscht man gern um den letzten Cent,
sodas man dann etwas genauer hinsehen sollte.
Gruss
Harald

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