Praktiker schrieb:
> Jetzt noch eine solch gut verständliche Herleitung wie der erforderlich
> Kondensatorwert berechnet wird (oder warum "immer" 100 nF geeignet ist
> -?-)
So pauschal kann man auch nicht sagen, dass 100nF IMMER geeignet sind.
Aber in den meisten Fällen sind sie geeignet.
Ein Kondensator hat eine Impedanz. Also einen Scheinwiderstand.
Dieser setzt sich zusammen aus dem kapazitiven Anteil (was man ja bei
einem Kondensator erwarten wird) aber auch einem induktiven Anteil (das
ist leider bei einem realen Kondensator immer der Fall)
Bei einer bestimmten Frequenz hat dieser Scheinwiderstand sein Minumim.
Das ist dann die Frequenz, wo der Kondensator den geringsten Widerstand
für diesem, ich nennen sie mal "Ausgleichsströme" darstellt. Also der
Punkt, wo der Kondensator am Besten den nötigen Strom in den uC "pumpen"
kann.
Und bei einem üblichen 100nF Kondensator liegt dieser Wert eben in den
Frequenzbereichen, wo sich "normale" digitale Schaltungen bewegen.
Bei schnellen Digitalschaltungen geht man auch oft dazu über, neben dem
100nF noch nen weitern, kleineren Kondensator zu setzen, der dann die
noch höheren Frequenzanteile "bedinet".
Bei Leiterplatten mit Masse- und Versorgungslagen können die dann auch
oft entfallen, da die beiden Lagen ja zusammen auch einen Kondensator
bilden, der bei hohen Frequenzen sehr wirksam ist.
Ich hoffe, das war verständlich erklärt.