Kondensatortypen im Schaltplan erkennen

OP #4142495
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Hallo liebe Forenmitglieder,

Beim Durchstöbern im Internet nach Schaltplänen ist mir aufgefallen, 
dass es keine Schaltzeichen-Unterscheidung zwischen Kondensatoren gibt 
(ausgenommen Elko).
Woran erkenne ich aber, ob es sich in der gezeichneten Schaltung um 
Tantal, Keramik, Folien oder Vielschichtkondensator handelt?
Bzw. Welchen sollte man für Gleichspannungsschaltungen nehmen?

Gruß
(Firma: matzetronics) #4142507
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Das ist eine Frage der Erfahrung und des Anwendungsgebietes. Als 
Abblockkondensatoren im DC Bereich nimmt man meistens die preiswerten 
Keramikkondensatoren.
Folie und Styroflex in Bereichen, wo es auf Konstanz und z.B. höhere 
Spannungsfestigkeit ankommt. Tantal sind im DC Bereich tabu, da sie die 
Einschaltströme oft nicht vertragen, werden aber ab und zu im 
Audiobereich zur Signalübertragung angewendet, wenn man höhere 
Kapazitäten braucht.

Daneben gibt es unzählige andere Typen, die ihre speziellen 
Einsatzgebiete haben, wie z.B. MKP als Motorkondensator, selbstheilende 
für Netzbetrieb usw.
Gast #4142508
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Ein Beispiel eines Planes, der dir hier die Fragen aufkommen ließ, wäre 
hilfreich gewesen.
Die verschiedenen Cs haben unterschiedliche Eigenschaften und sind für 
die eine Anwendung besser, für andere weniger gut geeignet - auch wenn 
es hier viel Überschneidungen gibt.
Außerdem ergeben sich aus dem Wert schon mal Beschränkungen: Folien mit 
hohen Kapazitäten sind eher selten und dann immer recht groß in der 
Bauform.
Manche sind selbstheilend, d.h. eine Isolationsschwäche führt nicht zum 
Totalausfall und nicht zum Brand, andere haben hohe Kapazitäten bei 
kleinen Bauformen, dafür andere Nachteile (z.B. Keramik). Letztlich 
heißt das, dass man die Eigenschaften der verschiedenen Ausführungen 
kennen muss und kann dann entscheiden, ob in der fraglichen Anwendung 
dieser oder besser jener zu verwenden ist.
Fazit: an Hand des angeforderten Beispiels hätte man dir zumindest 
einigermaßen gute Gründe für den einen oder anderen Typ im speziellen 
Fall liefern können.
Gast #4142662
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Alex Voe schrieb:
> Welchen sollte man für Gleichspannungsschaltungen nehmen?

Ohne Zweck ist diese Frage zwecklos. Schau Dir einen Schaltplan eines 
TV-Geräts an und Du wirst alle Sorten finden. Vom möglicht brandsicheren 
Störschutz, über Elkos im Netzteil für die Gleichspannung, 
Keramik-Stütz-Cs bis Keramik-Durchführungs-Cs im HF-Teil usw.
Gast #4143475
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Alexander S. schrieb:
> Für 9,90 EUR gibt es z.B. das "Abc der Kondensatoren"
>
>   http://www.we-online.de/web/de/electronic_componen...
Hey, vielen Dank für den Hinweis, das habe ich mir gleich mal geordert.

@TO: Dem Schaltplan ist grundsätzlich nicht zu entnehmen, welche 
Kondensatorart verbaut ist, sofern es nicht explizit daneben steht. Das 
Dokument, in dem solche Einzelheiten zu finden sind, heißt "Stückliste" 
oder "BOM" = "Bill Of Material".
Gast #4143508
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KondiInteressent schrieb:

> @TO: Dem Schaltplan ist grundsätzlich nicht zu entnehmen, welche
> Kondensatorart verbaut ist, sofern es nicht explizit daneben steht.

Früher wurden Dielektrikum und Spannungsfestigkeit über Schraffuren der 
"Kondensatorplatten" und über Punkte und Striche codiert. Siehe z.B.
http://bs.cyty.com/menschen/e-etzold/archiv/TV/grundig/img/type349.png
http://saba.magnetofon.de/bildupload/Grundig_495W_Schaltplan_klein.jpg
links unten oder
http://bs.cyty.com/menschen/e-etzold/archiv/TV/grundig/img/GrundigColor2000TD.jpg
auf der rechten Seite. Im Zeitalter von CAD und PDM ist das ein wenig 
aus der Mode gekommen. Der Computer weiss halt, welches Bauteil wo hin 
soll, wieviele noch auf Lager sind und wo nachbestellt werden muss.

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