Benötigt man 100 nf kondensatoren am Avcc und Vcc Pin beim Atmega32-16p

OP #4476857
Lesenswert?

Hallo Leute,
Ich bastle mir grade mein eigenes Entwicklunges Board für denn 
Atmega32-16p und wollte mal wissen ob man 100 nf kondensatoren am Vcc 
und Avcc Pin benötigt?
Denn wenn ich, 100 nf kondensatoren an denn Pins anschließe dann ich ihn 
nicht flashen "programmer is not responding". So bald ich sie wieder 
entferne kann ich ihn wieder flashen.

Also benötigt man diese?

Mfg jan.
Gast #4476863
Lesenswert?

Jan N. schrieb:
> Also benötigt man diese?

Ja, sonst wunderst du die später möglicherweise über unerklärliches 
Fehlverhalten deines Prozessors, nur weil es Sommer, ein paar Grad 
wärmer oder Vollmond ist.

> Denn wenn ich, 100 nf kondensatoren an denn Pins anschließe dann ich ihn
> nicht flashen "programmer is not responding". So bald ich sie wieder
> entferne kann ich ihn wieder flashen.

Dann spendiere deinem µC mal eine Versorgungsspannung. Jedes vernünftig 
aufgebaute Board hat Abblockkondensatoren und bei bei tausenden von 
Nutzer funktioniert das Flashen damit.
OP #4476885
Lesenswert?

marco schrieb:
> Ja. Problem liegt nicht bei den 100nF Kondensatoren. Bild von deinem
> Aufbau. Schaltplan?

Habe ein schaltplan hochgeladen. Dann kommen noch Quarz etc.. drauf ist 
nur die Spannungsversorgung.

Matthias S. schrieb:
> Das klingt auch so, als hätte der Programmer ein Problem und nicht der
> MC, der geflasht werden soll. Der Programmer müsste ja 'responden'. Was
> ist denn das für ein Programmer? Speist der den MC mit?

Der Programmer ist das Arduino UNO board. Ohne Chip im Sockel. Ich 
programmiere ihn über Atmel Studio.
Angehängte Dateien:
Gast #4476906
Lesenswert?

Jan N. schrieb:
> marco schrieb:
>> Ja. Problem liegt nicht bei den 100nF Kondensatoren. Bild von deinem
>> Aufbau. Schaltplan?
>
> Habe ein schaltplan hochgeladen. Dann kommen noch Quarz etc.. drauf ist
> nur die Spannungsversorgung.
>

Das ist kein Schaltplan sondern eine hingerotzte Zumutung. Mach es 
ordentlich wenn Du Hilfe willst.

Ein Blatt Papier, ein 2B Bleistift und eine Digitalkamera werden ja wohl 
vorhanden sein.





Grüße

MiWi
Gast #4476912
Lesenswert?

Rene K. schrieb:
> Falsch, der Kondensator kommt zwischen GND und VCC bzw. GND und AREF...
> also so:
>

Das ist so nicht völlig richtig.

Für AREF gilt das NICHT. Dort wird NUR ein Kondensator angeschlossen - 
falls Du den AD-Wandler überhaupt benutzt!

>
>
>
1
>                      
2
> ---------            
3
> |  AREF |--------------
4
> |       |             |
5
> |       |            100nf
6
> |       |             |
7
> |   GND |--------------
8
> ---------            |
9
>                      GND
10
> 
11
> 
12
>

Ansonsten kommt jeweils an VCC und AVCC sowohl der Pluspol der 
Stromversorgung als auch ein Kondensator.

>
1
>                       +
2
> ---------             |
3
> |   VCC |--------------
4
> |       |             |
5
> |       |            100nf
6
> |       |             |
7
> |   GND |--------------
8
> ---------            |
9
>                      GND
10
> 
11
> 
12
>


>
1
>                       +
2
> ---------             |
3
> |  AVCC |--------------
4
> |       |             |
5
> |       |            100nf
6
> |       |             |
7
> |   GND |--------------
8
> ---------            |
9
>                      GND
10
> 
11
> 
12
>
Gast #4476917
Lesenswert?

Zur Erklärung.

Der Kondensator ist so etwas wie eine "kleine" Stromquelle, die parallel 
zur "eigentlichen" Stromquelle - dem 7805 - geschaltet wird.

Er soll bei Schaltvorgängen - von denen es bei jeder Taktflanke (ob nur 
bei fallenden, steigenden oder beiden hängt vom uC ab) unzählige in dem 
uC gibt - kurzzeitig hohe Ströme liefern, die ansonsten erst durch die 
Leiterbahn vom 7805 zum uC fliessen würden und auf dem Weg sowohl 
verzögert als auch "geschwächt" würden.

Daher ist es ebenso wichtig, dass diese Kondensatoren so nahe wie 
möglich am uC angeschlossen werden.

Weitere Diskussionen dazu gibt es hier zuhauf.

Viel Erfolg.
OP #4477009
Lesenswert?

npn schrieb:
> Jan N. schrieb:
>> Also so?
>
> Ja, genau.

Klaus schrieb:
> Richtig.

Ich habe ja + und - parallel zueinander liegen. Währe das mit denn 
KOndensatoren dann so richtig. Bin mir dort nicht sicher.

Oder ein abzweig von +5 Volt machen dann auf Vcc gehen 100 nf 
kondensator dann auf gnd und dann auf die GND Leistung?

Und dann wieder abzweig von +5 Volt auf Avcc 100 nf kondensator auf AGND 
dann AREF auf AGND nachdem Kondensator und dann auf wieder auf die GND 
Leitung?
Angehängte Dateien:
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4477045
Lesenswert?

Schaue Dir doch einfach die Schaltpläne UND LAYOUTs ordentlicher 
Microcontroller-Boards an, um zu sehen, wie dort die 
Abblockkondensatoren angeschlossen sind. Wichtig ist eine möglichst 
kurze Leitungsführung zwischen IC-Pins und Kondensatoren. Ebenso wichtig 
ist eine küzestmögliche Leitungsführung zwischen den GND-Pins des ICs. 
Es genügt nicht, nur einen GND- oder Vcc-Pin anzuschließen, sondern alle 
müssen angeschlossen und potenttialweise miteinander verbunden werden.
OP #4477047
Lesenswert?

Andreas S. schrieb:
> Schaue Dir doch einfach die Schaltpläne UND LAYOUTs ordentlicher
> Microcontroller-Boards an, um zu sehen, wie dort die
> Abblockkondensatoren angeschlossen sind. Wichtig ist eine möglichst
> kurze Leitungsführung zwischen IC-Pins und Kondensatoren. Ebenso wichtig
> ist eine küzestmögliche Leitungsführung zwischen den GND-Pins des ICs.
> Es genügt nicht, nur einen GND- oder Vcc-Pin anzuschließen, sondern alle
> müssen angeschlossen und potenttialweise miteinander verbunden werden.

Jo, so ich wie ich es gemacht habe sind die alle mit einandere verbunden 
also gnd mit gnd
#4477076
Lesenswert?

Die Firma Atmel beschäftigt einen Haufen Autoren, die die zugehörigen 
Handbücher betreuen.

Was meinst Du wohl, warum die sich "unnötig" in Unkosten stürzen?

Die Beschaltung der Prozessoren wird ausführlich beschrieben. Sowohl das 
Wo als auch das Warum.

Üblicherweise werden diese Informationen nicht bei jedem Layout, das 
man, im Netz,  finden kann, erneut durchgekaut.

Also erinnere Dich doch einfach daran, dass Du irgendwann mal das Lesen 
gelernt hast.

Muss aber nicht sein.
Die Mikrokontroller (.net) Service Gesellschaft GmbH macht das gerne für 
Dich.
OP #4477262
Lesenswert?

Danke euch für eure Hilfe.

Ich hätte mal ne andere Frage, zu keinem Problem würde gerne aber eure 
Ideen hören.
Auf mein Entwicklung's Board sind folgende Bauteile nun verbaut.
- 1x LED am OC2 (8-BIT PWM)
- 2x LED am OC1A/B (16-Bit PWM)
- 1x Taster am PC0
- 1x Taster am INT2(PB2)
- 2x 50k Ohm Potis für denn A/D(ADC0 und ADC1)

Hättet ihr noch vielleicht Ideen was auf dem Board noch fehlt? Oder was 
man noch drauf bauen kann?
Aso Power LED, Festspannungsregler und eine Alte VGA Buchse zum 
Programmieren ist auch noch angebracht.
OP #4477273
Lesenswert?

Rufus Τ. F. schrieb:
> Was stellst Du Dir unter einer "alten VGA Buchse" vor, und warum soll
> die beim Programmieren helfen?

Ich rede von so einer 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f4/VGA-Buchse.JPG

Und ich habe dort die ersten 5 Pins mit + 5 Volt, GND, RESET, RX und TX 
versehen. Weil ich ja mein Chip über das Arduino Board flashe. Das macht 
mir das ein bisschen einfacher als so kleine draht stiftleisten an denn 
entsprechen Pins hochzuziehen.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4477288
Lesenswert?

Jan N. schrieb:
> - 1x Taster am INT2(PB2)

Willst Du mit dem Taster etwa direkt Interrupts auslösen? Das wäre eine 
ausgesprochen schlechte Idee.

> Wieso? Ich finde es gut

Die HD15-Buchse mag vielleicht noch ganz gut zu verarbeiten sein, aber 
hast Du schon einmal versucht, ein Kabel an einen HD15-Stecker 
anzulöten? Bei dem komischen Rastermaß wird man auch keine 
Quetschverbinder für Flachbandkabel finden.
OP #4477298
Lesenswert?

Andreas S. schrieb:
> Jan N. schrieb:
>> - 1x Taster am INT2(PB2)
>
> Willst Du mit dem Taster etwa direkt Interrupts auslösen? Das wäre eine
> ausgesprochen schlechte Idee.
>
>> Wieso? Ich finde es gut
>
> Die HD15-Buchse mag vielleicht noch ganz gut zu verarbeiten sein, aber
> hast Du schon einmal versucht, ein Kabel an einen HD15-Stecker
> anzulöten? Bei dem komischen Rastermaß wird man auch keine
> Quetschverbinder für Flachbandkabel finden.

Wieso? Habe ich schon öfter so gemacht.
Die VGA habe ich von einer alten kaputten AGP Grafikkarte ausgebaut. Und 
das anlöten von neuen Kabel wahr auch nicht schwer.

Hier mal ein Bild davon
Angehängte Dateien:
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4477348
Lesenswert?

Jan N. schrieb:
>> Willst Du mit dem Taster etwa direkt Interrupts auslösen? Das wäre eine
>> ausgesprochen schlechte Idee.

> Wieso? Ich finde es gut

Das ist eine schlechte Idee, weil sich das Signal des Tasters dadurch 
weder ordentlich entprellen noch von Glitches befreien lässt. Für eine 
saubere Tasterabfrage verwendet man daher einen periodischen 
Timerinterrupt, aus dem heraus man die Ports abfragt und entprellt.

Leider wird sogar in einigen Lehrbüchern der Fehler begangen, z.B. 
Alarmkontakte oder Not-Aus-Taster als typische externe Interruptquellen 
darzustellen, was aber absoluter Humbug ist, weil man sich damit nur 
zusätzliche Probleme einhandelt.

> Und das anlöten von neuen Kabel wahr auch nicht schwer.

Angelötete Litzen müssen knick- und zugentlastet werden, da die Litze 
sonst an der Lötstelle abbricht. Bei Steckverbindern für 
Flachbandkabel-Quetschmontage wird hingegen ein passender 
Zugentlastungsbügel meist mitgeliefert.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren