Gast
#4544958
Guten Abend allerseits! Ich baue gerade eine Schaltung auf, um den Verschiebungsstrom (engl. displacement current) in einem sehr kleinen Plattenkondensator (< 15 pF) zu messen. Dazu verwende ich einen Transimpedanzverstärker mit Verstärkung 1M und Single-Supply. Um nun sowohl die Lade-, als auch die Entladeströme des Kondensators messen zu können, möchte ich gerne den nichtinvertierenden Eingang des OPV um Vcc/2 anheben, sodass ich dann am Ausgang des OPV in Ruhe Vcc/2 als Bias bekomme. Gesagt, getan - nachdem ich einen hochohmigen Spannungsteiler 50:50 eingefügt hatte, fing der OPV direkt "ohne aktive Anregung" an zu schwingen. https://www.maximintegrated.com/en/app-notes/index.mvp/id/5129 In der Application Note von Maxim fand ich die Lösung, in der mit Hilfe eines zweiten OPV eine gepufferte Referenz aufgebaut wird. Nun habe ich also anstatt der Fotodiode den Kondensator zwischen der Referenzspannungsquelle und dem OPV-Eingang liegen und alles funktioniert perfekt! Da ich jedoch meine Schaltung möglichst energieeffizient aufbauen möchte und der Referenz-OPV mindestens genauso schnell sein muss, wie der Mess-OPV, gefällt mir die Lösung mit zwei teuren "Stromfressern" (~2 mA) nicht so recht. Mich würde nun also interessieren: Warum fängt die Schaltung an zu schwingen? Ich habe folgende Vermutungen: Ich nehme an, dass es damit zu tun hat, dass das Potential an der Gegenelektrode des Kondensators ungleich dem Potential am +-Eingang des OPV ist. Würde ich diese Elektrode mit der Spannung aus dem Spannungsteiler versorgen würde es theoretisch funktionieren. Da der Spannungsteiler allerdings dann belastet wird, klappt das auch nicht mehr - richtig? Ich dachte, dass ich den Referenz-OPV vor allem für den Spezialfall der Fotodiode mit ihren speziellen Eigenschaften bräuchte ... Ich würde mich freuen, wenn ihr mich erleuchten könntet! :) Gruß Flo
