Hallo,
kurz zum SETUP:
ich habe einen ESP8266 (genau: https://www.amazon.de/dp/B01N9RXGHY)
auf diesen läuft ein Programm, bei welchen 20 LEDs (WS2812B) im
Sekundentakt nach und nach das Komplette Farbspektrum durchfaden (also
über Rot nach Grün nach Blau zu Rot also dauert ein Durchgang ca. 764
Sekunden).
Das Programm funktioniert einwandfrei und tut genau was es soll!
Allerdings ist es jetzt so, dass wenn ich das ganze über USB anstecke,
funktioniert das... wenn ich das ganze über ein Netzteil 1A/5V direkt am
PINOUT anschließe übernimmt er IMMER WIEDER (ca. jedes 5. mal) komplett
falsche Farben (in den anderen 4 Sekunden tut er was er soll).
=> Das Programm ist bereits minimalisiert...
zuerst dachte ich, die Leistung reicht nicht aus (was aber wenig Sinn
macht, weil die gesetzten Farben teils sogar heller / kräftiger sind),
aber auch ein Dickeres Netzteil hilft nicht. Auch ein Kondensator 120µF
am 5V Eingang brachte hier keine Besserungen. Die 5V scheinen Stabil zu
sein...
=> Selbst wenn ich im Sekundentakt immer die Farbe 255,0,0 oder
255,255,255 setze, kommen immer wieder Falschfarben (bunt gemischt über
alle LEDs)
und wenn ich nur eine einzige LED ansteuer, werden die anderen einfach
gesetzt... <- das heißt, dass ja irgendwie "Störungen" auf meine
Datenleitung kommen muss!?
Hat jemand einen Tipp wie ich hier "Fehlersuchen" kann, wo ich ansetzen
kann oder welche Informationen ich euch geben muss dass ihr mir nen Tipp
geben könnt?
Vielen Dank
Der Elko allein kanns nicht reißen. Hat jedes Pixel so dicht wie möglich
einen 100n KerKo sitzen? Auf den Stripes sind die eigentlich verlötet,
aber wir wissen ja nicht, ob du ein eigenes Konstrukt hast.
Wie lang ist die Data Leitung vom µC zum 1. Pixel?
Wenn ich mich recht erinnere, arbeitet der ESP mit 3,3V, entsprechend
niedrig ist auch der Logikpegel, den er ausgibt. Ein Arduino arbeitet in
den meisten Fällen mit 5V, sein Logikausgang ist entsprechend
störsicherer.
baer schrieb:> Das Programm funktioniert einwandfrei und tut genau was es soll!
Das weisst du nicht. Alles was du weisst ist: Ist macht *unter
bestimmten Umständen*, was es soll.
> Hat jemand einen Tipp wie ich hier "Fehlersuchen" kann
Qualifizierte Fehlersuche erfordert hier ein Speicher-Oszi. Entweder
sind es Glitches auf der Versorgung oder beim Timing der Ansteuerung.
Beides kann man ohne Speicheroszi nicht zuverlässig nachweisen.
Alles was man ohne Speicheroszi, also sozusagen "auf Verdacht" machen
könnte: alle paar LEDs ein 100nF-Kerko zwischen den Versorgungspins der
LED einlöten. Normalerweise sind schon solche Stütz-Kondensatoren
verbaut, aber vielleicht einfach nicht genug für die Qualität deiner
Versorgung.
Und wenn's nicht hilft, so schaden diese zusätzlichen Stützkondensatoren
zumindest auch nicht.
Geh mal mit der Versorgungsspannung etwas runter. Vielleicht eine Diode
in Reihe dazu.
Wenn Du sie mit 3.3V ansteuerst, sollten sie zwar gehen, sind aber
trotzdem fuer 5V spezifiziert.
baer schrieb:> Allerdings ist es jetzt so, dass wenn ich das ganze über USB anstecke,> funktioniert das
ist das via USB incl der Datenleitungen angeschlossen?
oder sind die dabei nicht mit dran
und hast nur den Strom aus der USB-Buchse?
Bleibt es beim Wechsel der Stromquelle das selbe Kabel?
das Netzteil "hört" sich ja stärker an als eine USB-Buchse mit 500mA.
Zu schwach ist das also nicht.
Wie alt ist das Netzteil, wie aufgebaut
-müsste man alles wissen, um was sagen zu können
Seriellen Widerstand (33 - 220 Ohm) in die Datenleitung einfügen.
Verhindert Reflexionen (und passt notfalls den Pegel an).
Wie ist die Gnd-Verbindung? Am besten mit Foto.
baer schrieb:> Auch ein Kondensator 120µF am 5V Eingang brachte hier keine Besserungen.> Die 5V scheinen Stabil zu sein...
"scheinen stabil zu sein" ist kein gutes Kriterium.
Die WLAN Sendepulse des ESP8266 sind so kurz, dass du da schon ein
bisschen genauer gucken musst, um ggf. einen Spannungseinbruch zu sehen.
Der Sendepuls erfordert größenordnungsmäßig 1mAs, d.h. wenn du die
Ladung alleine aus den 120µF holen willst, würde die Spannung um 10V
einbrechen - das schafft der also nicht. Wie hoch ist die Stromaufnahme
deiner Schaltung?
Außerdem braucht jedes Pixel seinen Abblockkondensator.