Wolfgang schrieb:
> Mathias M. schrieb:
>> Frequenzen:
>> a) 100khz
>> b) 3MHz
>> c) 26MHz
>
> Bei Gleichspannung ist das eher unkritisch.
>
> Oder hast du dich mit Giga und Mega vertan?
Da spricht der Fachmann! Für digitale Signale sind Frequenzen ab ca.
150kHz (1) schon nicht mehr als Gleichspannung anzusehen. Denn ab dieser
Frequenz beginnt der Rückstrompfad sich nicht mehr den direkten Weg von
Quelle zu Senke zu suchen sondern läuft mit zunehmender Frequenz mit dem
Signal mit. d.h. ein Lagenwechsel des Nutzsignales hat auch immer einen
Lagenwechsel des Rückstrompfades zur Folge. Wenn der Lagenwechsel von
Lage 1 zu 3 mit dazwischenliegendem GND ist, spielt das keine Rolle,
geht es aber von 1 zu 4 und dazwischen ist GND und eine VCC Lage wirds
interessant, denn dann läuft der Rückstrom den ersten Teil in GND und
will beim Via auf die VCC Seite überkoppeln. Das gelingt ihm aber nicht
direkt, weshalb er sich den nächstgelegenen und impedanzmäßg passenden
Kondensator sucht. Dadurch entsteht eine Leiterschleife und diese
erzeugt ein Magnetfeld. Dieses kann man dann mit einer EMV Messung
nachweisen. Ziel ist es also, diese Pfade möglichst kurz zu halten,
daher kommt auch die Aussage, bei schnellen Signalen möglichst ganz auf
Lagenwechsel zu verzichten.
(1) und um dem Ganzen die Krone Aufzusetzen: Es ist dabei nicht die
Schaltfrequenz eines Signals bedeutsam sondern die Anstiegszeit seiner
Flanken. Bei aktuellen Bauteilen liegt die oft im Bereich einiger ns und
weniger. Dies wiederum entspricht Frequenzen im GHz Bereich, womit sich
der Kreis schließt.