Simpler Rechteckgenerator mit Atmega8

Gast #2366285
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Hallo,

ich möchte gerne mit einem M8 (oder M88) einen simplen 
Rechteck-Testgenerator bauen.

Er soll nach Auswahl per Knopfdruck wahlweise folgende Frequenzen als 
Rechtecksignal an einem Portpin ausgeben können:

-f/2
-f/4
-f/8
-f/16
-f/32
-f/64

(wobei f = Quarzfrequenz)


Das wären bei Verwendung eines 16-MHz-Quarzes dann:
8MHz, 4MHz, 2MHz, 1MHz, 500KHz, 250KHz


Die f/2 wollte ich wie folgt generieren:

innerhalb einer Endlosschleife immer den entsprechenden Portpin ein und 
wieder ausschalten...

Allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich zum gewünschten Ergebnis 
führt, weil die Schleifenabfrage ja wahrscheinlich auch noch Zeit in 
Anspruchnimmt, oder?

(Programiert werden soll das ganze mit dem AVR-Studio in C)
Gast #2366302
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Danke für die Antworten!

avr schrieb:
> Das macht alles dein Mega ohne Schleife.
>
> Schau mal im Datenblatt beim Timer (z.B. Timer 2)
> nach CTC.
>
> Richtig eingestellt gibt es dann dein Rechteck an OC2.
>
> avr

Ich will es auf jeden Fall so, dass die Quarzfrequenz sauber geteilt 
wird.

Ok, schaue gleich mal ins AVR Tutorial und ins Datenblatt.
Gast #2366334
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avr schrieb:
> Schau mal im Datenblatt beim Timer (z.B. Timer 2)
> nach CTC.

Da findet sich folgende Formel:

fOCnx = fclk_I/O / ( 2 * N *( 1 + OCRnx)

N ist der prescale Faktor (1, 8, 16, 32, 64, ...)


Ist fclk_I/O vom Wert her identisch mit der Oszillatortaktfrequenz? Wenn 
ja, dann würde man mit N = 1 und OCRnx = 0 bis 5 die o.g. Frequenzen 
erzeugen können!?!
Und der Controller könnte in der Zwischenzeit noch was anderes machen, 
wie z.B. Tasten auswerten etc.!?!
Gast #2366339
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Dazu zählt man eine Variable (Byte) einfach hoch und gibt diese dann an 
einem Port aus. Dann stehen alle gewünschten Frequenzen an en Portpins 
zur Verfügung.

Zur Verlangsamung einer fürgt man halt einige Wartezyklen ein.

Das wars.

Joe
Gast #2366348
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Burau (der echte!) schrieb:
> fOCnx = fclk_I/O / ( 2 * N *( 1 + OCRnx)

Die Formel ist korrekt wenn man den PIN OCx als "Toggle"
verwendet daher kommt die 2 ).

Mit OCR = 0 hast du die Maximalfrequenz (N=1) von fclk/2
    OCR = 3                                       fclk/4

Also (da N=1) deinen Teiler-1 in OCR schreiben.

Pin OCx muß als Ausgang gesetzt sein!

Einmal gestartet läuft es, und du kannst im Programm alles
mögliche machen, auch Interrupts.

avr
Gast #2366351
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Hi

>Wenn man dann noch vor der Ausgabe ein shift des Bytes einfügt, dann
>erhält man die gewünschten Frequenzen auch an einem Pin.

Klar. Bei 16MHz Controllertakt und 8MHz maximaler Ausgabefrequenz.

MfG Spess
Gast #2366374
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Für MEGA88 (PA)

Signal an PB3/OC2A
1
void t2start(void){
2

3
 DDRB  |= 0x08;      // Pin auf Ausgang
4

5
 OCR2A = 1;      // Wert für teiler 2 
6

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 TCCR2A = (1<<COM2A0)|(1<<WGM21); // CTC mit toggle
8
 TCCR2B = (1<<CS20);      //start
9

10
}
11

12
void main(void)
13
{
14
unsigned char t;
15

16
t2start();
17

18
// hier steht dein Programm
19

20
// Hab neuen Teiler in Teiler in t
21

22
  OCR2A = t-1;
23
}
Gast #2366395
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avr schrieb:
> Für MEGA88 (PA)

Super, Danke!

Habe grade einen M88 rausgesucht und werde gleich mal das Programm 
zuende schreiben und ausprobieren.

Meine Idee ist, dass man durch Verwendung verschiedener Quarze eine 
ganze Palette an Frequenzen erzeugen kann. Das ist zwar nicht unbedingt 
bequem, zum gelegentlichen Kalibrieren etc. aber ganz praktisch; darüber 
hinaus quarzgenau und low budget
;O)
Gast #2366406
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Wenn du damit viele Frequenzen erzeugen willst, der
Teiler muss keine 2-er Potenz sein ;)

Die Variante geht auch mit Timer 1, also 16 Bit (und den Vorteiler
gibt es auch noch).

Für Rechtecksignale mit ein paar kHz ist das auch recht
ordentlich.

Für Abgleichen immer Rückrechnen.

Wunschfrequenz -> Timereinstellung (kein Nachkomma) -> Ist-Frequenz


Besser ist dann DDS (besonderst wenn mal z.B. Sinussignal).

Hier kleine Frequenzen im Prozessor, höhere dann extern.

avr
Gast #2366446
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avr schrieb:
> Wenn du damit viele Frequenzen erzeugen willst, der
> Teiler muss keine 2-er Potenz sein ;)
>
> Die Variante geht auch mit Timer 1, also 16 Bit (und den Vorteiler
> gibt es auch noch).

Das hatte ich auch schon überlegt, die Sache wird dann aber schnell 
unübersichtlich, ausserdem geht das bei Frequenzen nahe der 
Quarzoszillatorfrequenz nicht.


avr schrieb:
> Besser ist dann DDS (besonderst wenn mal z.B. Sinussignal).

Für NF-Signale sicher super! Für hohe Frequenzen eher ungeeignet, oder?


avr schrieb:
> Hier kleine Frequenzen im Prozessor, höhere dann extern.

Wie meinst du das, gibt es da spezielle Möglichkeiten?




Crimy schrieb:
> jetzt gebt ihr ihm auch noch den ganzen quelltext ihr volldeppen...soll
> er denn gar nich mehr selbstständig denken? man man...

Oah, das ist doch voll nett von AVR. Habe vor ca. 2 h das erste mal was 
von CTC gehört und mittlerweile ein fast fertiges Programm für das 
Vorhaben im Compiler. Kann das Ding also voraussichtlich gleich morgen 
früh zum Einsatz bringen und habe entgegen meiner ersten Pläne (s.o.) 
ein Programm mit angenehmer Menüführung und muss nicht jedes mal 
reseten, um eine neue Ausgabefrequenz zu wählen!

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