Einfaches und günstiges Theremin mit Ausgang

OP #4145570
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Guten Tag :)

habe mal wieder Lust etwas kleines zu bauen/zu experimentieren, und zwar 
eine Art Theremin, da ich dieses Instrument schon immer mal ausprobieren 
wollte (eine Vorführung in einem Museum war recht beindruckend).
Die "Echten" sind natürlich sauteuer, daher würde ich gern was simples 
basteln.

Da habe ich diesen kleinen Bausatz gefunden: 
http://www.amazon.de/Theremin-Musikinstrument-Ufo-Form-11x11x6-Bastelset/dp/B00JE9M6V4/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1432878179&sr=8-1&keywords=theremin+bausatz
Denke trotz der Bewertung da, sollte ich in der Lage sein, es zu bauen, 
allerdings würde ich das Gerät gerne an den PC anschließen um digital 
damit zu arbeiten.

Dazu eine erste Frage (vieleicht eine ganz dumme..), kann ich einfach 
anstelle von dem Minilautsprecher des Kits, eine Klinke anschließen und 
damit an den Line-In oder Mikrofon anschluss meines PCs verbinden?
Oder würde dann der Soundchip (des Mainboards) durchbrennen?


Oder eine andere Frage: Würdet ihr mir ein anderes Kit oder eine 
Anleitung empfehlen?
Kostenpunkt möglichst 20-30€

Was ich so im Netz gefunden habe, erfordert meistens ganze 
Leiterplatten.
Lötfähigkeiten habe ich, allerdings keine Möglichkeit Platinen zu ätzen 
o.ä.
Dafür habe ich hier noch die Steckplatinen von 2 Conrad Adventskalendern 
rumliegen, falls die eine Basis sein könnten.
Allerdings habe ich bei den Experimenten des Kalenders, die Erfahrung 
gemacht dass eine komplexere Schaltung, ein riesiges, fehleranfälliges 
durcheinander auf solchen Platinen ergibt...


Hoffe jemand hat den einen oder anderen Rat für mich :)
Schon einmal riesigen Dank im Vorraus!
#4145776
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Alex Ge schrieb:

> Dafür habe ich hier noch die Steckplatinen von 2 Conrad Adventskalendern
> rumliegen, falls die eine Basis sein könnten.

Die eignen sich aber nur für Adventsmusik.
Deine Frage hört sich an wie: "Ich möcht mir ein Auto bauen; ich
habe hier noch ein Kinderroller und eine Kaffeemaschine rumliegen,
falls das eine Basis sein könnte."

Schaltungen als Einzelstücke baut man am besten auf Lochraster-
Platinen. Falls man eine Vorlage für eine gedruckte Schaltung
hat, kann man deren Leitungen mit Schaltdrahjt auf der Unter-
seite nachbilden.
Gast #4145843
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Dieser Bausatz ist weit von einem nutzbaren Theremin entfernt.Er 
funktioniert ganz anders und klingt ganz anders - vor allem klingt er 
schäbig.

Das originale Theremin nachzubauen ist hingegen nicht trivial. Da müssen 
viele Spulen und Antennen aufeinander abgestimmt werden. Ich wollte das 
immer mal machen, aber die Teile sind echt teuer für den kleinen Spass.
(Firma: matzetronics) #4145907
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Das Ding von den Amazonen funktioniert auf Basis von lichtempfindlichen 
Widerständen anstatt der 2 HF Ozillatoren auf Schwebung (richtig trickig 
ist ja beim 'echten' Theremin die Lautstärke Regelung).

Das kann man schon mal zusammenbauen, ist aber, wie schon gesagt, ein 
anderer Geräuscherzeuger.
OP #4146298
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Danke für die vielen Antworten =D


Harald Wilhelms schrieb:
> Die eignen sich aber nur für Adventsmusik.
> Deine Frage hört sich an wie: "Ich möcht mir ein Auto bauen; ich
> habe hier noch ein Kinderroller und eine Kaffeemaschine rumliegen,
> falls das eine Basis sein könnte."

Okey, ist wohl wahr. Wollte halt nur sagen was da ist.. Lochraster ist 
auch eine Möglichkeit, ja. Glaube ein Stück davon hab ich von früheren 
Experimenten heir auch.

Matthias Sch. schrieb:
> Das Ding von den Amazonen funktioniert auf Basis von lichtempfindlichen
Wirklich? Es gibt tatsächlich auch ein Modell das auf Licht reagiert, 
dachte dieses sei aber anders...

Dass sowas kein echtes Theremin ist, weiss ich natürlich. Darum steht ja 
auch eim Titel "einfaches Theremin". Also auf die Lautstärkeeinstellung 
mit der zweiten Antenne kann ich z.B verzichten.
Hab mir jetzt ein YT video von dem Teil angehört.. klingt wirklich alles 
andere als berauschend :(

Mampf F. schrieb:
> Such dir lieber eins, mit 2 Antennen
Solche Bausätze osten dann aber halt schon ein par Hunderter...

Mampf F. schrieb:
> Bau dir lieber ein eigenes, glaub da ist nicht viel dabei :)
Kennst du zufällig eine brauchbare Anleitung/Schaltplan?
OP #4146436
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Simpel schrieb:
> Musst mal unter "Home made Theremin" gockeln bzw. YT...
>
> Das hier ist ganz nett für den Anfang und auch simpel von der Schaltung:
> https://www.youtube.com/watch?v=nsxaoH9DjDo

Oha, das wirkt ja schon mal sehr vielversprechend!
Hmm, wird zwar wohl mehr als das geplante Wochenendprojekt, aber der 
Sound ist beeindruckend (wobei da wohl der Gitarrenverstärker noch 
Efekte hinzufügt).

Meint ihr man kriegt sowas als Anfänger hin?


?!? schrieb:
> Mampf F. schrieb:
>> loooool, äh ja ... von "darauf spielen" kann da echt keine Rede sein
>> loool
>
> Du kannst es sicherlich viel besser. Lade doch mal ein Video hoch, damit
> wir alle was davon haben, okay? ;-)

Naja, denke er meinte einfach.. richtiges Thereminspielen ist eher 
sowas: https://www.youtube.com/watch?v=K6KbEnGnymk

Trotzdem interessant zu sehen wie man das Teil auch für andere Art von 
Musik eisnetzen kann :)
Gast #4146450
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Ja, der hat Hall und Echo vom Verstärker mit drauf, das gibt dem Ganzen 
den vollen Sound. Alleine klingt es sicher eher wie ne "quietschende 
Quietschente"...

Die Spulen kannst du dir auf die Pappkerne von Papierollen (Küchen- o. 
Klorollen) wickeln, oder auf ein Stück PU-Rohr. Wenn du 2 dünne Streifen 
doppelseitiges Klebeband auf die Kerne klebst, springen dir die 
Windungen nicht gleich wieder entgegen, wenn du mal nicht aufpasst....
Mein erster Elektronikbaukasten hatte damals sowas dabei. Da waren für 
MW 33 und 66 Windungen drauf.... das andere Kleinzeugs ist am Wochenende 
schnell zusammengebruzelt.
OP #4146469
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Simpel schrieb:
> Ja, der hat Hall und Echo vom Verstärker mit drauf, das gibt dem Ganzen
> den vollen Sound. Alleine klingt es sicher eher wie ne "quietschende
> Quietschente"...

Könnte ich ja auch digital machen, da ich das Ganze sowieso gerne an den 
PC anschließen will.

Simpel schrieb:
> Die Spulen kannst du dir auf die Pappkerne von Papierollen (Küchen- o.
> Klorollen) wickeln, oder auf ein Stück PU-Rohr. Wenn du 2 dünne Streifen
> doppelseitiges Klebeband auf die Kerne klebst, springen dir die
> Windungen nicht gleich wieder entgegen, wenn du mal nicht aufpasst....
> Mein erster Elektronikbaukasten hatte damals sowas dabei. Da waren für
> MW 33 und 66 Windungen drauf.... das andere Kleinzeugs ist am Wochenende
> schnell zusammengebruzelt.

Grade war ich auch dabei zu verstehen was es mit den Spulen auf sich 
hat! Wie gesagt bin ich Anfänger was Bauteile angeht.. was für 
Eigenschaften muss solch eine Spule noch erfüllen, außer der 
Induktivität von 100 Microhenry?
Spulen mit der Induktivität gibts ja auch als Winzlinge und 
verschiedenste Ausführugen.
http://www.conrad.de/ce/de/Search.html?search=Spule+100+%CE%BCH&searchType=mainSearchBar
Selbstbasteln klingt interessant, aber ich habe ja kein Messgerät um die 
dann zu eichen. Oder ist die Abweichung nicht so relevant?
Soweit ich mich noch an den Physikunterricht erinnern kann, hängt die 
Frequenz eines Schwinkreises maßgeblich auch von der Spule ab.
OP #4146651
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asd schrieb:
>> Youtube-Video "My Simple Homemade Theremin"
>
> Bei dem kommt es mir vor dass der gar keine zweite Antenne hat um die
> Lautstärke zu kontrollieren. Das macht den Schaltplan natürlich
> einfacher...

Ja, das hat sie leider nicht, aber denke es kommen trotzdem töne raus 
und mit dem Drehkondensator kann man immerhin die grundlegnde Tonhöhe 
modifiezieren.

Kann mir trotzdem vieleicht jemand schwind sagen was der Unterschied 
zwischen großen, selbst gebastelten Spulen ist, und den kleinen bei 
Conrad?
Persönliche Seite #4146659
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?!? schrieb:
> Mampf F. schrieb:
>> loooool, äh ja ... von "darauf spielen" kann da echt keine Rede sein
>> loool
>
> Du kannst es sicherlich viel besser. Lade doch mal ein Video hoch, damit
> wir alle was davon haben, okay? ;-)

Jap mach ich ... Wär mal eine Alternative zum Klavierspielen ... Wobei 
ich hab noch eine Ocarina zuhause, auf der ich mal Lieder von Monkey 
Island geübt habe ... Aber Theremin selbstbau mit DDS würde mich schon 
sehr reizen :D
#4146689
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Ich habe vor einiger Zeit auch mal mit dem Gedanken gespielt ein echtes 
Theremin zu bauen, aber aufgrund des finanziellen Aufwands dagegen 
entschieden.

Und stattdessen dieses als Teilesatz verschenkt und mit dem Beschenkten 
zusammen Platinen geätzt usw.: http://www.gaudi.ch/OpenTheremin/

Funktioniert ganz gut, sind zwei Oszillatoren die von einem Arduino 
ausgewertet werden, welcher dann auch die Tonerzeugung macht.
OP #4146701
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new schrieb:
> Vieleicht hilft dir das weiter:
> 
http://www.staff.uni-bayreuth.de/~bt150361/Elektronik-Praktikum/theremin/theremin.html
Danke!
Das sieht allerdings einiges komplexer als das obere aus dem Video aus.
Das Prinzip ist aber wohl ähnlich.


Robert N. schrieb:
> Ich habe vor einiger Zeit auch mal mit dem Gedanken gespielt ein echtes
> Theremin zu bauen, aber aufgrund des finanziellen Aufwands dagegen
> entschieden.
>
> Und stattdessen dieses als Teilesatz verschenkt und mit dem Beschenkten
> zusammen Platinen geätzt usw.: http://www.gaudi.ch/OpenTheremin/
>
> Funktioniert ganz gut, sind zwei Oszillatoren die von einem Arduino
> ausgewertet werden, welcher dann auch die Tonerzeugung macht.
Hmm, auch interessant!
Glaube ich baue aber lieber was rein elektronisches/analoges.
(Firma: matzetronics) #4146921
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Alex Ge schrieb:
> Matthias Sch. schrieb:
>> Das Ding von den Amazonen funktioniert auf Basis von lichtempfindlichen
> Wirklich? Es gibt tatsächlich auch ein Modell das auf Licht reagiert,
> dachte dieses sei aber anders...

Wenn ich mir die Teile anschaue, die da abgebildet sind, erkenne ich 
zwei LDR. Davon wird vermutlich der eine für die Tonhöhe sein, der 
andere für die Lautstärke.

Mampf F. schrieb:
> Hmm, das Theremin hat keine zweite Antenne für die Lautstärke

Das Ding von Amazon hat überhaupt keine Antenne.
OP #4146941
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@Matthias Sch.
Ja, hab ich in den Komentaren zu einem baugleichen Produkt auch 
gefunden: 
http://www.amazon.de/Theremin-Elektronische-Musik-Ufo-Lernspielzeug-Jugendliche/dp/B006LY4622/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1432964913&sr=8-3&keywords=Theremin+ufo
War ein Irrtum.
Auf den Bildern hat das Gehäuse allerdings ebensowenig Löcher für 
Lichteinfall, darum ging ich davon aus, die Antenne sei aus Draht und 
darunter...

Dafür hab ich inzwischen das hier gefunden: 
http://www.ebay.de/itm/161712570379?euid=4a06b7c789f24476a55ae399822d968c&cp=1&exe=11479&ext=28002&sojTags=exe=exe,ext=ext
Das hat definitiv eine Antenne. Es ist aber deutlich teurer als die 
Komponenten für das Selbstbau Teil aus dem Video, daher bleib ich bei 
dem - macht auch sicher mehr Spaß :)

Wobei es ziemlich schwer ist einen Drehkondensator mit 500pF zu finden 
><

Und kann mir wirklich niemand die Frage bezühlich den Spulen 
beantworten? (weshalb Selbst-Bau Spulen und nicht Fertige?)

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