Wenn man am Dreieck-Signal Verzerrungen beurteilen will, muss man
vorsichtig sein: Das Dreieckssignal kann sich durch eine nichtlineare
Verzerrung verformen, aber auch schon durch Phasenvrschiebungen. Auch
wenn sich nur im Bereich über 20 kHz die Phase ungünstig ändert sieht
man dass als eine Verzerrung eines 5 kHz Dreieckssignals.
Um grobe Verzerrungen zu sehen, sollte ein Dreiecksingal bei fester,
eher niedriger Frequenz ausreichend sein. Das kann man mit der einfachen
2-OP Schaltung besser erzeugen als per Sampling mit µC und 8Bit-DAC.
Um das Dreieck nicht zusätzliche durch die Laufzeiteffekte zu verzerren
sollte man beim Dreieck per DDS einen Bessel filter nutzen, und hat
einen entsprechend langsamen Abfall. Der Antialiasing filter wird
entsprechend schon deutlich vor der theoretischen Grenze von fsample/2
anfangen zu wirken.
Das die Oberwellen des 20 kHz Dreiecks schon schnell abfallen ist schon
gut, reicht aber noch nicht für ein gutes Dreieck. Da muss dann auch
noch das Filter mitspielen - da bekommt man ohne ungleiche Verzögerungen
halt nicht mehr bis fsample/3 oder gar zum theoretischen Limit
fsample/2, sondern vielleicht noch bis fsample/10, wenn überhaupt.
Ein weiterer Punkt beim digitalisierten Dreieck sind Artefakte, wenn die
Frequenz nicht gerade ein einfacher Teiler der Samplefrequenz ist.