Gast
#4333265
Hallo Leute, entschuldigt, ich hab es einfach nicht verstanden. Ich beschäftige mich in letzter Zeit aus Interesse ein bisschen mit GPS disziplinierten Frequenznormalen. Unter anderem die UBLOX Module haben einen Timepulseausgang, den man auf bis zu 10MHZ einstellen kann: https://www2.u-blox.com/images/downloads/Product_Docs/Timing_AppNote_%28GPS.G6-X-11007%29.pdf Ich dachte mir, ich könnte ja einfach diesen Ausgang statt eines Quarz für meinen Mikrocontroller verwenden und hätte dann eine super stabile Zeitbasis. Außerdem wäre dann noch der eingehende PPS Puls synchron zu meinem CPU Takt und ich könnte ihn sehr genau ausmessen. Allerdings ist wie in diesem Artikel beschrieben das Phasenrauschen des Ausgangs nicht besonders gut und es wird empfohlen eine PLL nachzuschalten. Ist das Phasenrauschen denn schlimm für diesen Anwendungszweck bzw. bei welchem Anwendungszweck macht das überhaupt etwas aus? So wie ich das verstehe unterscheiden sich die "Taktlängen" dann einfach Picosekundenteile. Mit einer PLL diszipliniere ich dann anscheinend einen deutlich phasenrauschärmeren Oszillator auf die Langzeitstabilität des GPS ausgangs? Das bringt mich zur zweiten Frage. Wie funktioniert denn dann die Takterzeugung für schnellere Prozessoren wie z.b. den Raspberry PI, die ja ein vielfaches der MHZ zahlen des Quarzes als Takt haben und das auch noch einstellbar. Wo steckt da der super rauscharme Oszillator? Das sheet von Ulrich Bangert habe ich schon einmal durchgelesen, bin aber leider auch nicht so wirklich schlau draus geworden. Danke für Erleuchtung.