In der Frequenzaufbereitung eines Senders kommen sehr oft mehrere
Oszillatoren vor. Zum Beispiel wird eine relativ hohe quarzstabile
Frequenz, die wesentlich für die Frequenzstabilität ist, mit einer
Frequenz eines modulierbaren Oszillators gemischt und aus der Summe die
Sendefrequenz erzeugt. Da Mischer sowohl Summe als auch Differenz bilden
(und dazu noch Oberwellen untereinander mischen) entstehen dabei viele
unerwünschte Mischprodukte, die Nebenwellen.
Auch bei der Frequenzsynthese per DDS entstehen bei vielen Zahlen breit
gestreute Nebenwellen, die durch Tiefpass, Bandfilter usw. unterdrückt
werden müssen.
Bei PLL Synthese wird z.B. ein 20kHz-Kanalraster durch eine
Referenzfrequenz von 20 kHz im Phasendetektor erzeugt. Diese 20 kHz
tauchen evtl. im Ausgangssignal des VCO auf, sodass das sendende Gerät
nicht nur auf dem exakten Kanal sendet, sondern auch ein stark
geschwächtes Siganl auf den Nachbarkanälen abgibt, diese also
"zustopft".
Auch ein Schaltwandler in der Stromversorgung des Geräts kann Ursache
für Nebenwellen sein.
Nebenwelle: alles, was nicht gewollt ist und kein Rauschen ist.