Harald schrieb:
> Ich möchte bei einem Design einen Optokoppler zur galvanischen Trennung
> einsetzten.
> Da auf der Empfängerseite (Photodiode/-transistor) ein Energy Harvesting
> Modul hängt muss der Strom sehr gering sein.
Auf der Empfangsseite kann man einen Optokoppler bei nahezu beliebig
kleinen Strömen betreiben. Die Grenze setzt einerseits der Dunkelstrom
(im nA Bereich, aber stark temperaturabhängig) andererseits die
erforderliche Schaltgeschwindigkeit. Je kleiner der Strom, desto
langsamer wird die Sache. Das liegt zum einen an umzuladenden
parasitären Kapazitäten, zum anderen an der Ausräumzeit des
Fototransistors.
Optokoppler mit Fotodioden sind prinzipiell schneller, brauchen aber auf
Empfangsseite einen Verstärker.
> Da ich in Analogtechnik nicht sehr bewandert bin habe ich leider keine
> Ahnung wie ich das berechnen soll.
Leg fest wieviel Strom bei angesteuertem Optokoppler auf Empfangsseite
fließen darf. Dimensioniere den Arbeitswiderstand danach (R=Vcc/I). Miß
(oder check erstmal im Datenblatt) ob das Ganze schnell genug für dich
ist. Wenn du auf Ansteuerseite genug Strom zur Verfügung hast, kannst du
den Optokoppler schneller machen indem du einen Widerstand zwischen
Basis und Emitter des Fototransistor schaltest (erfordert natürlich
einen Optokoppler bei dem die Basis herausgeführt ist). Weil das aber
die Empfindlichkeit des Fototransistors herabsetzt, mußt du auch mehr
Strom in die LED stecken.
HTH, XL