Hallo,
ich verwende eine Dremel 300 mit einer Drahtbürste (Messing oder Stahl)
zum Entrosten kleiner Metallteile. Das Problem ist, dass aus der Bürste
ständig Borsten wegfliegen. Ohne Schutzbrille ist das eine todsichere
Methode zum Erblinden, und die ganzen Klamotten stecken nach kurzer Zeit
voller Metallstachel.
Ist das normal, dass diese Bürsten so viele Federn verlieren? ich
arbeite nur mit geringer oder mittlerer Drehzahl, aber nach kurzer Zeit
ist die Bürste erledigt. Sind glaube ich von Proxxon. Gibt es da
Qualitätsunterschiede?
Ich mache das ganze jetzt in einer transparaenten Plastiktüte, aber das
ist umständlich und nach einer Weile ist die Tüte von innen zugestaubt.
Hallo,
mit der Drahtbürste darf auf jeden Fall nur mit niedrigster
Geschwindigkeit gearbeitet werden. Stand, glaube ich, auch mal in der
Dremel-Anleitung.
Gruß, Rene
Die Bürsten, die ich verwendet habe, sind glaube ich auch bis 15krpm
spezifiziert, schneller habe ich sie auch auf keinen Fall betrieben.
Einige Borsten fliegen schon bei einer neuen Bürste und ohne Anpressen
raus, besonders bei den Messingbürsten. Die taugen anscheinend wirklich
nichts. Die Stahlbürsten sind etwas besser.
Ja, und die Schutzbrille setze ich schon auf, wenn ich das Teil nur in
die Hand nehme. Alles andere ist absolut fahrlässig.
Das ist bei Markenbürsten schon fast normal, bei Billigheimern aber
garantiert!
Nimm ein Stück Draht und biege daran herum. Nach ein paar Hundert
Biegungen isser durch. Wenn der Dremel 15.000U/Min macht, sind das
15.000 Biegungen die Minute..... Wenn nun noch bei diesen Billigdingern
die Drähte nicht gut verpresst sind, macht die Fliehkraft das ihrige.
Etwas hilft es, wenn der Anpressdruck auf fast Null reduziert wird, dann
bürstet so ein Ding auch am besten.
Wenn ich mit einer Flex und Bürste arbeite, schießen mir die Drähte
manchmal sogar durch den Schuh!
Also, Brille auf und beim Haare kämmen danach sehr vorsichtig ;-)
Old-Papa
Jawohl Papa :-)
Ich bleibe wohl auch bei der Plastiktütenmethode. Ich habe diese
Stacheln schon an den unmöglichsten Stellen gefunden (und die Details
dazu möchte ich hier nicht weiter ausarbeiten).
>Wenn der Dremel 15.000U/Min macht, sind das>15.000 Biegungen die Minute.....
Und warum fliegt die Bürste dann nicht nach einer Minute vollständig
auseinander?
Pendragon schrieb:>>Wenn der Dremel 15.000U/Min macht, sind das>>15.000 Biegungen die Minute.....>> Und warum fliegt die Bürste dann nicht nach einer Minute vollständig> auseinander?
Weil Statistik ein gar böses Pferd ist ;-)
Old-Papa
>Weil Statistik ein gar böses Pferd ist ;-)
Was hat das mit Statistik zu tun? Bei 15.000 Biegungen jeden Drahtes
würde die Statistik in deinem Modell für schnelle, vollständige
Zerstörung in kurzer Zeit sprechen.
Zitat: " Nach ein paar Hundert Biegungen isser durch." Da hätten wir
einen "Sicherheitsfaktor" von ca. 100.
Pendragon schrieb:> Was hat das mit Statistik zu tun? Bei 15.000 Biegungen jeden Drahtes> würde die Statistik in deinem Modell für schnelle, vollständige> Zerstörung in kurzer Zeit sprechen.
Bei den Billigheimern passiert auch das (nicht immer, aber immer öfter
;-))
Und wenn man bestimmungsgemäß mit wenig Andruck arbeitet, kratzen nur
die Spitzen und so ein Ding lebt länger.
Old-Papa
evtl solltest du deine bürstenaufsäte vorher mal mit sekundebkleber
bearbeiten. einfach ein paar tropfen zwischen die beiden Metallscheiben
die die drähte halten. bei beadrf etwas Backpulver über den kleber damit
der schneller härtet
bernte schrieb:> bei beadrf etwas Backpulver über den kleber damit> der schneller härtet
...oder ein wenig Hefe. Dadurch wird die Bürste im Durchmesser größer.
MfG Paul
Warum musst du unbedingt bei dem Dremmel/Proxxon-Zeugs bleiben?
Es gibt für Bohrmaschinen auch recht kleine Drahtbürsten (Messing oder
auch Stahl). Die kann man aber nicht in die kleinen Dremmel/Proxxon´s
einspannen. Sie haben meist einen 6mm Schaft.
Ich spann diese Bürsten gerne in die Ständerbohrmaschine. Wenn es nicht
zu kleine Sachen sind, die du bürsten willst wäre das vielleicht eine
Option für dich.
Vancouver schrieb:> Ist das normal
Weitestgehend. Daher sowieso immer Schutzbrille. Allerdings halten
Original Proxxon Drahtbürsten deutlich länger als billiger Chinakram.
Jonny S. schrieb:> Es gibt für Bohrmaschinen auch recht kleine Drahtbürsten
Da fliegen die Drähtchen genau so heraus (allerdings ist die
Abtragleistung höher).
Michael B. schrieb:> Da fliegen die Drähtchen genau so heraus (allerdings ist die> Abtragleistung höher).
Meine Ständerbohrmaschine schafft bei weitem keine 15000rpm. Und deshalb
fliegen da auch keine Drähtchen raus. Mit dicken Handschuhen kann man so
aber ganz gut Kleinkram bürsten. Und die Drahtbürsten haben auch eine
erheblich höhere Standzeit.
Für ganz fragile Sachen ist der Dremmel dann aber bestimmt besser. Kommt
eben immer drauf an, was man zu bearbeiten hat.
Die Metallteile haben ziemlich feine Strukturen. Genaugenommen sind es
alte M-Gleise von Märklin, sie sind teilweise lackiert und haben
Plastikteile. Eine Ständerbohrmaschine mit großer Bürste wäre zu grob,
da geht zwar der Rost weg, aber alles andere auch. Die Dremel hat die
ideale Größe dafür.
Vancouver schrieb:> .... Die Dremel hat die> ideale Größe dafür.
Mir persönlich ist das Original (also Proxxon) lieber. Mit original
Proxxon-Bürsten habe ich schon einiges gemacht, ein paar Drähte gingen
drauf. Die Bürsten aus einer billigen 200-Teile Sammlung (Aldi, Lidl
oder so) waren in Minuten weg.
Die Idee mit dem Verkleben hat aber was. Allerdings nicht mit
Sekundenkleber, der ist zu spröde. Besser wäre Silikon oder Heißkleber,
damit die Drähtchen dann nicht hart geknickt werden. Heißkleber werde
ich mal versuchen.
Old-Papa
Vancouver schrieb:> Genaugenommen sind es alte M-Gleise von Märklin,
Die (Schienen) sind schwarz und das Gleisbett gemustert braun/weiss.
Was willst du da mit einer Drahtbürste ? Danach ist es blank.
Wenn die Schienen keinen oder schlechten Kontakt geben, dann kann man
von oben mit Sandpapier leicht schleifen, das sieht dann aus wie bei
richtigen Eisenbahnschienen die auch nur oben blank sind wo die
Radreifen rollen, bekommt damit aber ebenfalls eine blanke Eisenfläche
die besonders schnell wieder rostet.
Daher gibt es Waggons mit Schleifpapierblöcken unten dran, die bei jedem
drüberfahren die Schienen putzen, auch mit Reinigungsflüssigkeit.
Wenn die Schienen noch in einem halbwegs guten Zustand sind, hast Du
recht. Aber ich habe in der Bucht einen Karton ("Kellerfund") mit
M-Gleisen erstanden, die in einem erbärmlichen Zustand waren und erstmal
eine Generalreinigung und Desinfektion durchmachen mussten.
Der Rost sitzt hauptäschlich auf den Laufschienen und dem Mittelleiter,
und den kann man vorsichtig wegdremeln, wenn man eine entsprechend
kleine Bürste verwendet. Danach bleibt eine schwarzgrau schimmernde
Schicht übrig, die interessanterweise nicht nachrostet. Insgesamt hat
Märklin damals anscheinend einen recht guten Stahl verwendet. Aber 30
Jahre in einem feuchten Keller hinterlassen halt doch irgendwann ihre
Spuren.
Um Dich richtig zu gruseln: In solchen Fällen baue ich immer erst die
komplette Mechanik aus den Weichen und lege dann die ganzen Gleiskörper
für 20min in heißes Wasser mit Spülmittel. Anschließend wird jede
Schiene im Wasser mit einer normalen und nicht zu harten Haushaltsbürste
abgebürstet, bei den Weichen entsprechend vorsichtig. Danach gehts für
einige Stunden auf einen gut warmen Heizkörper. Wenn man sie schnell
trocknet, bildet sich kein neuer Rost auf den Schienen. Bei den
wirklich schlimmen Fällen kommt dann das entrosten. Es gibt einige
wenige Fälle, die diese Tortur nicht überleben, sie landen in der Tonne.
Anschließend baue ich die Weichenmechanik wieder ein, mache alles
gangbar, ein winziger Tropfen Öl an den richtigen Stellen, neue
Verkabelung, Gleisanschlüsse gerade biegen etc. Auf diese Weise habe ich
hunderte Schienen aufgearbeitet.
Das ist zwar viel Arbeit, aber es macht mir Spaß, die alten Klamotten
wieder aufzuarbeiten, sodass man sie verwenden kann. Andere restaurieren
halb weggerostete Oldtimer. Wenn ich die Schienen wieder verkaufen
wollte, könnte ich den fünffachen Preis dafür verlangen und würde ihn
bekommen.
Old P. schrieb:> Vancouver schrieb:>> .... Die Dremel hat die>> ideale Größe dafür.>> Mir persönlich ist das Original (also Proxxon) lieber. Mit original> Proxxon-Bürsten habe ich schon einiges gemacht, ein paar Drähte gingen> drauf. Die Bürsten aus einer billigen 200-Teile Sammlung (Aldi, Lidl> oder so) waren in Minuten weg.> Die Idee mit dem Verkleben hat aber was. Allerdings nicht mit> Sekundenkleber, der ist zu spröde. Besser wäre Silikon oder Heißkleber,> damit die Drähtchen dann nicht hart geknickt werden. Heißkleber werde> ich mal versuchen.>> Old-Papa
nimm sekundenkleber der zerfließt besser in den Zwischenraum der
haltescheiben
@Paul
deine Hefe kannst du im Kühlschrank lassen oder mal ein ordentliches
Bier damit ansetzen
Backpulver hilft wirklich beim Aushärten von Cyanacrylat Kleber außerdem
ist es ein guter Füllstoff
einfach mal ausprobieren anstatt .....
bernte schrieb:> Backpulver hilft wirklich beim Aushärten von Cyanacrylat Kleber außerdem> ist es ein guter Füllstoff>> einfach mal ausprobieren anstatt .....
Das ist eine Scheißidee. Backpulver setzt CO2 frei, so daß das
Cyanacrylat während des Polymerisierens aufgeschäumt wird und an
Festigkeit einbüßt.
Was Du für eine guten Füllstoff hältst, ist in Wahrheit ein poröses
Gebrösel ohne Stabilität. Nicht jeder Haushaltstipp aus dem Internet
ist in der Realität auch brauchbar.
MfG Paul
Paul B. schrieb:> bernte schrieb:>> Backpulver hilft wirklich beim Aushärten von Cyanacrylat Kleber außerdem>> ist es ein guter Füllstoff> Das ist eine Scheißidee. Backpulver setzt CO2 frei,
aber auch nur in kontakt mit wasser - das selbe wasser was eigentlich
das cyanacrylat braucht um auszuhärten ;-)
meine idee wäre: wenn schon sekundenkleber, dann den ganzen quark mal
kurz in wasser dippen, damit auch größere, mit kleber gefüllte
kapillarräume zwischen den drähten zeitnah aushärten können.