Richtig ist b weil reale Kondensatoren ein Resonanzminimum haben und
darüberhinaus der ESL der internen Leitungen als Induktivität bestimmend
wird.
Aber in der Frage wird nach idealen Kondensatoren gefragt, nicht einem
bestimmten realen Modell, daher a.
> Wie seht ihr das?
- Berechnungsformel für den Wechselstromwiderstand von (idealean - nur
um die geht es hier) Kondensatoren aus dem Gedächtnis abrufen
- Grundlagen der Kurvendiskussion darauf anwenden
- zu der Bestätigung kommen dass natürlich A korrekt ist
HTH
Na, da kann man doch nur spekulieren was in diesem Fall gemeint ist. Ein
realer Kondensator? Ein RLC-Modell eines Kondensators? Allerdings ist
"der" Wechselstromwiderstand ja schon eine Funktion der Frequenz...
MaWin schrieb:> Aber in der Frage wird nach idealen Kondensatoren gefragt, nicht einem> bestimmten realen Modell, daher a.
Ich kann im Org.-Dokument nirgends das Wort "ideal“ finden. Es ist
also hineininterpretiert, dass es sich um einen "idealen" Kondensator
handeln soll.
Also ist B richtig..
Michael M. schrieb:> Es ist also hineininterpretiert, dass es sich um einen "idealen"> Kondensator handeln soll.
Bei Prüfungsfragen handelt es sich grundsätzlich immer um einen idealen
Kondensator, da braucht man nix hineininterpretieren!
Deswegen muss zwangsläufig A richtig sein!
Jürgen von der Müllkippe schrieb:> Bei Prüfungsfragen handelt es sich grundsätzlich immer um einen idealen> Kondensator,
Wo ateht das bzw. woher nimmst du diese Weisheit?
Das ist so eine typische Aufgaben um auszusieben:
a) Personen, die zu wenig wissen,
b) Personen, die zu viel wissen.
Kandidaten der Kategorie a) raten, also 25% Trefferwahrscheinlichkeit.
Kandidaten der Kategorie b) zwischen 25%-0% Trefferwahrscheinlichtkeit.
Da will man nur die haben, die sich dem Niveau anpassen können. Die
ahnen dass es A) sein muss.
Beides will man dort nicht haben. ;o)
Dieter D. schrieb:> Das ist so eine typische Aufgaben um auszusieben:>> a) Personen, die zu wenig wissen,> b) Personen, die zu viel wissen.>> Kandidaten der Kategorie a) raten, also 25% Trefferwahrscheinlichkeit.> Kandidaten der Kategorie b) zwischen 25%-0% Trefferwahrscheinlichtkeit.> Da will man nur die haben, die sich dem Niveau anpassen können. Die> ahnen dass es A) sein muss.>> Beides will man dort nicht haben. ;o)
Also lautet die richtige Antwort "vielleicht", oder was willst du mit
deiner Antwort sagen?
Natürlich können A und B richtig sein, je nach Interpretation.
Ich würde die Interpretation, nach der B richtig ist in dem Zusammenhang
als richtiger ansehen.
Anscheinend geht es um die Amateurfunkprüfung. Da ist es das Ziel, die
Kenntnisse für das tatsächliche reale Funken und Selberbauen abzufragen.
Wenn es nur um theoretische Betrachtung ginge, bräuchte man gar keine
Prüfung. Für einen realen Kondensator gilt aber nunmal B.
Wenn beide als richtige Antwort möglich sind, bringt darüber streiten
aber auch nichts.
Die Frage ist in der Tat nicht ganz eindeutig gestellt, denn es wird
explizit nach dem *Wechselstromwiderstand*[1] gefragt, also der
Impedanz.
Wäre hier nach dem Blindwiderstand gefragt worden, ist die Sachlage
klar: X_C ~ 1/f und somit Antowrt "a".
Da aber nach der Impedanz gefragt wurde, steigt diese wieder, wenn die
parasitäre Inudktivität überwiegt bzw. irgendwann auch die
dielektrischen Verluste sich bemerkbar machen.
Bin mal gespannt, ob in der nächsten Revision des Fragenkatalogs diese
Frage überarbeitet wird?
[1] Sowohl Wikipedia als auch der Duden verweisen
"Wechselstromwiderstand" -> "Impedanz"
Marek N. schrieb:> Die Frage ist in der Tat nicht ganz eindeutig gestellt, denn es wird> explizit nach dem *Wechselstromwiderstand*[1] gefragt, also der> Impedanz.
Doch, die Frage ist eindeutig formuliert und ebenso ist die richtige
Antwort als A eindeutig gekennzeichnet.
Es ist so eindeutig wie die Fahrprüfung oder die Juristenausbildung
auch, der Geprüfte hat die richtigen Kombinationen auswendig zu lernen
und sich nicht irgendwas mit Duden und Wikipedia hinzubiegen, es sei
denn, er will die Prüfung absichtlich verkacken.
Erziehungsbeschleuniger schrieb:> Doch, die Frage ist eindeutig formuliert
Eben. Es wird eindeutig nach dem Wechselstromwiderstand gefragt.
Und da muss man nicht "im Duden" nachlesen, was dieses Wort bedeutet.
Quizzer schrieb:> bei der Frage im Anhang hätte ich B) gesagt jedoch ist A) richtig.> Wie seht ihr das?
Die Frage ist aus dem Klasse E Katalog, da wird noch idealisiert. Da Du
offensichtlich bereits mehr Wissen hast, zum Beispiel über parasitäre
Effekte, solltest Du drüber nachdenken gleich Klasse A zu machen.
pnp schrieb:> MaWin schrieb:>> Aber in der Frage wird nach idealen Kondensatoren gefragt> =======> Wo?
Bei den uns hier gegebenen Informationen kann man das einzig und allein
aus der als 'richtig' deklarierten Antwort schließen.
Peter N. schrieb:> Laut verlinktem pdf (Seite 5):> Die richtige Antwort bei jeder Frage ist in den Katalogen immer A
..ja, laut BNA-"Meinung". Vielleicht haben sie aber im Zeitraum 2006 bis
2020 auch dazugelernt? Ich weiß es nicht. Oder es ist ein Irrtum, der
dort zu lesen ist. Vielleicht aber auch nicht.... :-(
Ich bin zu 100% sicher, dass JEDER Lehrer (oder z.B. Vortragende in
einem Afu-Lehrgang) den nicht unerheblichen Unterschied zwischen Theorie
und Praxis ansprechen wird, es sei denn, dieser Mensch ist gelinde
gesagt total auf den Kopf gefallen.
MaWin schrieb im Beitrag #6536846:
> Im Unterricht wird immer von idealen Bauteilen ausgegangen.
Ich weiß nicht, was für einen Unterricht du hattest. ;-)
Was nützt der Menschheit in der Praxis die rein wissenschaftliche
theoretische Erkenntnis vom idealen Kondensator, der keinerlei
parasitäre Eigenschaften kennt? Gar nichts!
Ich kann mich nicht (nur) an ideale aber praktisch nicht anzutreffende
Eigenschaften klammern (das Wissen davon ist natürlich nicht
verwerflich). Damit arbeiten zu wollen, würde jedoch immer nur zu
Schiffbruch führen. :-(
In praktischen Leben wäre -wenn wir uns auf die reine Wissenschaft
beziehen- bereits beim Detektorempfänger (oder noch viel früher) Schluss
gewesen. Willkommen im 19. Jahrhundert. :-(
An weitere Elektronik-Entwicklung wäre ohne die realen Eigenschaften des
Kondensators nicht zu denken gewesen: Kein Radio, HiFi, Telefon,
Fernsehen, Rechner, Mobilfunk usw.
Also mir ist die Realität mit den durch die Physik gegebenen
Einschränkungen lieber als eine reine Theorie (der Wissenschaft).
Welchen Sinn sollte das haben, wenn ein Funkamateur (oder Elektroniker)
nur das theoretische Kondensator-Modell (ohne SRF) kennen würde?
Da (mit dem realen Kondensator) weiß ich doch lieber, welche
Schwierigkeiten auf mich zukommen können. ;-)
Michael M. schrieb:> Was nützt der Menschheit in der Praxis die rein wissenschaftliche> theoretische Erkenntnis vom idealen Kondensator, der keinerlei> parasitäre Eigenschaften kennt? Gar nichts!
Das nützt dir ne ganze Menge im typischen Anwendungsbereich in dem die
sog. parasitären Effekte keinen wesentlichen Beitrag haben. Es ist auch
keine theoretische Erkenntniss sondern eine aus Experimenten
abgeleitete. Die 'Idealisierung' hat auch einen ganz bewusst Zweck,
nämlich im Alltag mit Kopfrechnen Probleme analysieren zu können.
> Ich kann mich nicht (nur) an ideale aber praktisch nicht anzutreffende> Eigenschaften klammern (das Wissen davon ist natürlich nicht> verwerflich). Damit arbeiten zu wollen, würde jedoch immer nur zu> Schiffbruch führen. :-(
Nein, das führt nur zu Schiffbruch, wenn man sich ausserhalb der
Geltungsbereichs der idealisierten Kennlinie bewegt, auch bei realen
Bauteilen. Also sollte man in etwa wissen ab, welcher Frequenz die
parasitären Effekte überwiegen und ob das für die Jeweilige bauform aund
Anwendung von Belang ist.
Im Übrigen wird auch in der Amateurfunkprüfungen auf die parasitären
Effekte (bspw. Tangens delta) eingegangen. Nur eben nicht in dieser
Frage bei der das Wissen über das Verhalten des Kondensator
imallgemeinen Anwendungsfall abgefragt wird.
Dieter D. schrieb:> Das ist so eine typische Aufgaben um auszusieben:>> a) Personen, die zu wenig wissen,> b) Personen, die zu viel wissen.>> Kandidaten der Kategorie a) raten, also 25% Trefferwahrscheinlichkeit.> Kandidaten der Kategorie b) zwischen 25%-0% Trefferwahrscheinlichtkeit.> Da will man nur die haben, die sich dem Niveau anpassen können. Die> ahnen dass es A) sein muss.>> Beides will man dort nicht haben. ;o)
Sorry, aber das halte ich für sowas wie Hobby- Verschwörungs
-Theorie.
Es ist so, wie es ist - eine Absicht dieser Art ist nicht nachweisbar.
tja... schrieb:> Sorry, aber das halte ich für sowas wie
Den Schuh musst Du Dir wirklich nicht anziehen und an deren Stelle
dementieren mit dem Totschlagwort VT. Es ist bald Karneval/Fasching und
da muss alles auf Bütteneignung abgecheckt werden.
Es gibt kommerzielle Anbieter und Habilitationen auf dem Gebiet der
Erstellung von Fragebögen, die übrigens genau eine solche Auswahl bei
den Antworten als professionellen Service anbieten.
Man sollte wissen, dass es das gibt, aber nicht immer annehmen, dass das
überall drinnen stecke.
In meiner Ausbildung galt in der Theorie der Grundsatz, dass wir von
idealen Bauteilen ausgehen, sofern nicht anders angegeben.
In der Praxis galt die umgekehrte Regel.
Erziehungsbeschleuniger schrieb:> Nur eben nicht in dieser> Frage bei der das Wissen über das Verhalten des Kondensator> imallgemeinen Anwendungsfall abgefragt wird.
Der "allgemeine Anwendungsfall" ist in jeder Elektronik gegeben, nicht
nur im Afu. Da soll demnach (deine Aussage) das Wissen des Prüflings
sein, dass
im allg. Anwendungsfall ein Kondensator ein parasitenfreies und ideales
Bauteil sei?
Tut mir Leid; ich folge die nicht! Der allgemeine Anwendungsfall ist in
der Praxis immer da, sei es in einem Netzteil oder in einem
HF-Verstärker oder höherfrequenten Digital-Anwendungen.
In allen Fällen komme ich mit dem Ideal-Modell (aus der Theorie) nicht
weiter oder andersherum gesagt: Ich mache ich eine heftige Bauchlandung,
wenn ich nichts von ESR und Zuleitung-Induktivität weiß (oder sogar
davon weiß, die Fakten jedoch für die "allg. Anwendung" einfach
ignoriere).
Mich ärgert, dass ihr hier, statt dem Verursacher oder die
Verantwortlichen zu bashen, euch gegenseitig Idiotie und Ähnliches
vorwerft. Habt ihr echt nix besseres als solche Hahnenkämpfe drauf?
(Nicht jeder Beitrag ist gemeint.)
Also zum Verursacher: Wie kann man eine solche Frage in einer Prüfung
mit solchen Antwortmöglichkeiten geben? Wer hat das verbockt, und welche
Hammel waren so blind, bei einer Kontrolle so einen Quatsch
durchzuwinken?
Wäre demjenigen, der die Frage formuliert hat, denn ein Zacken aus
seiner Krone gebrochen, wenn er das kleine Wörtchen "ideal" oder was
Ähnliches eingefügt hätte? Oder hat er innerlich gegrinst und sich
gesagt "Ha, da fallen die ganzen arroganten Klugscheißer, die schon
Ahnung von der Praxis haben, garantiert drauf rein!"? Oder was war da
los?
Nebenbei, ich wäre auch darauf reingefallen. Zumal gerade in einer
Amateurfunkprüfung, wo es per Definition um hohe Frequenzen geht, dieses
Wissen wahrlich dazu gehört - im Gegensatz zu einer Prüfung z. B. zum
Elektromeister.
Hackt euch bitte nicht so sinnlos.
DZDZ (Afu-Lizenz seit 40 Jahren)
Michael M. schrieb:> Erziehungsbeschleuniger schrieb:>> Nur eben nicht in dieser>> Frage bei der das Wissen über das Verhalten des Kondensator>> imallgemeinen Anwendungsfall abgefragt wird.>> Der "allgemeine Anwendungsfall" ist in jeder Elektronik gegeben, nicht> nur im Afu. Da soll demnach (deine Aussage) das Wissen des Prüflings> sein, dass>> im allg. Anwendungsfall ein Kondensator ein parasitenfreies und ideales> Bauteil sei?
Naja, irgendwie erkenne ich, du hast ein sehr bäuerliches Verständnis
von 'Parasiten' und 'Ideal'. Natürlich wählt man einen Kondensator so
uas, das er sich weitgehend 'ideal' verhält. Also wie ein 'reiner
Kondensator' bei dem die nicht-kapazitiven (aka induktiven und ohmschen)
Eigenschaften keinen wesentlichen Einfluß auf den Wechselstromwiderstand
haben. Was ja selbstverständlich ist, will ich induktive Eigenschaften,
wähle ich ein induktives Bauelement und keinen Kondensator der im
parasitären Bereich betrieben wird.
> Der allgemeine Anwendungsfall ist in> der Praxis immer da, sei es in einem Netzteil oder in einem> HF-Verstärker oder höherfrequenten Digital-Anwendungen.
nein der allgemeine Fall ist die Hauselektrik und NF-ELektronik, also
unterhalb der Frequenz ab der die Parasitären Effekte überwiegen.
Bitte schau doch mal selbst nach, ab welcher Frequenz der Kondensator
nicht mehr idealisiert werden kann. Da muss man schon deutlich in den
MHz-Bereich gehen. Und natürlich wählt man im kritischen Bereich
Kondensatoren (Bauform, Kapazität, Anschlusstechnologie) bei der die
Freequenz ab der die induktiven Effekte überwiegen, möglichst hoch sind.
Das ist im pF-Bereich oberhalb 500 MHz, ein Bereich der die wenigstens
Elektroniker und Funkamateure betrifft.
> In allen Fällen komme ich mit dem Ideal-Modell (aus der Theorie) nicht> weiter oder andersherum gesagt: Ich mache ich eine heftige Bauchlandung,> wenn ich nichts von ESR und Zuleitung-Induktivität weiß (oder sogar> davon weiß, die Fakten jedoch für die "allg. Anwendung" einfach> ignoriere).
Nein, ein idealisiertes Modell kommt nicht aus der Theorie, sondern aus
der Praxis. Es vereinfacht die Konstruktion und Berechnung für einen
bestimmten Frequenzbereoch wie bspw. Netzfilter, Transistorkoppelstufen,
Rückkoppelstufen für Arbeitspunktstabilität, ... also dort wo ESR und CO
keine Rolle spielt.
Ohne Verwendung von idealisierten (Modelle erster Näherung) könnte man
keine Schaltung ohne Hochschulstudium entwerfen. Nichtmal einen
Spannungsteiler, weil auch ein Simpler Widerstand thermischen Einfluß
unterliegt und ebenso parasitäre Elemente beinhaltet, die aber im
Anwendungsfall keine wesentliche Rolle spielen.
Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:> Hackt euch bitte nicht so sinnlos.
Genau! Dem sollte jeder zustimmen können. Damit wäre alles wichtige und
passende zu dem Thema in allen noch verbliebenen Beiträgen genannt.
Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:> Wäre demjenigen, der die Frage formuliert hat, denn ein Zacken aus> seiner Krone gebrochen, wenn er das kleine Wörtchen "ideal" oder was> Ähnliches eingefügt hätte?
Der Verursacher hat dem Fragenkatalog eine Formelsammlung beigefügt, die
auch zur Prüfung verwendet werden kann. Und da findet sich die Formel
für den idealen Kondensator. Hier im Anhang,
Irgendwie habe ich den Eindruck, das hier ausschliesslich die über die
AFU-Prüfung herziehen, die nie eine bestanden oder daran teilgenommen
haben.
>Nebenbei, ich wäre auch darauf reingefallen. Zumal gerade in einer>Amateurfunkprüfung,
IMHO Schutzbehauptung, du wärst nicht auf eine boswillig Falle
hereingefallen, wenn Du Dich auf Fragen und Antworten vorbereitet
hättest.
Wobei die Frage ist, was böswillig an Formulierungen ist, die
herauszupicken die sich offensichtlich auf die Prüfung vorbereitet haben
sondern einer Selbstüberschätzung der eigenen Fachkompetenz unterliegen.
>wo es per Definition um hohe Frequenzen geht, dieses>Wissen wahrlich dazu gehört -
Ja in der Form das es auch Fragen zu den parasitären Verlusten eines C
gibt. Und die konstruktiven Regeln genannt werden, welche C's man wie
einsetzt um die parasitären Eigenschaften klein und unwesentlich zu
halten (Kerko, kurze Anschlussleitungen, kleine Kap.-werte)
DJ* (Funk- und Amateurfunkausbildung vor 35 Jahren)
Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:> Wäre demjenigen, der die Frage formuliert hat, denn ein Zacken aus> seiner Krone gebrochen, wenn er das kleine Wörtchen "ideal" oder was> Ähnliches eingefügt hätte?...
Genau das z.B. kann ich auch nicht nachvollziehen..... ;-)
Erziehungsbeschleuniger schrieb:> ....
Deine Haarspalterei geht mir offen gestanden auf den Geist. :-/
Schon bei einem einfachen Siebkondensator (50 Hz-GR) ist der ESR sehr
interessant; also ist das Modell (mit seinen Ideal-Eigenschaften)
bereits weit weg von Realität, das keine parasitären Effekte kennt.
Punkt.
Für mich EoD, ich habe keine Lust mehr...
Erziehungsbeschleuniger schrieb:> Irgendwie habe ich den Eindruck, das hier ausschliesslich die über die> AFU-Prüfung herziehen, die nie eine bestanden oder daran teilgenommen> haben...
Dein Eindruck täuscht dich offenbar. Selten so gelacht! :-D
Quizzer schrieb:> bei der Frage im Anhang hätte ich B) gesagt jedoch ist A) richtig.> Wie seht ihr das?
Die Aufgabe ist unglücklich gestellt. Ich glaube nicht, dass Fangfragen
in den Prüfungsfragen absichtlich enthalten sind. Was hältst du denn
davon, eine nette E-Mail an die BNetzA zu schreiben und freundlich
darauf hinzuweisen, dass die Aufgabe missverstanden werden kann? Oder
vielleicht an den Ausbildungsbeauftragten des DARC? Der sollte doch in
Kontakt mit der BNetzA stehen?
Viele Grüße
Michael
Ganz besonders für eine Funkprüfung ist nur B richtig, weil viele reale
Kondensatoren schon bei wenigen MHz als Induktivitäten auftreten. Elkos
zum Beispiel.
Jeder der jemals einen Blick in ein Kondensatordatenblatt geworfen hat,
weiß das. Selbst für dumme Schaltregler ist das heute schon relevant.
Ich als Prüfer würde aber beide Antworten gelten lassen, solange der
Prüfling eine schlüssige Begründung für seine Antwort geben kann.
Andererseits:
Es ist eine Behörde. Eine deutsche Behörde. Da muss man tatsächlich in
Kategorien der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts denken, oder wo auch
immer Deutschland technisch stehen geblieben ist. Da kann A durchaus
noch gestimmt haben, damals wusste man es halt nicht besser...
Hallo
A ist wie schon vielfach erwähnt richtig.
Bei solchen Prüfungen kann man immer davon ausgehen das Wissen abgefragt
wird - welch ein Wunder ;-)
Aber dennoch ist das von mir ernst gemeint:
Es wird immer Grundlagen Wissen bzw. das Wissen abgefragt was in den
Lektionen (Abschnitt, Semester - was auch immer) eingetrichtert wurde.
Und das ist so gut wie immer in der E-Technik das theoretische Ideal
solange das nicht (manchmal sehr perfide verklausuliert) irgendwie
eingeschränkt wird.
All die Afu Prüfungen sind letztendlich recht simpel und gehen von Ideal
bzw. eben von den Nachweis des generellen Wissens aus.
Wenn du fiese Antwortmöglichkeiten und hinter das Licht führen bei
Prüfungen sehen willst schau dir mal Gesellenprüfungen (sicherlich auch
beim E-Techniker und ähnlichen) im E-Technikumfeld im Theoretischen
Bereich an.
Irgendeine Formel falsch (aber trotzdem nach System - das ist nur auf
den ersten Blick unlogisch) umgestellt und man kann sicher sein das die
sich ergebene falsche Lösung auch zur Auswahl steht.
Oder das verhalten einer Induktivität kommt genau als Antwortmöglichkeit
bei der Frage zum verhalten einer Kapazität vor - sehr nett...
Während man bei der Afu-Prüfung irgendwie schon seid mehreren
Jahrzehnten davon ausgehen kann das der Prüfer (noch eine Behörde)
eigentlich alles dafür tut es den Prüfling recht einfach zu machen und
daran interessiert ist das die Prüfung bestanden wird so ist das bei
allen was "echte" Abschlüsse die einen beruflich (geldlichen) Wert haben
immer noch anders.
Wie mache ich es den Prüfling möglichst schwer, wie belaste ich ihn
maximal, wie treibe ich ihn zu möglichst viel Lerneinsatz (vor der
Prüfung).
Halt dieses ganze kranke denken was man vor allem zu Beginn der
Pandemie, aber auch aktuell immer noch sehen darf:
Prüfungen müssen durgepeitscht werden, Erleichterungen? Bloß nicht.
Verzicht auf Teile des Prüfungsstoff - die Welt geht unter...
"Ungestraft" einfach das (Pandemiejahr) ausfallen lassen und alle
wiederholen halt irgendeine Klasse - wo kämen wir denn da hin.
Ham
Name: schrieb:> Ich als Prüfer würde aber beide Antworten gelten lassen, solange der> Prüfling eine schlüssige Begründung für seine Antwort geben kann.
Sehe ich auch so. Das Problem ist aber, dass man bei einem Multiple
Choice Test nur nach der Antwort und nicht nach einer Begründung fragt.
Übrigens: Die Frage ist aus dem Fragenkatalog der Klasse E. Das ist die
Lizenzklasse für Einsteiger. Dabei sollte es darum gehen, bei jüngeren
Menschen Interesse für Amateurfunk und Technik zu wecken. Diese Prüfung
machen teilweise Schüler. Einem Schüler wird man zunächst mal ideale
Kondensatoren erklären. Deshalb finde ich es in Ordnung, dass man in der
Prüfung für Klasse E mit idealen Bauelementen arbeitet. Natürlich sollte
bei dieser Frage dabeistehen, dass ein idealer Kondensator gemeint ist,
damit jemand, der mehr Wissen hat, nicht auf die Frage reinfällt.
LOL, ne?
Ich habe meine AFU-Prüfung vor 22 Jahren abgelegt.
Damals gab es noch keine Formelsammlung und auch keine Ankreuzschablone.
Damals musste man sich die Antworten im Klartext aus den Fingern (oder
sonstigen Körperteilen) saugen.
Bis dahin war es ein steiniger Weg an Büffelei, nicht nur stupide
Landeskenner von Ostblockstaaten, die es fast 10 Jahre nicht mehr gab,
sondern auch völlig vermurkste Bandpläne von KW-Bändern (z.B. 160 m) auf
denen ich damals eh nicht hätte arbeiten dürfen, da ich ja
"charakterschwach und lernfaul" [Zitat CQ-DL] war, um Morsen zu lernen.
Niemandem habe ich Böswilligkeit unterstellt. Fragenkataloge werden von
Menschen erstellt und wo Menschen arbeiten, passieren Fehler.
Übrigens gibt es zu den aktuellen Fragenkatalogen eine Liste der nicht
mehr prüfungsrelevanten Fragen [1], in der so einige Fragen gestrichen
wurden, sei es, weil sich die Gesetzeslage geändert hat, sei es weil sie
technisch überholt sind oder sei es, weil sie eben mißverständlich
formuliert oder nicht eindeutig zu beantworten sind und diese TC208 ist
eben beim Review durchgerutscht.
Macht nichts, am 15. November 2020 ist die Frist zur Einreichung von
Verbesserungsvorschlägen verstrichen. Ab dann werden neue Fragenkataloge
ausgearbeitet. Bin schon sehr gespannt.
[1]
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Amateurfunk/Fragenkatalog/Liste_der_nicht_mehr_relavanten_Fragen.pdf;jsessionid=DEEE1E30974EAAD7C6C36625BBC3631F?__blob=publicationFile&v=1
Michael M. schrieb:> Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:>> Wäre demjenigen, der die Frage formuliert hat, denn ein Zacken aus>> seiner Krone gebrochen, wenn er das kleine Wörtchen "ideal" oder was>> Ähnliches eingefügt hätte?...> Genau das z.B. kann ich auch nicht nachvollziehen..... ;-)
Vielleicht weil die Formulierung "idealer Kondensator" zu solchen
Verbalschlägereien führt, das es einen 'idealen Kondensator in der
realen Welt nicht gibt und man hier unnützes Zeug lernen müßte ...
Beitrag "Re: Fangfrage? Kondensator"
Persönlich bevorzuge ich da eher 'Kapazizät' als Bezeichnung für das
Bauelement Kondensator auch wenn das Verwechslung mit der Eigenschaft
der Ladungsspeicherung Kapazität erlaubt. Man kann auch Bauelement für
die Angaben im Schaltplan verwenden und Bauteil für reale Kaufteile,
aber auch das wird unterschiedlich gehandhabt.
Oder eben "idealisierter Kondensator" oder man gibt wie geschehen die
entsprechende Formal an aus der sich die gesuchte Antwort ableiten
lässt.
>> Erziehungsbeschleuniger schrieb:>> ....> Deine Haarspalterei geht mir offen gestanden auf den Geist. :-/
Es ist keine Haarspalterei, das ist lediglich die Darstellung wie das
Bauteil Kondensator wie aus der (dreckigen) Elektropraxis bekannt als
Zusammenschaltung von Bauelement Kondensator und weiteren (parasitären)
Bauelementen Induktivität und Ohmscher Widerstand modelliert wird.
> Schon bei einem einfachen Siebkondensator (50 Hz-GR) ist der ESR sehr> interessant; also ist das Modell (mit seinen Ideal-Eigenschaften)> bereits weit weg von Realität, das keine parasitären Effekte kennt.
Das Modell des Bauteils Kondensator sieht so aus, wie im Anhang
also eine Zusammenschaltung aus Kapazität, Ohmschen Widerstand und
Induktivität. Für die Kapazität in diesem Bild gilt für den
Wechselstromwiderstand das gleiche wie unter (A) gefragt. Das
Gesamtverhalten des Bauteils wird durch die parasitärenen Elemente
(bspw. Anschlussleitungen) entsprechzend (B) verändert. Es wird aber
nicht nach dem Einfluß der Parasitären Elemente gefragt.
> Für mich EoD, ich habe keine Lust mehr...
Kein Lust etwas richtig und Vollständig zu lernen, ja solche
Zeitgenossen gibt es. Für alle anderen, da ein Link zur Modellierung
realer Bauteile mit (idealisierten) Bauelementen (aus dem stammt auch
der Screenshot):
https://home.zhaw.ch/weie/EL3/Skript/EL3_Th3_Bauelemente.pdf
Dieter D. schrieb:>> Hackt euch bitte nicht so sinnlos.> Genau! Dem sollte jeder zustimmen können.
In Zeiten, wo einem die Kontrolle über alles zunehmend entgleitet, kann
es gut tun, wenigstens Recht zu haben. Aber der Preis dafür ist hoch.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Dieter D. schrieb:>>> Hackt euch bitte nicht so sinnlos.>> Genau! Dem sollte jeder zustimmen können.>> In Zeiten, wo einem die Kontrolle über alles zunehmend entgleitet,
Da entgleitet Dir nichts, die Vorstellung über etwas Kontrolle zu haben
ist eine Illusion.
> kann> es gut tun, wenigstens Recht zu haben.
Das ist auch ne Illusion
>Aber der Preis dafür ist hoch.
Wie hoch denn? Höher als die Arbeiterklasse Rücklagen auf der hohen
Kante hat? SCNR
Erziehungsbeschleuniger schrieb:>>Aber der Preis dafür ist hoch.> Wie hoch denn?
Der Preis dafür, auf seinem Recht zu bestehen oder es gar zu erkämpfen
ist, von anderen missachtet und gemieden zu werden.