Hallo,
Der Schieber zur Temperatureinstellung an meiner Heizungssteuerung (>30
Jahre alt) springt je nach Position auf zufällige Werte.
Weil das Ding im Sicherungskasten eingebaut ist, möchte ich das nicht
unbedingt auseinander nehmen.
Würde es etwas nützen, oder wäre es gar kontraproduktiv, von vorne etwas
WD40 (hab ich da), oder Kontaktreiniger (müsste ich kaufen)
reinzusprühen?
häufiger sind Kontaktprobleme auf "abgeschubbelte" Leiterbahnen zurück
zu führen.
Ein Austausch des Schiebe-Potis gegen ein neueres baugleiches oder
bauähnliches wäre keine Option für dich? Dazu wäre ein Foto hilfreich.
Blerad schrieb:> Weil das Ding im Sicherungskasten eingebaut ist, möchte ich das nicht> unbedingt auseinander nehmen.
hm, aber irgendwelches Kontaktzeugs, welches eine Leitfähigkeit
herstellen oder verbessern soll, das traust du dich da "in den
Sicherungskasten" hinein zu sprühen? mutig!
Wenn nur ein bisschen Staub drin ist, reicht es ggf. das Poti ein paar
mal über den kompletten Bereich zu bewegen und den Staub so zur Seite zu
schieben.
Wegstaben V. schrieb:>> hm, aber irgendwelches Kontaktzeugs, welches eine Leitfähigkeit> herstellen oder verbessern soll, das traust du dich da "in den> Sicherungskasten" hinein zu sprühen? mutig!
Nicht "in den Sicherungskasten" sprühen, sondern in das Schiebe-Poti.
Seit ich gesehen habe, wie der Elektriker bei der Inspektion die
Sicherungen grosszügig mit WD40 getränkt hat, habe ich da wenig
bedenken.
> mal über den kompletten Bereich zu bewegen und den Staub so zur> Seite zu schieben.
Das scheint geholfen zu haben, danke.
Öl zieht Staub an. Hütet Euch vor Wundermitteln. Wenn auspusten und
mehrfach bewegen nicht helfen, ist Austausch die sicherste Lösung. Eine
verschlissene Kohleschicht kann man nicht wegzaubern.
Verschlissene Kohleschichten sind bei Potis seltenst untergekommen. Viel
öfter waren der Schleifer und dessen Schleifbahn zur Spannungszuführung
zum Kohlestift der Widerstandsschleifbahn anoxidiert.
Blerad schrieb:> Seit ich gesehen habe, wie der Elektriker bei der Inspektion die> Sicherungen grosszügig mit WD40 getränkt hat, habe ich da wenig> bedenken.
...dann ist da jetzt wirklich Saft drauf.
Martin L. schrieb:> Verschlissene Kohleschichten sind bei Potis seltenst untergekommen. Viel> öfter waren der Schleifer und dessen Schleifbahn zur Spannungszuführung> zum Kohlestift der Widerstandsschleifbahn anoxidiert.
Also doch Kontakt-Spray?
Kontaktspray sollte man nur im größten Notfall in Potis anwenden:
Die Dämpfung ist sofort weg.
Kurzzeitig funktioniert das Poti wieder, aber längerfristig wird es
schlimmer als vorher.
Ich haber zum Potireinigen immer Ballistol verwendet.
Nach einsprühen mit Kontaktspray lässt sich das Schiebepoti nur noch
hakelig schieben. Das smoothe Verhalten ist dann weg.
Also Finger weg von irgendwelchen Sprühzeugs an Schiebepotis.
Ralph Berres
Pete schrieb:> Darf ich fragen, ob du das Problem gelöst hast?
Hat er mit:
Blerad schrieb:>> mal über den kompletten Bereich zu bewegen und den Staub so zur>> Seite zu schieben.>> Das scheint geholfen zu haben, danke.
Beantwortet.
Ich empfehle, aus Restauration von Mischpulten(Kratzen ist da sehr
Ekelhaft!):
1.) mit Staubsauger den Staub möglichst gut aus den Schiebepoti zu
hohlen
2.) Mit Niderdruckluft(Kein Leistungskompressor mit 6at. Druck! kann das
Poti zerstören) ideal sind die CO2 Druckluft Spray
3.) Poti mehrmals über Kompletten bereich bewegen
Wenn jetzt noch Probleme:
4.) Poti mit Propanol vom Alten Potifett befreien
5a.) Spezielle Potifett (Vaseline änlich) in die poti Sparsam
einsprühen
Potifett enthalten Graphit als Schmiermittel!
5b.) Mit ganz weichem Bleistift Graphitpulver ins Potti Bringen
5c.) Im Notfall geht auch ein Silikonfett kann dann aber mit der Zeit
Krazgeräusche erzeugen
Wenn das alles nix hilft, ist die Laufzeit des Potis erreicht und dann
hilft nur noch tauschen
MfG
Blerad schrieb:>> Seit ich gesehen habe, wie der Elektriker bei der Inspektion die> Sicherungen grosszügig mit WD40 getränkt hat, habe ich da wenig> bedenken.>
Den Elektriker hätte ich sofort nach Hause geschickt!
Dieser vor allem in Westdeutschland verbreitete Wunderglaube an die
Ami-Plörre WD-40 ist schon beeindruckend!
Walter K. schrieb:> Dieser vor allem in Westdeutschland verbreitete Wunderglaube an die> Ami-Plörre WD-40 ist schon beeindruckend!
Tatsache ist:
Leider Hilft WD40 Kur-zeitig tatsächlich, aber es greift die
Graphit-schicht des Potis an. Sein geringer anteil an Feinöl, ca 1%
macht dass das Poti vorübergehend Funktioniert, aber nach spätestens 2
Jahren,
ist es dann Irreparabel Beschädigt. _/(`±´)\_
(Hängt mit der Nutzungsmenge/Bewegung zusammen)
Mein damaliger Ausbilder war kein Geringerer als Willy Studer!
Und der hat mir das Verfahren, welches ich oben gepostet habe,
damals Eingetrichtert und dies hat sich in den rund 50 Jahren
bewarheitet als für mich beste Methode im Audiosektor/Mischpulte & Co.
Kann sein das andere anderer Meinung sind, ich für mein teil mache es
heute noch so und da kein Kunde wegen Kratzgeräusche am Mischpult bis
heute reklamiert hat, kann es ja nicht so falsch sein.´\(':')/`
Prinzipiell habe ich auch WD40 im Hause, sicher immer etwa 10-11 Dosen,
Es ist für vieles brauchbar, aber Nicht in Potis! oder Kunststoffen,
den die werden von WD40 milchig und angelöst.
Aber zum mal Altes Fett wegputzen, mal schnell was Gängig machen oder so
taugt WD40 schon.
Beachten aber bitte, mittlerweile gibt es rund 10 Sorten WD40!
und die unterscheiden sich stark,
von dem allbekannten Wundermittel WD40 den,
mittlerweile ist WD40,
ein Artikelgruppen Name geworden ´\(°;°)/`
MfG
Danke für die Hinweise. Mehrfach hoch- und runterschieben hat nichts
gebracht, auspusten auch nicht.
Ich habe die Potis mal durchgemessen (s. Bild)
Sind 2x 10kOhm Schleifpotis, wobei die variable Leitung meist zwischen 0
und 10 Ohm liegt, allerdings immer mal wieder hoch ausreißt, das höchste
war 121 kOhm; was den Sachverhalt erklärt, dass ab und an viel zu hohe
Temperaturen angezeigt werden.
Ich muss die beiden Potis also tauschen.
Ich habe versucht, Ersatz zu finden, aber ohne Erfolg. Vielleicht mag
mir jemand einen Tip geben, nach was ich suchen muss (Schlagwort?)
Wenn nichts hilft, muss ich irgendwie normale Drehpotis einlöten und
nach außerhalb des Gehäuses führen inkl. Halterung, doch das wäre mir
nicht sehr lieb.
Für Tips wäre ich sehr dankbar!
Pete schrieb:> Ich muss die beiden Potis also tauschen.
Kannst du die nicht aufmachen und die Schleifer etwas seitlich
justieren?
Aber fummelt ihr täglich mehrmals daran herum?
So richtig kann ich nicht glauben, dass bei einer Heizung die Schicht
durchgescheuert ist.
@Agitprop-Gläubiger: Danke, Schieberegler findet mir so einiges..
leider sind das Schieberegler, die statt große Metallnippel so eine Art
kleine Plastikdoppelnippel haben, um in die Plastikschieber auf der
Oberseite zu greifen. Habe ich bisher nichts gefunden, was dem Nahe
kommt.
@michael_: Ich befürchte, dass die beim Aufmachen kaputt gehen. Plastik
aus den 90ern .. spröde mittlerweile
Und ja, es gab mal einen "Krieg" zwischen Bewohnern bzgl. der
Temperatur, die wurde wöchentlich mehrfach verstellt.
Wenn sie linear sind und der Gesamtwiderstand stimmt, um 180° verdreht
wieder einlöten.
Da ist dann der Regelbereich wieder an einer "guten" Stelle.
Mit Glück :-)
Wenn ich kein Schiebepoti als Ersatzteil beschaffen kann oder bevor ich
das Poti tausche würde ich erst einmal einen Versuch mit einem
Kontaktspray versuchen. Dann aber nicht WD40 sondern z.B. Tuner-Spray
600.
Bei der Temperaturregelung in einer Heizungssteuerung ist der "smoothe"
Gang oder ein "Kratzen" doch sicher tolerierbar.
Arbeite auch ehrenamtlich in einem Repaircafé. Bei der dort zur
Verfügung stehenden Zeit für einen Reparaturversuch bleibt sowiewso nur
Tuner-Spray übrig. Immere noch besser als das Gerät zu entsorgen.
Grüße von petawatt
Als ob es nur WD40 gäbe...
Sprühe "Teslanol Oszillin T6" rein und die Sache ist erledigt.
T6 muss auch nicht wieder ausgespült werden, da nicht agressiv.
umdrehen geht leider nicht, da oben 1 pin und unten 2 pins, würde nicht
auf die platine passen.
habe nach Teslanol Oszillin T6 recherchiert und es scheint zu helfen..
habs mal bestellt.
habe das T6 reingesprüht und 20x rauf- und runtergeschoben.
Eingebaut. Der linke Regler funktioniert wieder tadellos, der rechte
funktioniert sehr viel besser; nur an einer Stelle ein kleiner
Ausreißer, der aber weit weniger hoch und unter dem Limit (bei 70% statt
7kOhm 10kOhm)