Das ist ein leeres NAS, Du musst die Festplatten dafür selbst beschaffen.
Das 723+ hat zwei Einbauplätze für 3.5"- bzw. 2.5"-SATA-Festplatten (oder SSDs), und zusätzlich hat es zwei Steckplätze für NVMe-SSDs, die als Cache zur Beschleunigung genutzt werden können.
Außerdem gibt es noch einen Steckplatz für eine Netzwerkkarte, wenn einem die beiden 1-GBit-Ports nicht genügen, kann man da eine 10-GBit-Karte einbauen.
Die genauen Spezifikationen solltest Du Dir nicht beim Händler, sonderm beim Hersteller ansehen. Der weiß, was da drin ist, und was das kann, der Händler zeigt nur Kreativität beim Abtippen und Einfüllen in das eigene Warenwirtschaftssystem.
Das ist ein leeres NAS, Du musst die Festplatten dafür selbst
beschaffen.
Das 723+ hat zwei Einbauplätze für 3.5"- bzw. 2.5"-SATA-Festplatten
(oder SSDs), und zusätzlich hat es zwei Steckplätze für NVMe-SSDs, die
als Cache zur Beschleunigung genutzt werden können.
Außerdem gibt es noch einen Steckplatz für eine Netzwerkkarte, wenn
einem die beiden 1-GBit-Ports nicht genügen, kann man da eine
10-GBit-Karte einbauen.
Die genauen Spezifikationen solltest Du Dir nicht beim Händler, sonderm
beim Hersteller ansehen. Der weiß, was da drin ist, und was das kann,
der Händler zeigt nur Kreativität beim Abtippen und Einfüllen in das
eigene Warenwirtschaftssystem.
Würdest du mir das empfehlen?
oder sollte ich mir doch den einen günstigere Variante holen?
Wenn du noch nicht weißt, was du brauchst, erst mal eine große Platte in einen alten Rechner schrauben und als Fileserver nutzen.
Dann siehst du ja, ob es für dich ausreicht, ob für dich ein Standard Fileserver ideal ist oder ob du ein NAS aus Basis und SSDs zusammen stellen musst.
OK, also folgendes hab ich vor:
ich möchte vom meinem Rechner Backup auf externe Platte machen.
Da aber die Externeplatte auch kaputt gehen können, sollte min.zwei Platten parallel geschrieben werden.
Natürlich soll diese auch am Fritzbox 7490 hängen, damit ich auf die Platte auch über das Internet zugreifen kann bei Bedarf.
einen alten Rechner schrauben und als Fileserver zu nutzen, würde sehr viel Strom verbrauchen, da es 23/7 laufen soll und das mit dem Backup auf zwei Platten muss ja auch automatisch folgen.
Klaro, damit im Falle Du wirst gehackt, dieser auch die Backups
behandeln kann.
Man kann auch ein VPN verwenden, statt ein NAS direkt ins Internet raushängen zu lassen. Das empfiehlt sich definitiv. Und die 7490 kann auch Wireguard, man ist also nicht auf das alte IKE-VPN angewiesen, für das es nur schimmelig-grindige Clients für Windows gibt.
Natürlich soll diese auch am Fritzbox 7490 hängen, damit ich auf die
Platte auch über das Internet zugreifen kann bei Bedarf.
Das würde ich aber nicht Backup nennen, sondern Arbeitskopie, d.h. potentiell angreifbar.
Für ein Backup benötigt man mindestens 2 Medien, die rotierend und nie gleichzeitig angeschlossen sind. Mit Arbeitskopie ergibt das 3 gültige Datensätze. Mehr ist natürlich immer sicherer.
Bisher hatte ich Datenverluste nur durch eigene Dummheit und nie durch Viren oder HDD-Defekte. Und einmal hat mir ein defekter Speicherriegel Daten geschreddert. Erst bei größeren Kopieraktionen werden ja alle Riegel als Cache verwendet. Jedes Backup sollte daher mit MD5 verifiziert werden.
Hast Du mal gemessen, wie schnell man über die Fritzbox auf Medien zugreifen kann?
Ich hatte mal eine HDD an USB2 des O2 DSL-Routers angeschlossen, aber lächerliche 3MB/s sind ein Witz. Über USB3 am PC erziele ich ~250MB/s, quasi was die HDD hergibt.
Vielleicht ist ja ein "O2 DSL-Router" was anderes als eine 7490?
Bestimmt.
Aber 3MB/s ist extrem weit weg von den möglichen 60MB/s des USB2.
Und interessant wäre es schon, ob NAS + Fritzbox einen Flaschenhals bilden könnten gegenüber einer direkt angeschlossenen HDD.
Vorteil einer universellen Fritzbox ist, dass nicht noch ein zusätzliches Gerät 365 Tage Strom verbraucht, Nachteil ist, dass der USB-Anschluss viel Geduld erfordert. Deswegen kann ein NAS schon eine Überlegung wert sein. Es ersetzt aber KEIN Backup, was im Schrank liegt.
Aber 3MB/s ist extrem weit weg von den möglichen 60MB/s des USB2.
60? 40, wenn man mit MSD redet.
Und interessant wäre es schon, ob NAS + Fritzbox einen Flaschenhals
bilden könnten gegenüber einer direkt angeschlossenen HDD.
Sofern man das im Heimnetz betrachtet, ist die Fritzbox irrelevant. Natürlich ist ein NAS langsamer als eine direkt an einen PC angeschlossene Festplatte, einfach schon, weil das Netzwerk langsamer ist. Die wenigsten haben mehr als GBit-Ethernet zu Hause, und damit ist das NAS auf eine Datenübertragungsrate von 100 MByte/sec gedeckelt.
Eine an der Fritzbox angeschlossene Festplatte kann auch nicht schneller weden als das Netzwerk; und WLAN, das effektiv 1 GBit/sec Datenrate überschreitet, ist auch noch selten. Nicht vergessen: Bei WLAN werden aus Marketinggründen /Bruttodatenraten/ angegeben, was effektiv erzielt werden kann, hängt ganz stark von den lokalen Bedingungen ab.
Wenn man von außen über das Internet auf seine heimischen Datenbestände zugreifen will, ist es wiederum irrelevant, ob das auf einer direkt an der Fritzbox angeschlossenen Festplatte oder einem NAS erfolgt, weil hier die Datenrate des Internetzugangs der enge Flaschenhals ist.
ich habe mal gelesen, das man von zwei unterschiedliche Hersteller beziehen sollte. OK, den von WD RED Pro werde ich einen bestellen, welches soll ich dann noch nehmen?
und Nachteile!
Raid0 ist gefährlich, wenn eine Platte stirbt sind alle Daten weg!
Raid1 bis Raid6 hilft auch nicht wenn das ganze Raid übers Netzteil die eingebauten Festplatten himmelt oder der Anwender falsch löscht.
(mein Qnap verschiebt aber gelöschte Dateien in Reservebereiche und ich konnte schon einige gelöschte zurückholen)
Backup sollte extra laufen und externe Platten ohne Strom könnten sicherer sein und an anderen Orten auch Feuer überleben können.
und Nachteile!
Raid0 ist gefährlich, wenn eine Platte stirbt sind alle Daten weg!
Raid1 bis Raid6 hilft auch nicht wenn das ganze Raid übers Netzteil die
eingebauten Festplatten himmelt oder der Anwender falsch löscht.
(mein Qnap verschiebt aber gelöschte Dateien in Reservebereiche und ich
konnte schon einige gelöschte zurückholen)
Backup sollte extra laufen und externe Platten ohne Strom könnten
sicherer sein und an anderen Orten auch Feuer überleben können.
Ok, danke für die Ausführliche Erklärung.
Ich werde trotzdem RAID1 machen, damit zumindest die Daten aufjedenfall da sind, auch wenn eine Platte flöten geht.
Man muss sich eben mal überlegen, wie ein Datenverlust auftreten kann.
Die wesentlichen Varianten dürften sein:
Platte geht kaputt
Malware (z.B. Verschlüsselungstrojaner)
Eigene "Blödheit" (versehentliches Löschen)
Blitzschlag, Überspannung
Feuer u.s.w.
Ein RAID hilft nur im ersten Fall, und auch da muss man aufpassen. Schließlich muss nach Ersetzen der defekten Platte ein Rebuild gemacht werden, was die verbleibende Platte, die dann in der Regel gleich alt und im schlimmsten Fall noch vom selben Typ und aus der selben Charge ist, besonders stresst, so dass deren Ausfallwahrscheinlichkeit in dem Moment überdurchschnittlich hoch ist.
Schließlich muss nach Ersetzen der defekten Platte ein Rebuild gemacht
werden, was die verbleibende Platte, die dann in der Regel gleich alt
und im schlimmsten Fall noch vom selben Typ und aus der selben Charge
ist, besonders stresst, so dass deren Ausfallwahrscheinlichkeit in dem
Moment überdurchschnittlich hoch ist.
und Gelöschtes muss nicht wieder herstellbar sein!
und Gelöschtes muss nicht wieder herstellbar sein!
Mit etwas Glück clont RAID-1 wegen Sektorfehlern kaputte Daten gleich mal auf die andere Platte. Das habe ich mal an einem Windows-Server mit Hardware-Raid erlebt und seitdem das Vertrauen verloren.
Wenn die schlagartig ausfällt, kein Problem.
Und dann gibt es noch Berichte, dass der PC bzw. Controller verrecken und man mangels identischem Controller nicht mehr an die Daten kommt.
Und dann gibt es noch Berichte, dass der PC bzw. Controller verrecken
und man mangels identischem Controller nicht mehr an die Daten kommt.
ich habe da was ganz dunkel in Erinnerung bei einer ISA Karte oder war es eine VL-Bus Karte (VESA Local Bus)? wo das Mapping in der Controllerkarte steckt, ist aber sehr lange her!
Man muss sich eben mal überlegen, wie ein Datenverlust auftreten kann.
Die wesentlichen Varianten dürften sein:
Platte geht kaputt
Malware (z.B. Verschlüsselungstrojaner)
Eigene "Blödheit" (versehentliches Löschen)
Blitzschlag, Überspannung
Feuer u.s.w.
Schöne Liste. Überschwemmung bzw. Wasserschaden sollte man noch dazurechnen.
Und jetzt sortiere die mal nach Wahrscheinlichkeit bzw. Häufigkeit der Ereignisse.
"Platte geht kaputt" dürfte sich irgendwo bei Blitzschlag/Überspannung/Feuer einordnen, was alles drei Dinge sind, die eher nur alle paar Jahrzehnte mal auftreten. Manches mag nach Wohnort unterschiedlich zu gewichten sein. Ich bin über 50, und hatte mit keinem der drei Ereignisse jemals zu tun (und auch Überschwemmung/Wasserschaden gabs nicht). Aber ich wohne in der Großstadt, in einem Mehrfamilienhaus in einem der oberen Stockwerke, da sieht die Infrastruktur anders aus als in einem Dorf.
Eine in einem stationären Gerät verbaute Festplatte ist mir vor vielleicht fünfzehn Jahren das letzte Mal gestorben. Das war eine aus einer besonders unglücklichen Serie von Samsung mit 300 GB Kapazität.
Dennoch:
"Eigene Blödheit" ist unangefochten Nummer eins, mit meist großem Abstand gefolgt von Malware.
Ein RAID hilft aber nur bei "Platte geht kaputt".
Wenn man bei der Auswahl auf Nummer analretentiver Sicherheit gehen will, sollte man die aus der von Synology veröffentlichten Kompatibilitätsliste nehmen.
Aber das hilft nicht vor den Hauptursachen für Datenverlust. Vor denen kann man sich nur durch /redundante/ Backups schützen.
"Platte geht kaputt" dürfte sich irgendwo bei
Blitzschlag/Überspannung/Feuer einordnen, was alles drei Dinge sind, die
eher nur alle paar Jahrzehnte mal auftreten.
Nicht wirklich.
Platte kann von 'jetzt' auf 'gleich' defekt werden. Selbst erlebt.
Eine meiner 6TB WD red war um 0:30 laut Qnap-Smart noch TOP. Um 4:30 War die Platte Tod und bislang nicht mehr ansprechbar. Controller-Tausch geht nicht, da ich das EE-Prom mit tauschen müsste. Da das ee-Prom die Daten der Platte hat.
"Platte geht kaputt" dürfte sich irgendwo bei
Blitzschlag/Überspannung/Feuer einordnen, was alles drei Dinge sind, die
eher nur alle paar Jahrzehnte mal auftreten.
Nicht wirklich.
Platte kann von 'jetzt' auf 'gleich' defekt werden. Selbst erlebt.
Bei Blitzschlag/Überspannung/Feuer kündigt sich der Ausfall in der Regel auch nicht Wochen vorher an …
Natürlich soll diese auch am Fritzbox 7490 hängen, damit ich auf die
Platte auch über das Internet zugreifen kann bei Bedarf.
Natürlich?
Natürlich nicht! Ein Backup Medium hat gefälligst nicht am Internet zu hängen. Ich rate sogar ganz dringend dazu, das Backup Medium schnellstmöglich vom Rechner zu trennen und sicher zu lagern.
Eigentlich müsste man zum Zugriff auf das Backup Medium ein Read-Only OS von DVD verwenden, damit nicht irgendwelche Viren unbemerkt das Backup versauen.
Zum Lagern habe ich zu Hause einen Dokumenten-Safe (wasserdichte und feuerfeste Kiste). Die zweite Festplatte liegt im Büro.
"Platte geht kaputt" dürfte sich irgendwo bei
Blitzschlag/Überspannung/Feuer einordnen, was alles drei Dinge sind, die
eher nur alle paar Jahrzehnte mal auftreten.
Entweder ich habe 'Montags'-Platten, oder diese sind weil > 4TB anfällig wied' sau.
Im übriegen sind das keine SMR (hoffe ich). Weil explizit MSR Bestellt.
Meine 3 TB WD-red sind ja auch älter. Bei diesen keinerlei Ausfälle. Außer gaaanz am Anfang das Problem mit dem Load-Cycle. Aber da wurden mir die Platten getauscht. Seit dem ist ruhe.
Mit etwas Glück clont RAID-1 wegen Sektorfehlern kaputte Daten gleich
mal auf die andere Platte. Das habe ich mal an einem Windows-Server mit
Hardware-Raid erlebt und seitdem das Vertrauen verloren.
Gruselgeschichten aus der EDV-Gruft. Eine grundlegende Funktion jeden RAIDs ist die Erkennung von Datenträgerfehlern, meist proaktiv. Daß defekte Sektoren auf die Spiegelplatte geklont werden, ist an Sicherheit grenzend unwahrscheinlich und mir in drei Jahrzehnten noch nie untergekommen. Was du möglicherweise meinst, sind Dateisystemfehler, aber die gehen das RAID auch nix an. RAID1 ist im Gegenteil von allen RAID-Leveln das sicherste und unkomplizierteste. In der Regel kann man die Platten auch ohne speziellen Controller auslesen (sofern der physische Anschluß paßt), weil da halt nix gestriped wird. Der einzige Nachteil von RAID1 ist die nur 50%ige Nutzung des Gesamtspeicherplatzes. Das war früher ein Thema, als Plattenplatz noch richtig teuer war, mittlerweile nicht mehr.
Und dann gibt es noch Berichte, dass der PC bzw. Controller verrecken
und man mangels identischem Controller nicht mehr an die Daten kommt.
Das kann tatsächlich ein Problem sein, wenn RAID-Level >RAID1 verwendet werden. Im SoHo-Bereich allerdings kaum, weil da so gut wie niemand schweineteure Hardware-RAID-Controller einsetzt. Die auf Mainboards integrierten RAIDs sind ebenso soft wie die in den linuxbasierten Consumer-NAS.
Meine 3 TB WD-red sind ja auch älter. Bei diesen keinerlei Ausfälle.
Außer gaaanz am Anfang das Problem mit dem Load-Cycle. Aber da wurden
mir die Platten getauscht. Seit dem ist ruhe.
Die WD Red hatten das Problem nie. Das gab es nur bei den WD Green, die wegen ihrer geringen Leistungsaufnahme gern für NAS verwendet wurden. Man konnte aber mit einem WD Tool das häufige Unload abschalten und dann hielten die ewig. Die Red sind im Grunde nichts weiter als Green mit anderer Firmware, die speziell auf RAID zugeschnitten ist. Die Kopfparkerei gibt es da von vornherein nicht und außerdem wurde TLER implementiert, d.h. die Leseversuche bei schlechten Sektoren sind stark begrenzt, damit die Platte nicht so schnell aus dem RAID fliegt.
Natürlich damit sie schneller aus dem RAID fliegt. Platten die viele versuche machen den Sektor noch zu lesen halten den Server an, bringen alle Programme zum Absturz und produzieren Datensalat. Wenn die Platte gleich rausfliegt wird das RAID degradet und die Hotspare eingbunden sowie eine Mail gesendet. Bei einem vernünftigen Raid 6 mit ein paar Hotspares kein Problem. Wenn auch öfters ein Raidscrup mit rekalkulation dafür sorgt, das die Platten komplett lesbar und funktionsfähig sind.