ich habe PDF-Dokumente mit knapp 100 Seiten, bei denen fast alle Seiten unterschiedliche Größen haben. (Man stelle sich eingescannte Kassenzettel oder handgeschriebene Quittungen vor.) Diese will ich papiersparend ausdrucken.
Gibt es fertige Software, die viele kleine Seiten auf einem A4-Blatt automatisch schachteln kann, oder ist hier Handarbeit angesagt?
D.H. Du hast das Papier gescannt, die Originale vernichtet und willst es
jetzt wieder ausdrucken um es zu archivieren?
Die Wirklichkeit ist noch wilder:
Ich habe Papier gescannt und die Originale in einen großen Schuhkarton gepackt. Dieser Schuhkarton wird per Post an jemanden geschickt, der die Originale noch einmal scannt und anschließend vernichtet.
Vorher sollten aber noch Kopien archiviert werden.
Ich montiere PDFs immer mit Adobe InDesign. Dazu legt man sich ein Dokument im gewünschten Ausgabeformat an und import die PDFs in Bilderrahmen. Diese Rahmen kann man beliebig zuschneiden und arrangieren ohne die PDFs irgendwie umwandeln zu müssen. Das ist sehr leistungsfähig und sollte sich genau für deinen Einsatzzweck eignen, Kassenzettel digital aufzukleben. Das fertige Dokument exportiert man wieder als PDF wobei eventuelle Vektordaten vollständig erhalten bleiben. Das ist für dich natürlich nicht relevant.
InDesign ist natürlich teuer. Aber es gibt die uralte Version CS2 zum Download im Netz mit Aktivierungsschlüssel. Das wurde mal von Adobe so veröffentlicht als sie die Server abgeschaltet haben. CS2 läuft unter WINE hervorragend. Ob es auch unter Widows noch läuft, weiß ich nicht.
Alternativ kannst du auch nach quelloffener DTP Software wie Scribus schauen ob man dort PDFs platzieren und croppen kann. Ich hatte es immer mal wieder ausprobiert aber mein Uralt-InDesign lässt sich so viel besser bedienen. Eventuell kann man auch mit Inkacape PDFs zusammenschnipseln, aber dann hat man immer nur eine Ausgabeseite pro Arbeitsdokument.
Ich habe Papier gescannt und die Originale in einen großen Schuhkarton
gepackt. Dieser Schuhkarton wird per Post an jemanden geschickt, der die
Originale noch einmal scannt und anschließend vernichtet.
Eine Sicherungskopie von etwas machen, das vernichtet wird, ist die ultimative ABM... Der Jemand ist dein Steuerberater? Wenn der das beim Finanzamt einreicht, es es doch an drei Stellen digital gesichert: Bei dir, beim Steuerberater, beim Finanzamt. Dann noch mal extra ausdrucken...?! Vielleicht kann er dir ja die Scans zufaxen 🤣
Meine Steuerberaterin hat sehr früh darauf hingewirkt das Dokumente gescannt und dann geschreddert werden.
Die Scans liegen in der gesicherten Cloud die sich um die FA konforme Speicherung kümmert.
Der Papierordner all meiner Geschäftstätigkeit enthält annähernd nur Schreiben von FA, BG und Versicherungen, weil die noch keine Methode der digitalen Vorhaltung gefunden haben.
Traurig eigentlich.
Denn jede halbgare Buchhaltungssoftware kann das längst.
Lexoffice meldet digital ans FA, das FA schickt mir Briefe, die ich scanne und in Lexoffice einpflege.
Hurra Deutschland.
Wo gehen die Digitalisierungsmilliarden eigentlich hin?
Ach ja, über Höhe und Verbleib dieser Förderungen weiß die Bundesregierung ja auch nichts.
Das sollte ich mir mal beim Kunden erlauben:
'Ich: Hey, Kohle alle, schieb mal nach.
Kunde: Wo stehen wir da im Projekt?
Ich: Weiß nich.
Kunde: Wofür hast Du die Kohle ausgegeben und wieviel?
Ich: Weiß nich.
Kunde: Okay, wieviel willst Du und auf welches Konto?'
Meine Steuerberaterin hat sehr früh darauf hingewirkt das Dokumente
gescannt und dann geschreddert werden.
Clever, es gibt allerdings genug Steuerberater die alles auf Papier machen, so wie damals™. Durchaus auch deswegen, weil viele ihrer Großkunden (große Firmen) denen auch alles auf Papier hinlegen - somit ist es eine der Hauptaufgaben der Steuerbüros, erstmal alles manuell abzutippen. Kostet sicherlich extra.
Nicht ideal, aber zumindest 75% Papier gespart:
Zuerst alle 100 Seiten in ein neues PDF Dokument drucken, davor Größenanpassung wählen.
Dann dieses PDF mit 4 Seiten auf ein Blatt drucken.
Archiviere doch die digitalen Daten, statt die Papierausdrucke.
Die werden auch archiviert. Aber ich brauche zusätzlich die Ausdrucke.
Was die Anhänger des komplett papierlosen Büros gerne vergessen: Bei Dokumenten, die nur für mich wichtig sind, ist es sinnvoll, sie so abzulegen, dass ich möglichst gut und schnell darauf zugreifen kann.
Bei Dokumenten, dia auch für andere wichtig sind, ist es wichtig, sie so abzulegen, dass sie auch von weniger technisch affinen Familienmitgliedern zuverlässig gefunden werden.
Eine Sicherungskopie von etwas machen, das vernichtet wird, ist die
ultimative ABM
Auch hier ist lustigerweise das Gegenteil der Fall: Mein Einzugscanner kann mit schlechten Vorlagen deutlich besser umgehen als selbst der beste Kopierer, den ich je benutzt habe.
Einen Stapel verknickter und mißhandelter Kassenzettel für einen oder zwei Tage in den dicken Weltatlas legen. Dann schafft er es, ungefähr 30 Stück davon sauber einzuziehen und zu scannen. Die Fehlerquote beim Einzug ist deutlich unter 1%.
Das geht schneller als beim echten Kopierer aufs Glas aufzulegen.
Vorher hatte ich einen Scanner, der auf dem Glas zu schnell ist wie ein Kopierer, und mehrere Zettel auf dem Glas direkt in zwei PDF-Seiten aufgeteilt hat. Aber der Einzugscanner ist eben noch schneller.
Dann Tesseract über die Dateien, mit einem regulären Ausdruck nach dem Datum suchen und die Dateien passend umbenannt. Schon ist alles vorsortiert.
PS: Die optimale Anordnung der einzelnen (rechteckigen) Scans auf A4-Papier zu berechnen ist übrigens NP-vollständig - dies sind die wahren Herausforderungen der Digitalisierung, da sollen die Mathematiker mal dran forschen!
Auch hier ist lustigerweise das Gegenteil der Fall: Mein Einzugscanner
kann mit schlechten Vorlagen deutlich besser umgehen als selbst der
beste Kopierer, den ich je benutzt habe.
Ist doch schön, aber kein Argument die Originale zu vernichten statt diese als Sicherung zu verwenden...
Ist doch schön, aber kein Argument die Originale zu vernichten statt
diese als Sicherung zu verwenden...
Ich bin nicht der, der die Original vernichtet. Ich bin der, der die Originale in einen Schuhkarton packt mit dem Wissen, sie nie wieder zurückzubekommen.
Die optimale Anordnung der einzelnen (rechteckigen) Scans auf
A4-Papier zu berechnen ist übrigens NP-vollständig
Ich brauche keine optimale Anordnung-
Mit dem der billigen PDF-LaTeX-Lösung habe ich mal eben 39% der Seiten eingespart. Das ist weit von perfekt, aber schon einmal besser als nichts, zumal ohne Handarbeit.
Nichts ist schlimmer als Opas Aktenschrank mit 5 laufenden Metern 'Zeug'
in dem man wie ein Trüffelschwein wühlen muss.
Noch schlimmer ist es, Opas Aktenschrank mit 5 laufenden Metern Zeug zu durchwühlen, wenn es eine Mischung aus Aktenordnern, Schnellheftern und Schuhkartons gibt, während man gleichzeitig Fristen einhalten muß.
Aber das ist Off-Topic. Es geht darum, Zettelchen platzsparend auf A4 zu schachteln. Für die Fragestellung ist es sogar unerheblich, ob sie direkt zur Archivierung ausgedruckt werden, oder irgendwo als TIFF-Datei auf einem Server längerfristig ihr Dasein fristen.
Dein Problem ist ein sog. "2D-Zuschnitt-Problem" zur optimalen Ausnutzung z.B. von Material-Zuschitten aus Platten. Kommt in der Industrie oder im Handwerk (allerdings weniger mit PDF-Daten) gar nicht so selten vor.
Dazu müsstest du nach geeigneten Algorithmen suchen, dann deine PDFs z.B. nach Pixelgrafik rendern und ... selber programmieren :-)
Der Algorithmus in diesem Beispiel hat allerdings eine Einschränkung, die sog. "Guillotine"-Bedingung. D.h. der Zuschitt ist immer mit einem glatten Durchschitt gewährleistet, das wäre bei PDFs auf Papier weniger relevant.
Dein Problem ist ein sog. "2D-Zuschnitt-Problem" zur optimalen
Ausnutzung z.B. von Material-Zuschitten aus Platten. Kommt in der
Industrie oder im Handwerk (allerdings weniger mit PDF-Daten) gar nicht
so selten vor.
Ja. Für Laserschneidteile gibt es da wundervolle Software. Teils automatisch, teils halbautomatisch.
dann deine PDFs
z.B. nach Pixelgrafik rendern und ... selber programmieren :-)
Ich bräuchte gar nicht nach Pixelgrafix rendern, weil PDF-Seiten sowieso immer eine rechteckige Bounding-Box haben. Aber selbst programmieren fange ich eben erst dann an, wenn ich weiß, dass es das nicht schon in fertig gibt. Deswegen meine Ursprungsfrage:
Gibt es fertige Software, die viele kleine Seiten auf einem A4-Blatt
automatisch schachteln kann [...] ?
Jetzt kommt "erschwerend" hinzu, dass ich eine "fast-gut-genug-Lösung" mit PDFLateX schon selbst auf Anhieb hinbekommen habe. Der Gewinn, wenn ich die Zeit ins Optimieren investierte, wäre also ohnehin nur noch sehr begrenzt. Das dämpft die Motivation sehr.
Also bleibt es wohl bei: Entweder das gibt es schon in fertig, oder ich bleibe bei gut genug.
Das Paper ist wirklich nett. Aber irgendwie macht mir Programmieren keinen Spaß mehr.
dann deine PDFs
z.B. nach Pixelgrafik rendern und ... selber programmieren :-)
Ich bräuchte gar nicht nach Pixelgrafix rendern, weil PDF-Seiten sowieso
immer eine rechteckige Bounding-Box haben. Aber selbst programmieren
fange ich eben erst dann an, wenn ich weiß, dass es das nicht schon in
fertig gibt. Deswegen meine Ursprungsfrage:
ALLES was du auf dem Bildschirm siehst oder gedruckt wird, ist am Ende Pixel. Aber du hast recht, für den Algorithmus ansich genügt die abstrakte Format-Info aus dem PDF.
ja das ist wie frank meinte eine parketierungsaufgabe, eher unter "nesting" etwas zu finden, plattenzuschnitt, aber auch stoffzuschnitt für die schneiderei. es gibt wohl auch ein paar zuschnittprogramme für zuhause, teuer, aber das wird auch vergeben an zb ein max plank institut mathe, auch zb für werftbau, platten zuschnitt.
dann gab es noch die zerrissen stasiunterlagen in vielen tüten.
mir ist jetzt kein programm für das arrangement bekannt, es könnte vielleicht so etwas schon geben, automatisches seitenlayout, in coreldraw, photoshop, evtl openoffice, latex, ich weiß es eben nicht.
es wäre, eben als parketierungsaufgabe die aufgabe für ki, die macht ja auch nichts anderes als viele zufallslösungen auf effizienz (oder verschnitt) zu untersuchen/sortieren/auswählen.
ich habe zb für den freie-ränderbeschnitt an pdf-bücherdateien auch kein anwendertaugliches programm gefunden. wäre schön
Was spart es eigentlich ein, wenn man Ränder von PDF-Dokumenten beschneidet? Daß jemand die zusammengestückelten gescannten Kassenbons dann besser lesen kann, halte ich für unwahrscheinlich, also: Was soll das?
Kleiner Tipp zum Ausprobieren:
Wenn man keinen Auflagescanner nutzen möchte, kann man mehrere Kassenzettel in eine Laminierfolie stecken und so gemeinsam auf eine Seite packen, dabei kann man ja per OCR scannen wenn man die Folie (bzw. dessen "Farbe" und Ränder) nicht mit im PDF haben möchte. Aktuelle Einzugscanner müssten mit Folien gut zurecht kommen.
Papier kann übrigens auch vergilben. Wer heute als 20-jähriger etwas ausdruckt, soll man in 60 Jahren das Papier anschauen. ;)
Was spart es eigentlich ein, wenn man Ränder von PDF-Dokumenten
beschneidet?
Mein Einzugscanner beschneidet auf Wunsch die PDF-Seiten aufs Originalformat. Das spart allein schon Speicherplatz. Ich wüßte keinen guten Grund, das nicht zu nutzen.
Mein Auflagescanner geht noch weiter: Liegen drei kleinere Zettel auf dem Glas, wird daraus ein PDF Dokument mit drei Seiten, die alle auf das Originalformat beschnitten sind.
Damit lassen sich Stapel von kleinen Blättern ziemlich schnell bewältigen.
Als Nebeneffekt sind die Vorschauen im Dateimanager bei kleinen Seiten weniger skaliert, also besser lesbar.
Ähm, die freien Ränder abschneiden bei pdf-books, die ja eigentlich zum Festhalten, oder auch Umbinden, gedacht sind, sind auf dem Ebook-reader oder Handy hinderlich, weil sie die Schriftanzeige unnötig verkleinern, bzw dauerndes Zoomen erforderlich machen. So meine ich. ist natürlich schwierig wenn Seitenzahlen und Zierelemente im freien Raum herumgeistern. Naja, ich kann es ja eh nicht programmieren.
Er wollte 3 PDF-Dokumente mit je ca. 100 Seiten platzsparend ausdrucken. Und wer den Thread verfolgt hat, weiß auch, dass er ca. 21 Minuten später mit dem manuellen Teil fertig war.