hat jemand eine Empfehlung für einen kleinen, billigen, handlötbaren IMU-Chip, also Dreiachsengyroskop und -beschleunigungsmesser?
Ich habe jetzt bei verschiedenen Anbietern gesucht (Farnell, RS, TME, Reichelt, Mouser). Die ICs waren fast alle im LGA-Gehäuse, wenige auch BGA. Ich glaube, ich habe auch mal QFN gesehen. LGA und BGA sind für mich nicht handlötbar. QFN wäre die Notlösung.
Die billigen Bausteine sind nur deswegen so billig, weil sie in gigantischen Stückzahlen in Smartphones und anderem Consumerkram verbaut werden. Und dort kommt es eben auf minimalen Platzbedarf und zuverlässige maschinelle Bestückbarkeit an. Handlötbarkeit ist kein Entwurfsziel und steht in deutlichem Kontrast zu den anderen benötigten Eigenschaften.
Bei vielen Beschleunigungssensoren und Gyros besteht zudem das Problem, dass deren Gehäuse frei von mechnischen Spannungen eingelötet sein muss, d.h. die Lötstellen müssen gleichzeitig erwärmt und vor allem abgekühlt werden. Auch das lässt sich nicht mit Handlötungen vereinbaren.
Es gibt doch die sogenannten Tilt Switches, das sind einfache Röhrchen mit 2 Kontakten und einer Metallkugel, die die Kontakte in der richtigen Lage brückt (früher war da Quecksilber drin). Für jede Achse so ein Teil. Die sind bedrahtet und damit handlötbar und kosten nicht viel.
Relativ klein. Nicht größer als etwa 10 mm Kantenlänge
Bis grob 10 €
Als Privatperson in Kleinmengen erhältlich (maximal VPE 5 Stück).
Wünschenswert wäre Betrieb ab 2,5 V
Einfach mindestens vier davon streichen, dann könnte es klappen.
Dann lasse ich Anforderung 1 und 3 weg und kaufe einen Operationsverstärker. Bringt mir zwar nichts, aber wenigesten wurden ein paar der Anforderungen erfüllt. ;-)
Ggf. eigenes Adapterboard entwerfen und gleich bei JLCPCB o.ä. bestücken
lassen.
Das wäre halt die Not-Notlösung. Ich hatte gehofft, sowas hätte schonmal jemand gemacht und würde die verkaufen. Es gibt ja nichtmal wenige IMU-Boards, aber leider habe ich keins zum Einlöten gefunden.
Es gibt doch die sogenannten Tilt Switches, das sind einfache Röhrchen
mit 2 Kontakten und einer Metallkugel, die die Kontakte in der richtigen
Lage brückt (früher war da Quecksilber drin). Für jede Achse so ein
Teil.
Die Bewegung (also Beschleunigung und Drehrate) soll schon einigermaßen aufgelöst gemessen werden. Deshalb reicht das leider nicht aus.
Das Platinchen von SparkFun zu 20$ ist dir ja zu teuer.
Mal bei Ali gucken, die bieten derartige Evaluationboards ebenfalls an - zu einem Bruchteil des Preises der Originale.
Ich hab mir erst kürzlich SHT30 Boards für 1,69€ p. Stück geholt, die prima funktionieren. Ebenfalls aus dem Grund, weil ich mir dieses "Vogelfutter" zu löten, nicht antuen wollte und ich zudem einen der Sensoren ohnehin abgesetzt mit etws Zuleitung brauche.
Das einzige was die Leute heute können, ist "Anforderungen" schreiben.
Lesen tut die sowieso niemand. Jedenfalls keiner, der sie ernst nehmen
würde.
Früher(TM), hat man den einfach kopfüber auf die LP geklebt, und ein
paar verzinnte Cus zu den Pads gezogen.
Und billig war der auch nicht. Über 30 Euro das Stück!
Früher(TM), hat man den einfach kopfüber auf die LP geklebt, und ein
paar verzinnte Cus zu den Pads gezogen.
Gute Idee, die Frage ist nur, ob man das bei 0,5mm-Pitch hinbekommt. Ich wollte mal einen ST32 im 48-er QFP so anschließen, aber da kam ich ich schon wie ein Grobmotoriker vor. Bin allerdings auch keine 20 mehr ;-) Wenn man die Gehäuse im Katalog sieht und dann die Teile ankommen, erschrickt man schon mal, ich jedenfalls. Ich hatte mal einen Umweltsensor (Druck, RF, Temp) aus Versehen als Chip bestellt, den habe ich erst gar nicht versucht zu verlöten...
Aber eines der "Projekte" für 2026 wird sein, endlich mal weg vom Breadboard und Breakout-Boards selbst wieder was zu entwerfen und basteln...
Früher(TM), hat man den einfach kopfüber auf die LP geklebt, und ein
paar verzinnte Cus zu den Pads gezogen.
Gute Idee, die Frage ist nur, ob man das bei 0,5mm-Pitch hinbekommt.
Das ginge heute noch. Mit dem selben einfachen Werkzeug.
Heute hätte ich dafür sogar eine super Beleuchtung.
... Ich
wollte mal einen ST32 im 48-er QFP so anschließen, aber da kam ich ich
schon wie ein Grobmotoriker vor.
Für QFP gibt es unproblematische Adapter. Da muss man keinen Zirkus machen.
... Bin allerdings auch keine 20 mehr ;-)
Das geht ja auch von allein. Hier ja auch.
... Wenn man die Gehäuse im Katalog sieht und dann die Teile ankommen,
erschrickt man schon mal, ich jedenfalls. Ich hatte mal einen
Umweltsensor (Druck, RF, Temp) aus Versehen als Chip bestellt, den habe
ich erst gar nicht versucht zu verlöten...
Ich musste immer lachen, wenn von Anderen Samples bestellt wurden.
D..f wie sie waren, haben sie nur auf die Daten, aber nicht auf das
Package geschaut. ☺
Aber eines der "Projekte" für 2026 wird sein, endlich mal weg vom
Breadboard und Breakout-Boards selbst wieder was zu entwerfen und
basteln...
Guter Plan [x]!
Mann kann sich ja heute recht einfach, mit Platinen aus industrieller
Fertigung dabei helfen lassen.
Aber müsste es mit Reflow-Lötpaste und Heißluft nicht auch "richtig" gehen?
Ich finde die LSM6DSV16X ziemlich cool, die geben die aktuelle Orientierung im Raum fix und fertig aus. Gewissermaßen wie ein Senklot/Wasserwaage das unempfindlich gegenüber schnellen Bewegungen ist. Nur die Himmelsrichtung ist immer relativ, dafür bräuchte es 9 Achsen (elektronischer Kompass).
Eigentlich nicht, allerdings ist das nur ein Beschleunigungsmesser
Und die ADXL3... sind für ultra-low-power optimiert - sehr praktisch für Gadgets die dauerhaft "wachsam" auf Bewegungen sein sollen, aber nicht ideal für genaue Erfassung von Bewegungen (rauschen, "schief", Auflösung, Samplerate).
Der MPU6050 ist ja leider angekündigt, daher ist es fraglich ob man sich für neue Projekte drauf verlassen sollte. Und ob in dem Chip auch wirklich ein MPU-6050 drin ist. Die Produktion ist m.W. eingestellt, es werden nur noch Restbestände abverkauft.
gib gern mal Bescheid wie gut
der Umbau des Sparkfun-Boards klappt!
kann ich machen, wenn ich daran denke und wenn ich mir das kaufe. Denn ich habe bei der Suche auch ein Bluetoothmodul mit IMU gefunden. Wenn ich es wiederfinde, nehme ich vielleicht auch das.