10W Stereo-Verstärker @12V gesucht

OP Persönliche Seite #743684
Lesenswert?

Moin!

Ich suche einen günstigen Audio-Verstärker mit einer Ausgangsleistung 
von ungefähr 10W auf beiden Kanälen. Es stehen nur 12V als 
Betriebsspannung zur Verfügung (AT-Netzteil).

Der Verstärker soll Audio-Signale von einem VS1011 MP3-Decoder über 10W 
8Ohm Lautsprecher ausgeben.

Weiterhin soll die Lautstärke möglichst simpel über ein Poti oder 
dergleichen  im laufenden Betrieb geregelt werden.

SMD wünschenswert und bevorzugt.

Ich danke für Eure Hilfe!

P.S.: Ja, ich habe gesucht. ;)
Gast #743691
Lesenswert?

Den TDA2003V von ST. Aus meiner Teileliste :

10W car radio audio amp, quiescent current 44mA, supply 8 to 18V, power 
dissipation 10W, output current 3.5A, gain 40dB, input resistance 
150kOhm, slewrate 2V/us, noise voltage 1uVpp, noise current 60pA, 
thermal shutdown, T)220-5 (Pentawatt 5), 0.72Euro @ 10
Gast #743703
Lesenswert?

Der TDA2003 kann seine 10W aber nur bei 2 Ohm Lautsprecher.
Bei 8 Ohm duerfte er rechnerisch nur bei knapp ueber 2 W liegen.


P = (12V/2.82)^2 / Rl(8 Ohm) = 2.25W   (bei idealen Verstaerker)

Das einzige was man machen koennte um ca. 9W bei 8 Ohm zu erzielen waere 
eine Brueckenschaltung.

Alles andere geht nur mit einer Betriebsspannungs erhoehung.

Gruss Helmi
OP Persönliche Seite #743819
Lesenswert?

Helmi wrote:
> Der TDA2003 kann seine 10W aber nur bei 2 Ohm Lautsprecher.
> Bei 8 Ohm duerfte er rechnerisch nur bei knapp ueber 2 W liegen.
>
>
> P = (12V/2.82)^2 / Rl(8 Ohm) = 2.25W   (bei idealen Verstaerker)
>
> Das einzige was man machen koennte um ca. 9W bei 8 Ohm zu erzielen waere
> eine Brueckenschaltung.
>
> Alles andere geht nur mit einer Betriebsspannungs erhoehung.
>
> Gruss Helmi

Eben das ist ja das Problem. Ich habe hier allerdings zwei Lautsprecher 
mit 8 Ohm Impedanz rumliegen und möchte nicht extra Lautsprecher kaufen 
müssen.

Andersrum gefragt, was kann man denn an Leistung erwarten bei 12V und 8 
Ohm? Falls es gar nicht anders geht könnte ich auch neue Lautsprecher 
mit niedrigerer Impedanz bei Reichelt kaufen, obwohl mir der Gedanke 
grundsätzlich missfällt.
Gast #743824
Lesenswert?

@Daniel Pfefferkorn (seraphim)

>Andersrum gefragt, was kann man denn an Leistung erwarten bei 12V und 8
>Ohm?

Bei einer einfach Endstufe:

P = (12V/2.82)^2 / Rl(8 Ohm) = 2.25W   (bei idealen Verstaerker)


Bei einer Brueckenschaltung:

P = (12V/1.414)^2 / Rl(8 Ohm) = 9W   (bei idealen Verstaerker)

Idealer Verstaerker = Verstaerker kann bis an die 
Betriebsspannungsgrenze ausgesteuert werden.

Gruss Helmi
Gast #743841
Lesenswert?

Wie Helmi bereits geschrieben hat, ist die maximal mögliche Leistung 
eines Lautsprechers von 8 Ohm an 12V:

P = U**2/(2R) = 9W
Diese Leistung wird im Lautsprecher verbraten, wenn eine sinusförmige 
Spannung mit 12V Amplitude anliegt. Mehr ist auch mit Brückenschaltung 
nicht möglich, da die Ausgangsspannung am Verstärker nicht höher als die 
Eingangsspannung sein kann. In der Realität dürfte schon bei ca. 7 Watt 
Schluss sein, wenn es noch halbwegs erträglich klingen soll 
(Klirrfaktor!).

Als Möglichkeiten, die Leistung zu steigern, gibt es nur:

1. Betriebsspannung erhöhen, d.h. einen DC-DC Wandler benutzen, z.B. von
   12 auf 24V
2. Lautsprecher mit kleinerem Widerstand.
3. Lautsprecher über Trafo anschliessen. Gute Audio-Trafos sind jedoch 
rar
   und teuer.

Vermutlich ist Lösung 1 der einzige gangbare Weg, wenn Du Deine 
Lautsprecher weiterverwenden willst.

Gruss Mike
OP Persönliche Seite #743843
Lesenswert?

Helmi wrote:
> @Daniel Pfefferkorn (seraphim)
>
>>Andersrum gefragt, was kann man denn an Leistung erwarten bei 12V und 8
>>Ohm?
>
> Bei einer einfach Endstufe:
>
> P = (12V/2.82)^2 / Rl(8 Ohm) = 2.25W   (bei idealen Verstaerker)
>
>
> Bei einer Brueckenschaltung:
>
> P = (12V/1.414)^2 / Rl(8 Ohm) = 9W   (bei idealen Verstaerker)
>
> Idealer Verstaerker = Verstaerker kann bis an die
> Betriebsspannungsgrenze ausgesteuert werden.
>
> Gruss Helmi

In der Rechnung multiplizierst Du das Spannungsquadrat mit 1/2? Die 
sqrt(2) stellt ja wohl einen Faktor dar um den Real-Teil der Leistung zu 
errechnen.

Was genau meinst Du mit Brückenschaltung?
Gast #743856
Lesenswert?

@Daniel Pfefferkorn (seraphim)


>Was genau meinst Du mit Brückenschaltung?

Bei einer Brueckenschaltung liegt der Lautsprecher zwischen 2 
Verstaerkerausgaengen die zu einander gegenphasig ausgesteuert werden.
Dadurch verdoppelt sich die Spannung an dem Lautsprecher. Du benoetigst 
dazu 2 Verstaerker Endstufen pro Lautsprecher.

>In der Rechnung multiplizierst Du das Spannungsquadrat mit 1/2? Die
>sqrt(2) stellt ja wohl einen Faktor dar um den Real-Teil der Leistung zu
>errechnen.


Ich teile zuerst die Betriebsspannung durch 2 das ist dann die 
Scheitelspannung die der Verstaerker abgeben kann.

us = UBatt / 2

Dann berechnen wir die Effektivspannung

Ueff = us / sqrt(2)

Daraus folgt die Leistung am Lautsprecher

P = (Ueff*Ueff) / R


Gruss Helmi
Persönliche Seite #743932
Lesenswert?

http://www.knollep.de/Hobbyelektronik/projekte/36/index.htm
hab ich im Einsatz funktioniert recht gut und hat ein eingebautes 
"supply-lift". Kühlkörper nicht vergessen!
Ich würd dann aber noch nen kleinen Vorverstärker mit LM386 bauen, damit 
der ordentlichen Pegel hat die meisten MP3 Player für Batterie haben 
nicht so die Power um den Verstärker auszusteuern.
Gast #744259
Lesenswert?

Ich weiß nicht, ob Du nach so was suchst... im Internet bzw. bei eBay 
nach Sonic impact T-Amp suchen. Habe meinen fertig aufgebaut für 45€ 
bekommen. Lautstärke-Regelung ist vorhanden, laufen an 12V und die 
Dinger klingen wirklich gut.

Gruß
Christoph
#744267
Lesenswert?

Hallo,

wer nicht soviel rechnen will: (U*U)/8*RL bzw. (U*U)/2*RL für Brücke ist 
die uralte Faustformel für das gleiche Ergebnis. ;)

Wenn an 4 Ohm Last die Leistung x zustande kommt, sind es bei 8 Ohm die 
Hälfte. Die Spannung bleibt konstant, der Strom sinkt auf die Hälfte.

Bis dahin alles U=I*R bzw. P=U*I.

Praktisch ist es bei NF-Verstärkern so, daß der untere zulässige 
Lastwiderstand durch Verlustleistung der Endstufe und den zulässigen 
Spitzenstrom begrenzt wird. Bei 4 Ohm und weniger ist es meist der 
Strom, der die Grenze setzt.

Eine Endstufe für 4 Ohm Last liefert an 8 Ohm (bei gleicher 
Betriebsspannung) meist etwas mehr als das Doppelte, weil durch den 
kleineren Strom die internen Spannungsabfälle der Endstufe etwas 
geringer sind.

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #744292
Lesenswert?

Hallo Danial,

ich könnte dir den TA2020 anbieten. Class-D(T) Brücke 2 * 20W max. Der 
sollte bei 12V 8 Ohm an 10 W 'rankommen. Nicht SMD, kommt aber ohne 
Kühlkörper aus da > 80% Wirkungsgrad.

Gruß

Einhart

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren