mein gut abgehangener Rechner mit i7-3770 ist langsam reif für einen Nachfolger. Verwendet wird er (neben dem üblichen Office-Kram) für Elektronikentwicklung und 3D-Druck. Die wichtigsten verwendeten Programme sind:
STM32Cube
VSCode mit PlatformIO
KiCAD
LTSpice
FreeCAD
Cura
Aktuell läuft Windows 10, künftig dann Windows 11. Ein Umstieg auf Linux ist nicht geplant, bitte keine Bekehrungsversuche.
Wichtig sind ansonsten:
Anschluss von 3 Monitoren (meinetwegen auch über Port Extender)
Ethernet
Ausreichend USB-Ports für die ganzen Entwicklungstools, Drucker usw.
Preisrahmen ca. 500 EUR. Nach etwas Recherche hat sich in etwa folgendes System herauskristallisiert:
AMD Ryzen 5 5600 (wenn ich https://www.cpubenchmark.net glaube, etwa 3x schneller als der aktuelle Prozessor und wesentlich billiger als vergleichbare Intel-Prozessoren)
32 GB RAM
512 GB SSD (nebenan werkelt ein NAS mit 4 TB)
Mit diesen Randbedingungen gibt es verschiedene Varianten:
FreeCAD und Cura sind mir bekannt. FreeCAD profitiert hauptsächlich von Singel Core Leistung, zumindest noch als ich mich das letzte Mal damit befasst habe, ist jetzt auch schon 2 Jahre her.
Wie sieht das mit den anderen Programmen aus, ist da bekannt, wovon diese profitieren?
Ich habe mir gerade einen von systemtreff bauen lassen, 50€ teurer als dein Limit aber nur 2 Monitoranschlüsse. Dafür hat er ein COM Port, das brauche ICH für Development
Die 125W CPU idelt meistens bei 1.2W und 1% Auslastung rum, selbst während Kopier, Installier und YouTube Wiedergabe. Es geht kaum mal 1 Kern für 1 Sekunde auf 50%.
Wird mit diesem Rechner auch CAD gezeichnet?
Im CAD bin ich mir sicher, dass es da einen gewaltigen Performancezuwachs gibt, solange der i7-3770 überhaupt ausgelastet wird.
Wie sieht das mit den anderen Programmen aus, ist da bekannt, wovon
diese profitieren?
Die diversen Firmware-Entwicklungsumgebungen brauchen viel Speicher (Eclipse lässt grüßen) und profitieren beim Compilieren von der Multicore-Performance (Compilieren lässt sich gut parallelisieren).
KiCAD ist relativ genügsam, jedenfalls bei dem, was ich veranstalte. Auch FreeCAD ist bezüglich Performance unproblematisch.
Welche Auflösung haben die 3 Bildschirme?
1920x1200 (jeweils).
Kommt ein Selbstbau auch infrage?
Geht so. Wenn es ernsthaft Vorteile bietet, ja. Ich habe eigentlich genügend Bastelprojekte, um mich zu beschäftigen.
Halt ne brauchbare USB-C/Thunderbolt Docking Station neben die Kiste
stellen.
Wenn ich im Heise-Link schaue, sind die in der Größenordnung 200 EUR unterwegs und haben sich damit eigentlich schon erledigt. Das kommt auf den Rechnerpreis ja noch obendrauf.
Ja, aber der ist schon fast standard, was man von geforderten Ethernet
(RJ-45) oder vielen USB (>3) nicht mehr sagen kann.
Da habe ich ja Glück. Mein PC (von der Stange, Dezember 2023) hat 12 USB Ports, Ethernet, WLAN, Bluetooth und sogar eine RS232 Schnittstelle (intern auf Stiftleiste).
Dafür aber magere Bildschirmanschlüsse (VGA und HDMI, nicht beide gleichzeitig). Für eine bessere Grafikkarte ist das Gehäuse zu kompakt, glaube ich. Egal, für meinen Anwendungsfall passt das so.
Halt ne brauchbare USB-C/Thunderbolt Docking Station neben die Kiste
stellen.
Viele PCs haben heute 2 dedizierte Bildschirmanschlüsse in freiem Mix aus Display-Port und HDMI, und dazu mindestens einen USB-C Anschluss mit Alt-DisplayPort. Auch auf Mini-PCs trifft das zu. Damit sind 3 Bildschirme kein Problem. Man benötigt am USB-C dafür nur einen einfachen USB/Display-Konverter, und die sind günstig. Hab das so in Betrieb.
Halt ne brauchbare USB-C/Thunderbolt Docking Station neben die Kiste
stellen.
Wenn ich im Heise-Link schaue, sind die in der Größenordnung 200 EUR
unterwegs und haben sich damit eigentlich schon erledigt. Das kommt auf
den Rechnerpreis ja noch obendrauf.
Docks gibt es auch preiswerter einfach mal recherchieren. Wenn der Rechner Die Horde Schnittstellen schon in der 0815-Ausführunge anschleppt, dann braucht man die Buchsenparade natürlich nicht doppelt auf dem Dock. Allerdings bleibt dann der USB-C Anschluss und damit seine bandbreite ungenutzt.
Wenn die Kiste schon alles hat, dann gehts natürlich auch ohne Dock, ein Dock ergänzt was die Kiste nicht oder nur auf Aufschlag hat. So ein Dock hatr aber auch den Vorteil das es bei defekt bspw. wg. Überschreitung Anzahl Steckzyklen einfach (ohne Löten) austauschbar ist.
So wie ich das lese geht es um deinen desktop, nicht um einen Notebook.
Ich hatte angenommen, dass solche Dockingstationen prinzipiell auch am PC funktionieren, sofern der nötige Anschluss existiert. Zumindest die mit USB-C. Ist das nicht der Fall?
Ich hatte angenommen, dass solche Dockingstationen prinzipiell auch am
PC funktionieren, sofern der nötige Anschluss existiert. Zumindest die
mit USB-C. Ist das nicht der Fall?
Nicht alles, was wie USB-C aussieht, hat alles drin, was damit möglich ist. Das für Displays zwingende Alt-DP ist nicht zwingend enthalten.
Mini-PCs haben üblicherweise Laptop-Hardware drin, deren SoC es mitunter auch dann kann, wenn es nicht draufsteht. AMD 7040/8040/AI-300 haben 2x USB4 im SoC. Inklusive Thunderbolt, das von den Geräteherstellern wohl mangels Intel-Zertifizierung schamhaft verschwiegen wird.
AMD Ryzen 5 5600 (wenn ich https://www.cpubenchmark.net glaube, etwa
3x schneller als der aktuelle Prozessor und wesentlich billiger als
vergleichbare Intel-Prozessoren)
Wolltest du nicht einen neuen Rechner? AMD ist inzwischen bei 8xxx bzw teilweise schon bei 9xxx. Aus der 5xxx Generation würde ich mir nichts mehr kaufen, das ist noch AM4 Sockel, da ist nix mit aufrüsten. AMD stellt schon länger auf AM5 um.
Und nein, vergleichbare Intelprozessoren sind nicht teurer. Z.B. ein i5-13400 kostet in etwa genauso viel und ist gute 25% schneller:
Du solltest übrigens genau auf die letzten Buchstaben nach der Zahl schauen. ein 5 5600 ist was anderes als ein 5 5600GT. Viel ist hier nicht unbedingt besser, der GT is langsamer als der ohne...
Den Tipp mit Systemtreff habe ich jetzt mal beherzigt und mir etwas zusammengebastelt. Siehe Screenshot im Anhang, preislich passt das.
Wo ich jetzt noch hänge: wir kriege ich da drei Monitore dran? DisplayPort kann wohl prinzipiell Daisy Chain, meine steinalten Monitore aber nicht (die sind alle noch auf DVI). Noch so was dranhängen? https://www.amazon.com/-/dp/B09B9KDZRQ
Wenn das funktionieren sollte, wäre ich schon ziemlich glücklich.
Uff, wenn du nicht mehr als 1920 × 1200 Auflösung / Monitor willst, könnte es gehen. Das Problem mit HDMI/DP <-> DVI ist, DVI kann "Single-Link oder Dual-Link" aber HDMI und DP physikalisch nur "Single Link". Sobald man einen Adapter benutzt kann man bei DVI daher nur "Single-Link" Betrieb machen und hat damit nur die halbe mögliche Bandbreite von DVI.
(HDMI/DP gleichen das mit höhrere Taktrate aus, das geht logischerweis bei Adaptierung auf DVI nicht)
Mit welchen dieser Programme lastest Du einen aktuellen Rechner denn aus? Und wenn ja, ist die Begrenzung
Single-Core Rechenleistung
Gesamt-Rechenleistung
RAM
I/O
Aus der Antwort dürfte sich dann ziemlich direkt der nächste Schritt ergeben.
(Ich selbst verwende von den genannten Programmen nur KiCAD, FreeCAD und Cura, außerdem VSCode ohne PlatformIO. Auf einem Thinkpad T480 mit 16GB RAM, und ohne ernsthafte Probleme. Wäre es mein Rechner, würde ich ernsthaft überlegen, das Geld lieber in Monitore mit höherer Auflösung zu investieren.)
Von 13/14ern würde ich erst einmal die Finger lassen, wenn dir nicht amtlich versichert wird, dass das BIOS Intels jüngste Probleme mit Burnout definitiv verinnerlicht hat. Wenn der konkrete Prozessor nicht in der Liste betroffener Versionen steht, ist es vmtl OK.
Mit welchen dieser Programme lastest Du einen aktuellen Rechner denn
aus?
Ich habe zwei Hauptgründe, den Rechner zu ersetzen:
Auslaufender Windows 10-Support. Das kann man beweinen, ändert aber nichts an der Tatsache.
Irgendwas habe ich an der aktuellen Kiste verkonfiguriert, I/O ist elend langsam. Entweder habe ich bei der RAM-Aufrüstung einen Fehler gemacht (aktuell sind 24 GB verbaut) oder beim Wechsel von HDD nach SSD Mist gemacht.
Der zweite Punkt ließe sich sicher reparieren. Aber es gibt Leute, die können das besser als ich. Dass sie dafür Geld wollen, ist ok. Und wenn ich schon was Neues kaufe, darf es mir auch wieder 5 Jahre halten.
Wenn der Rechner ersetzt ist, wird er vermutlich hier im Markt landen :)
Irgendwas habe ich an der aktuellen Kiste verkonfiguriert, I/O ist
elend langsam. Entweder habe ich bei der RAM-Aufrüstung einen Fehler
gemacht (aktuell sind 24 GB verbaut) oder beim Wechsel von HDD nach SSD
Mist gemacht.
Diese Phoenix APUs kann ich empfehlen. Bei mir steckt der Ryzen 7840HS - die sockellose Laptop-Variante des 8700G - im flüsterleisen 600€ Mini-PC mit 32 GB RAM und 1 TB SSD (TLC). Wenn man ab und zu mal eine GPU benötigt, ist man damit auch gut bedient. Der MS Flugsimu 2020 läuft prima.
Solche Zwerge gibt es oft auch mit der 8845 Hawk Point APU, deren einziger Unterschied eine etwas bessere AI-Leistung ist.
Nö, das Alignment sieht gut aus, siehe Anhang. Aber die Random-Werte sind mit beschissen noch geschmeichelt. Ich kapier´s nicht.
Ach ja, die Basics habe ich natürlich durch: TRIM ist an, AHCI ist im BIOS aktiviert.
Hole dir doch einfach eunen fertigen Rechner von der Stange. Dann bist
du auch sicher, daß die Komponenten zuverlässig miteinander arbeiten.
Notebooksbilliger.de ist dazu ein seriöser Laden.
An der Seriosität zweifle ich nicht, aber mit ähnlichen Randbedingungen lande ich dort ca. 200 EUR höher, für ein Markengerät noch mal eine Stange mehr.
Hole dir doch einfach eunen fertigen Rechner von der Stange. Dann bist
du auch sicher, daß die Komponenten zuverlässig miteinander arbeiten.
Notebooksbilliger.de ist dazu ein seriöser Laden.
Na ja, das ist kein Selbstläufer.
Ich habe mir als Beispiel den oben verlinkten mal angeschaut.
Wieder nur 16GB Hauptspeicher. Wenn ich auf 32 GB "upgraden" will kostet er auf einmal fast das doppelte :-) weil -warum auch immer- das nur mit einem schnelleren Grundgerät geht.
Geht so Richtung Shenzhen Hinterhof, schätze ich. Wer auf zuverlässige UEFI-Updates und ein präzises Datasheet Wert legt, könnte da falsch sein. Auf eine Support-Anfrage per Mail wurde schnell reagiert (zur Art vom Netzteilanschluss, kein technisches Problem).
Zu den Geheimnissen zählt, dass die USB-A vorne USB 3.1 10 Gb/s haben, und das USB4 Thunderbolt verdaut. Und summarum 4 Displays möglich sind, nicht nur die erwähnten 3, denn wenn ich den USB4 ins TB-Dock vom Laptop stecke, gibts 4 Displays.
PS: Die von nichts ausser einem eigens dafür montierten mechanischen Schalter abhängige pumpende RGB-Beleuchtung ist glücklicherweise abschaltbar. Stehen die Gamer echt auf sowas?
Die sitzen oft bis es dunkel wird vor der Tastatur mit dem Eimer unter dem Tisch. Da ist keine Zeit bis zum Lichtschalter zu laufen oder die Fernbedienung fuers Licht zu suchen.
Daher muss die Tastatur beleuchtet sein. Sonst erwischt man die falsche Taste und verliert.
Ich habe zwei Hauptgründe, den Rechner zu ersetzen:
Auslaufender Windows 10-Support. Das kann man beweinen, ändert aber
nichts an der Tatsache.
Irgendwas habe ich an der aktuellen Kiste verkonfiguriert, I/O ist
elend langsam. Entweder habe ich bei der RAM-Aufrüstung einen Fehler
gemacht (aktuell sind 24 GB verbaut) oder beim Wechsel von HDD nach SSD
Mist gemacht.
Der zweite Punkt ließe sich sicher reparieren. Aber es gibt Leute, die
können das besser als ich. Dass sie dafür Geld wollen, ist ok. Und wenn
ich schon was Neues kaufe, darf es mir auch wieder 5 Jahre halten.
Wenn der Rechner ersetzt ist, wird er vermutlich hier im Markt landen :)
Bei meinem Arbytegeber stehen diese Teile in verschiedenen Generationen zuhauf rum und laufen einfach. Und bei diesem Händler habe ich auch schon mehrfach gekauft und war bislang immer sehr zufrieden gewesen.
Ich nutze als Entwicklungsrechner einen gebraucht gekauften HP Elitedesk 800 DM, der kann drei Monitore ansteuern (2 x Displayport serienmäßig, ein Wechselmodul, für das es Displayport-, HDMI- und VGA-Einsätze gibt).
Drin steckt ein für meine Zwecke ausreichender i5 aus der 6er Generation mit sechs Kernen, man kann 32 GB RAM reinstecken, und man kann eine NVMe-SSD einbauen und zusätzlich (oder alternativ) auch eine 2.5"-Festplatte oder -SSD als langsameres Datengram verwenden.
Die Dinger werden als Leasingrückläufer von allen möglichen Händlern vertrieben, hier ein willkürliches Beispiel:
Rückmeldung: so in etwa habe ich es gemacht. Ich habe die alte SanDisk-Billig-SSD mit einem 1:1 umgezogenen Windows 10 rausgeworfen und durch eine neue Samsung ersetzt. Der alte Rechner kann nicht von M.2 booten, daher SATA.
Die Schwuppdizität ist nun brauchbar - der Ryzen ist erst mal aufgeschoben.
Jedenfalls danke an alle, ich habe ein ganze Menge gelernt.
Die sitzen oft bis es dunkel wird vor der Tastatur mit dem Eimer unter
dem Tisch. Da ist keine Zeit bis zum Lichtschalter zu laufen oder die
Fernbedienung fuers Licht zu suchen.
Daher muss die Tastatur beleuchtet sein. Sonst erwischt man die falsche
Taste und verliert.
Siehst du, keine Ahnung. Ich spiele nicht, aber auf eine Tastatur ohne RGB Beleuchtung würde ich nie wieder zurückgreifen. Wenn man einmal den Vorzug von sich selbst zeigenden Shortcuts gesehen hat dann weiß man dies. Gerade bei solch Tastaturlastigen Programmen ala Blender, Inventor etc... Man sieht immer farblich das passenden Tastatur Feld und die dazu passenden Tasten welche gerade aktiv sind. Wenn ich CTRL drück, kommt dann farblich die dazu passenden Tasten, kommt dann noch ALT oder SHIFT oder beides dazu, zeigt sich die jeweils aktive Tafel...
Aber alle erstmal durch den Kakao ziehen und seine eigenen Frust ablassen weil man unfähig ist so etwas produktiv zu nutzen weil man nicht über seinen engstirnigen Tellerrand hinaus schaut!