Ich habe in LTSpice noch nie versucht einen Trafo zu simulieren.
Für das Verständnis empfehle ich Dir mal ein (z.B. primärseitig
bezogenes) Ersatzschaltbild zu zeichenen und das T-Ersatzschaltbild
eines Trafos mit den Streuinduktivitäen und der Hauptinduktivität zu
zeichnen.
> Je größer ich die Induktivitäten des Trafos wähle,
> desto kleiner wird die Abweichung vom Schwingkreis mit und ohne Trafo.
Welche Induktivität?
1. Primär-Streuinduktivität
2. Sekundär-Streuinduktivität
3. Hauptinduktivität
Wenn Du den Trafo (ideal) entfernst und die 50 Ohm direkt in den
Schwingkreis anschließt, hast Du schon mal grundsätzlich einen anderen
Schaltungsaufbau. Der Trafo transformiert Strom und Spannung, um einen
äquivalenten Aufbau zu machen, muss auch die sekundärseitige Last auf
die Primärseite umgerechnet werden.
Beispiel:
idealer Trafo, Übersetzungsverhältnis 1:2, keine Induktivitäten
=> Usec = 2xUprim, Isec = 0,5 x Iprim
Ein Widerstand Rsec von 50 Ohm auf der Sekundärseite macht folgenden
Strom:
Isec = Usec / Rsec
Auf der Primärseite sieht der Widerstand so aus:
Rprim = Uprim / Iprim = 0,5 x Usec / ( 2 x Isec)= 0,25 x Usec / Isec =
0,25 x Rsec
Zu Deutsch: Dein 50 Ohm Widerstand auf der Sekundärseite transformiert
sich zu einem von 12,5 Ohm auf der Primärseite bei einem idealen 1:2
Trafo.
Für deinen RLC Serienschwingkreis sind im T-Ersatzschaltbild für dich
nur die Primärseitig bezogenen Streuinduktivitäten des Trafos und die
primärseitig bezogene Last interessant. Mit den zwei von Dir
eingezeichneten Induktivitätswerten kann ich erhlich gesagt nichts
anfangen. Sind das die Leerlauf-Induktivitätswerte? Wenn ja, helfen die
Dir nicht den Trafo zu charakterisieren. Du musst im Leerlauf und
Kurzschluss messen (beispielsweise Uk) und daraus die Streuinduktiviät
ermitteln.