R3 ist bewusst zehnfach höher gewählt als R2, damit hat er
"lehrbuchartig" kaum noch merklichen Einfluss auf die Zeitkonstante
gebildet aus R2 und C2.
R3 stellt lediglich einen Gleichstrompfad dar Richtung Masse. Er legt
die Eingänge des Komparators nahe Masse, vor allem, wenn die Schaltung
an V(in) über einen Koppelkondensator angesteuert wird. Die Eingänge des
Komparators hätten ohne den R2 und mit Koppelkondensator vor dem Punkt
Vin keinerlei Gleichstrompfad, über den unvermeidliche Offsetströme aus
den Komparatoreingängen heraus abfliessen könnten. Diese in Polarität
und Höhe unvorhersehbaren Offsetströme ( Datenblatt-Terminus: DC offset
current) würden die Kondensatoren umladen "bis Anschlag", die Schaltung
würde gar nicht funktionieren.
Mit dem 560k am Eingang gibt er dem Slicer eine gewünschte hohe
Eingangsimpedanz Z.
Warum? Vielleicht war die Leerlaufverstärkung zu hoch, reduzieren kann
er sie ja nicht. Der vermeintliche OP ist klar als Comp.(arator)
beschriftet. Daher derimmens hohe Serieneingangswiderstand von 560k. Der
bildet aber mit der unvermeidlichen Streukapazität der Leitung zum
invertierenden Input bereits einen "Pol", (im Frequenzgang). Mit dem
33pF kompensiert er diesen schädlichen "Pol", weil zu der unerwünschten
Streukapazität der Leiterbahn hin zum inv. Eingang noch die
Eingangskapazität dieses Eingangs hinzukommt.
So, wie gezeichnet, ist die Schaltung am Eingang ziemlich hochohmig.
Sozusagen künstlich hochohmig gemacht. Eine direkt als Schwingkreis
ausgebildete Antenne mit einer simplen Diode als Detektorempfänger, auch
AM-Demodulator, könnte die Schaltung direkt speisen, der Slicer liefert
dann "quasi TTL" am Ausgang. Dazu darf der Schwingkreis aber nicht all
zu sehr belastet werden, seine Güte ist direkt von jener abhängig. Und
damit die Störfestigkeit gegen Ausser-Frequenzband-Signale.