Transistor, der in beide Richtungen Strom führen kann

OP #1151459
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Hallo, wie schon im Betreff geschrieben, suche ich einen Transistor, der 
von D nach S oder auch von S nach D Strom fließen lassen kann.
Ist da ein JFET das richtige?
Das Problem ist halt, das ich schon ein wenig Strom (ca 300-500 mA 
fließen lassen will)

Und es wäre gut, wenn ich dafür nicht 2 Transistoren bräuchte.

Danke
#1151488
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Hannes Lux wrote:
> FETs haben eine technologisch bedingte Body-Diode, sie leiten daher
> immer in Gegenrichtung.
Das trifft aber im Prinzip nur auf Vertikal-MOSFETs zu, die aber in dem 
genannten Strombereich schon praktisch das einzig brauchbare darstellen.

Bei MOSFETs ist ein weiteres Problem, dass praktisch durchweg Source 
intern mit dem Substrat verbunden ist, was ebenfalls zu einer 
Unsymmetrie führt.
Gast #1151551
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> Das trifft aber im Prinzip nur auf Vertikal-MOSFETs zu, ...

Danke. Andere MOSFETs habe ich auch noch nicht verwendet, daher ist mir 
das bisher nicht aufgefallen.

> man hat 2 Kondensatoren ...

Da musst Du ja sowiso den Strom begrenzen (Widerstand), dann kannst Du 
auch Foto-MOS-Relais (Optokoppler mit zwei Power-FETs, z.B. von NAIS) 
einsetzen. Deren Ausgänge kann man auch antiseriell schalten.

...
Angehängte Dateien:
#1151558
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Hannes Lux wrote:
>> Das trifft aber im Prinzip nur auf Vertikal-MOSFETs zu, ...
>
> Danke. Andere MOSFETs habe ich auch noch nicht verwendet, daher ist mir
> das bisher nicht aufgefallen.
Naja, die Betonung lag eher auf MOS fet, denn bei Sperrschicht-FETs 
(JFETs) gibt es auch keine Bodydiode...

Gruß

johnny
Gast #1151568
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> Um es stark zu vereinfachen..

Ich denke hier gibts genug Leute vom Fach, so dass eine Vereinfachung 
nicht nötig ist. Ausserdem lässt sich ohne Details auch keine gute 
Lösung finden.

Bei MOSFETs ist eher das Problem, dass sie nur auf eine Seite sperren 
und durch die andere über die bereits erwähnte Bodydiode dauernd Strom 
fliessen kann, egal wie das Gate beschaltet wird.
#1151579
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Marco M. wrote:
> Was ich machen will:
>
> Um es stark zu vereinfachen..
>
> man hat 2 Kondensatoren und möchte, wenn der eine Kondensator mehr
> aufgeladen ist als der andere, über den Jfet den Strom schalten, um den
> anderen Kondensator aufzuladen. Das ganze soll dann halt auch umgekehrt
> funktionieren.

Hallo,

ein Draht hätte die geforderte Eigenschaft. Sicher steckt mehr dahinter, 
also diese vereinfachte Beschreibung hergibt ?

Gruß,
Michael
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #1151580
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>Bei MOSFETs ist eher das Problem, dass sie nur auf eine Seite sperren
>und durch die andere über die bereits erwähnte Bodydiode dauernd Strom
>fliessen kann, egal wie das Gate beschaltet wird.

Deshalb ja antiseriell, also S1->D1->D2->S2. Da kann dann ohne 
Ansteuerung immer nur 1 FET über die Diode leiten, mit Ansteuerung 
leiten aber beide.
#1151963
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Einen Bipolartransistor kann man auch "in falscher Richtung" betreiben. 
Wird in jedem TTL-Gatter gemacht. Dabei wird aber die Stromverstärkung 
sehr klein (z.B. Normalbetrieb B=300, Inversbetrieb B=10). Solange der 
hohe Basistrom und die Kollektorrestspannung nicht stören, läßt sich das 
gut als Schalter verwenden.

MFG Peter
#1152052
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Hallo,

in einem Dimmer für Niederspannung (12VAC) zur Halogenbeleuchtung werden 
auch N-FETs verwendet. Zwei N-FETs Antiseriell geschaltet und das Gate 
mit einer potentialfreien Spannungsquelle angesteuert und das geht. 
Diese potentialfreie Spannungsquelle kannst du dir mit einer einfachen 
Ladungspumpe die auch im GND-Zweig einen Kondensator hat (Elektor hatte 
da mal ne Schaltung damit man Digitalvoltmeter potentialfreu versorgen 
kann) leicht selbst machen. Die Ansteuerung machst du dann über einen 
Optokoppler.
Ich habe das ebenfalls schon mal so gemacht das geht einwandfrei.
Wie schnell willst du denn das ganze schalten?

Enrico :)
OP #1152318
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Wie schnell will ich das machen?
hmm so im ms Bereich.
Das Problem ist, das es pro Schalter nicht viel Aufwand und kosten sein 
darf, denn ich brauche diese Schaltung auf einer Platine 16 mal!

nehmre ich jetzt 2 N Fets pro schalter dann verdoppelt sich ja auch 
gleich die Anzahl der anzusteuernden Gates.

Und die Pins am µC sind ja bekanntlich begrenzt :-)
Gast #1159084
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Eine Überlegung wäre der Einsatz eines Reed-Relais.
Die haben immerhin Schaltzeiten unter 1ms und
Schaltfrequenzen im 3stelligen Hz-Bereich.

Damit lässt sich der Spannungsabfall unter 0,1V
drücken ( 0,5 A x 0,2 Ohm ) und er schaltet
"naturbedingt" in beiden Richtungen.

Hier mal ein Link bezüglich elektrischer Parameter:
http://www.meder.com/fileadmin/meder/pdf/de/Technische_Dokumente/Parameter_fuer_Reed-Bauelemente.pdf
Persönliche Seite #1159151
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BMK wrote:
> Eine Überlegung wäre der Einsatz eines Reed-Relais.
> Die haben immerhin Schaltzeiten unter 1ms und
> Schaltfrequenzen im 3stelligen Hz-Bereich.
>
> Damit lässt sich der Spannungsabfall unter 0,1V
> drücken ( 0,5 A x 0,2 Ohm ) und er schaltet
> "naturbedingt" in beiden Richtungen.
>
> Hier mal ein Link bezüglich elektrischer Parameter:
>

Die kleben allerdings gerne bei größerer kapazitiver Belastung!


Gruß -
Abdul
Persönliche Seite #1159153
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Marco M. wrote:
> Hallo,
>
>
> das Problem, nach ein paar versuchen ist jetzt, dass ich ja immer ca.
> 0,7 V Spannungsabfall über den Fet habe. Gibt es da nicht eine andere
> Möglichkeit das irgendwie zu lösen?
>

Hm. Du scheinst sie falsch verschaltet zu haben. Entweder antiseriell 
mit gemeinsamem Source-Pin Punkt, oder antiparallel schalten. Beim 2. 
Fall funzt es nur wenn die Differenzspannung nicht über deine 0,7V gehen 
wird. Dafür hast du dann einen geringeren Innenwiderstand.

Poste mal deinen aktuellen Schaltplan.


Gruß -
Abdul

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