Hey,
Ich arbeite mit einem Py-Board und möchte über Digitale Ausgänge (3,3V)
mittels Mosfets 12V schalten. Der "Verbraucher" ist ein digitaler
Eingang (hochohmig) mit kaum Leistung. Ich habe das ganze wie in der
Grafik realisiert.
Problem:
Wenn ich den Ausgang des Py-Boards auf HIGH schalte, liegen an "A" 2,4V
an. Wenn ich den Ausgang auf LOW schalte liegen 3,5V an.
Ich habe leider keine Ahnung, was das Problem sein könnte.
Das einzige, was mir einfällt, ist dass die Max. Gate-Source-Spannung
3,3V beträgt und ich vlt einen Mosfet mit höhere max. Spannung wählen
könnte.
Vielen Dank für die Hilfe und freundliche Grüße
Shoas
Shoas schrieb:> Das einzige, was mir einfällt, ist dass die Max. Gate-Source-Spannung> 3,3V beträgt und ich vlt einen Mosfet mit höhere max. Spannung wählen> könnte.
Falsch verstanden!
Die Max. Gate-Source-THRESHOLD-Spannung beträgt 3.3V.
Das ist die Spannung bei der der MOSFET noch sicher AUS ist.
Du brauchst einen bei der die maximale VGSth unter deinem gesicherten
HIGH-Pegel liegt.
Ich würde einfach nen BC547 mit 10k Vorwiderstand nehmen.
Im DB des IPD053N ist die Gate Threshold mit typ.2,8V und max. 3,5V
angegeben. Dabei fliessen dann 90µA durch den MOSFet. Das reicht also
nicht, um in sicher mit 3,3V durchzuschalten.
Du brauchst einen echten 'Logiklevel' MOSFet - oder den Klassiker mit
BJT und Basisvorwiderstand.
Stephan schrieb:> Falsch verstanden!> Die Max. Gate-Source-THRESHOLD-Spannung beträgt 3.3V.> Das ist die Spannung bei der der MOSFET noch sicher AUS ist.> Du brauchst einen bei der die maximale VGSth unter deinem gesicherten> HIGH-Pegel liegt.
-> Verständnisfehler meinerseits, danke für die Aufklärung!
Stephan schrieb:> Ich würde einfach nen BC547 mit 10k Vorwiderstand nehmen.
-> Die hab ich hier auf Lager, auch nicht schlecht. Dachte halt die
Mosfets brauchen weniger Leistung, aber dann bau ich das Ganze halt so
auf.
Danke dir.
Willst Du nicht mittels der (strommäßig wohl auch noch stark
überdimensionierten) FETs die 12V mit 1k dazwischen auf die Ausgänge
schalten (wozu aber high side erforderlich wäre)? Oder aber die rechten
Punkte (die dann aber die jew. Verbraucher, und schonmit 12V versorgt
sein müßten) mit den FETs einzelnmit GND verbinden (low side)?
Im Moment kann die Schaltung doch beides nicht?
(Sondern erinnert eher an eine Adaption einer Step-Up-Schaltung - mit 1k
als "Spule"?)
Oder spinn ich?
Shoas schrieb:> Ich arbeite mit einem Py-Board und möchte über Digitale Ausgänge (3,3V)> mittels Mosfets 12V schalten. Der "Verbraucher" ist ein digitaler> Eingang (hochohmig) mit kaum Leistung.
Abgesehen von der viel zu niedrigen Steuerspannung für den FET - bist du
sicher, dass ein Leistungs-MOSFET wie der IPD053N06N mit einem R_DS_on
von 5.3mΩ für bis zu 45A deinem Problem angemessen ist?
Bei dir fließt ein I_DS von max.12mA, d.h. aus Sicht der
Strombelastbarkeit des FETs hast du mehr als einen Faktor 3000 Reserve.
Selbst soetwas wie ein BSS138, 2N7002 o.ä. langweilt sich da.
Shoas schrieb:> 12V mit Logic Mosfet schalten - funktioniert nicht
Es ist kein Logic MOSFET, ganz einfach, er wird auch nicht einfach
dadurch zum LogicLevel MOSFET in dem du ihn nur mit high und low digital
ein und ausschaltest.
Der IPD053N06 ist nur spezifiziert für VGS=6 V, I D=12 A, nicht für 5V
oder gar 3.3V am Gate.
Insgesamt ist ein 45A MOSFET eh massiv überzogen für 12mA zu schaltenden
Strom, der lässt die 12mA ja schon fast durch wenn er aus ist (na gut,
schlechtestenfalls 100uA), und Infineon war schon immer eine schlechte
Wahl für MOSFETs, die können das einfach nicht (sollte jetzt, mit dem
Aufkauf in IRF, besser werden, es sei denn die behinderten Köpfe von
Siemens setzen sich wieder durch).
So was wie IRLML2502 oder BSS138 täte es locker.
Wenn "A", "B" dein Netznamen ist, sind die dann im Layout automatisch
verbunden? Hoffemalnich
Oder sind das nur Labels?
Denn: wenn der MOsfet nicht durchschaltet, müssten ja volle 12V am
Ausgang anliegen. Schiebst Du die 12V über 1K in den Ausgang deines
"py-Boards"(whatever?) hinein, hättest Du genau die Spannungen, die Du
beschreibst.
Ins blaue geraten!
StromTuner
Michael B. schrieb:> Insgesamt ist ein 45A MOSFET eh massiv überzogen für 12mA zu schaltenden> Strom
Da hast du recht, ich habe bisher wenig mit Mosfets gearbeitet und
dachte, die Bauteile für geringeren Strom sind fast nur noch als SMD
bauteile vorhanden und ich benötige aber verdrahtete. Aber wie ich sehe
sind auch die "kleinen" Mosfets verdrahtet vorhanden.
Axel R. schrieb:> Wenn "A", "B" dein Netznamen ist, sind die dann im Layout automatisch> verbunden?
Nein, das sind Labels. Die 12V liegen lediglich am Kollektor / an Drain.
Der Digitale Eingang greift die Spannung an den Messpunkten rechts ab,
die zwischen Kollektor und Emitter / Drain und Source abfällt.
Vielen Dank euch für eure Meinungen.
Shoas schrieb:> die Bauteile für geringeren Strom sind fast nur noch als SMD> bauteile vorhanden und ich benötige aber verdrahtete.
?!?
Der IPD053N06N ist auch SMD.
Du widersprichst dir in jedem Satz.
In welcher Parallelmärchenwelt lebst du ?
Übrigens gibt es LogicLevel MOSFETs in TO92 wie TN0702, und ein normaler
bipolarer NPN wie BC547 hätte auch kein Problem die 12V/12mA mit den
3.5V zu schalten, er braucht nur einen Basisvorwiderstand (von ca. 1k5),
und es gibt sogar Transistoren mit eingebauten Widerstände, wie
FJN3314RTA.
Wer WILL, findet genügend Lösungen.
>Problem:>Wenn ich den Ausgang des Py-Boards auf HIGH schalte, liegen an "A" 2,4V>an. Wenn ich den Ausgang auf LOW schalte liegen 3,5V an.
An welchem "A"? am Ausgang ganz rechts, oder am Ausgang deines
"py-boards"?
Denn selbst, wenn dort "ganz rechts" am Anschluss "A" im High Zustand
nur 2.4V anliegen (weil der FET nicht komplett durchsteuert), müssten
diese ja auf 12V hochgehen, wenn Du LOW schaltest. Sperren tut er ja auf
jeden Fall.
Da ist also, vom "falschen" FET mal abgesehen, noch was anderes nicht in
Ordnung. Wie sieht denn dein "Hochohmiger" Eingang auf der anderen Seite
aus? Versorgst Du den jetzt über 1K mit 12Volt? dann zieht der Eingang
das Potenzial von 12V über deine 1K auf (von Dir gemessene) 3.5V
herunter.
Evtl. kannst Du uns die Gesamtkonstellation "aufmalen".
Am FET liegt es auch, aber nicht nur an diesem, wenn ich mir die
Fehlerbeschreibung genau durchlese...
StromTuner
Shoas schrieb:> Der "Verbraucher" ist ein digitaler> Eingang (hochohmig) mit kaum Leistung.
Für "kaum Leistung" nimmst Du "Monster-Mosfet`s"??
Um diesen Fehler zu vermeiden, muß man kein Akademiker sein , sorry.
Nimm CD4069 oder so.
Michael B. schrieb:> Übrigens gibt es LogicLevel MOSFETs in TO92 wie TN0702, und ein normaler> bipolarer NPN wie BC547 hätte auch kein Problem die 12V/12mA mit den> 3.5V zu schalten, er braucht nur einen Basisvorwiderstand (von ca. 1k5),
Den TN0702 gibts bei TME. Allerdings ist der Preis recht bizarr. Für
weniger als ein Zehntel bekommt man z.B. den BC547, ja selbst ein IRLZ44
ist noch ein Drittel billiger - auch wenn er zig fach überdimensioniert
ist.
Wenn man nicht unbedingt leistungslose Ansteuerung in Verbindung mit
Spannungen unter 5V zwingend benötigt, dann ist der aus preislicher
Sicht sinnfrei.
Shoas schrieb:> Dachte halt die> Mosfets brauchen weniger Leistung, aber dann bau ich das Ganze halt so> auf.
Jeder durchgeschaltete Mosfet schickt in deiner Schaltung min. 12mA
Richtung GND, da fallen ein paar hundert µA für die Transistor-Basis
auch nicht mehr ins Gewicht.
Wenn du Strom sparen willst, erhöhe den Widerstand der
Pullup-Widerstände wenn möglich.