Welche Bauteile sind das? (Laptop Keyboard funktioniert nicht)

OP #7202626
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Hallo zusammen
Ich habe einen gaming-laptop, bei dem die Tastatur dann nicht mehr 
funktioniert, wenn Leistung abgefordert wird (zb bei Grafikanwendungen).
Im Bild zu sehen der Anschluss eines der Flachbandkabel der Tastatur. 
Wenn die Tastatur nicht mehr funktioniert und ich in den Bereich über 
dem Anschluss Kältespray auftrage, so geht die Tastatur wieder.
Laut meines Verständnis hat es demnach mit diesen Bauteilen zu tun 
(6pin- Aufschrift 8kB V1).
Ich habe einige schon nachgelötet, was kurzzeitig eine erhebliche 
Verbesserung zur Folge hatte.
Jedoch ist der Fehler wieder da.
Da ich wenig Ahnung von Laptop Elektronik habe bitte ich um etwas Hilfe, 
was das für Bauteile sind.
Gelötet bekomme ich die. Google war aber bei Eingabe der Aufschrift 
nicht hilfreich.
Vielen Dank und schöne Grüße
Angehängte Dateien:
OP #7202660
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Habe den heatsink bereits abgenommen und cpu/gpu repastet.
Die Temperaturen sind alle ok.

Ich kann den Fehler auch simulieren wenn ich Heissluft im laufenden 
Betrieb auf beschriebene Bauteile richte.
Selbes Phänomen. Tastatur funktioniert nicht mehr.
Bauteile abkühlen, Tastatur geht wieder.
Gast #7202701
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Du könntest erstmal mit deiner Temperatur-Methode versuchen 
herauszufinden, ob es ein EINZELNER der ESD-Schützer ist, der die 
Probleme macht.

DEN dann auslöten und auf der PCB die entspr. Pins überbrücken.
Natürlich keine Dauerlösung, aber zur Fehlersuche zumindest eine 
Strategie.
OP #7202811
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Hab nun einen von den vermeintlichen Übeltätern ausgelötet. Und zwar 
den, der bei direkter Wärmebestrahlung das keyboard gekillt hat.
Bislang funktioniert alles, wie es soll.
Ich lasse nun ein paar Stress- und bench-Tests laufen, um das System 
bisschen auf Temperatur zu kriegen.
Bislang alles ruhig.
Sollte dies die Lösung sein, muss das Bauteil getauscht werden?
Wenn ja, was brauche ich dann konkret?
Danke und schönen Gruss
Gast #7202816
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Jay M. schrieb:
> Und zwar den, der bei direkter Wärmebestrahlung das keyboard gekillt hat.

Ja genau, ich hätte gezielt einzelne Bauteile warm gemacht um zu sehen, 
welcher dabei einen Ausfall auslöst.

Als nächstes hätte ich ich die Lötstellen einfach mal nach gelötet. 
manchmal hat man Unterbrechungen zwischen Bauteil und Platine, die mit 
bloßem Auge nicht zu sehen sind.

Auf jeden Fall würde ich das Bauteil nicht einfach weg lassen. Wenn 
aufgrund fehlendem ESD Schutz danach ein größeres IC kaputt geht hast du 
nämlich wahrscheinlich einen Totalschaden am Mainboard. Denn die 
größeren IC bekommst du wohl kaum zu kaufen und wenn doch, kannst du sie 
nicht austauschen (nehme ich mal an).
Gast #7202838
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Jay M. schrieb:
> Ich kann den Fehler auch simulieren wenn ich Heissluft im laufenden
> Betrieb auf beschriebene Bauteile richte.
> Selbes Phänomen. Tastatur funktioniert nicht mehr.
> Bauteile abkühlen, Tastatur geht wieder.

Lötstellenbruch.

Bei Kälte zieht es sich zusammen = Kontakt
bei Wärme dehnt es sich aus = Kein Kontakt.

Wir reden hier im Nano-Meter-Bereich aber für Elektronik ist das ne 
große Schlucht.
Gast #7202844
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Nachtrag: Mit etwas Glück kannst du das Bauteil mit ein Zahnstocher 
finden.

Dazu die Teile so lange warm machen (wie du ja schon hast) bis die 
Tastatur NICHT mehr geht. Dann ein Zahnstocher nehmen und Bauteil für 
Bauteil antippen und dabei gleichzeitig tippen.

Wenn es geht, und ohne Zahnstocher nicht, ist der Verräter gefunden.

Ist keine Perfekte Methode aber eine die man ruhig vorher mal machen 
sollte.
#7202852
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Jay M. schrieb:
> Sollte dies die Lösung sein, muss das Bauteil getauscht werden?
> Wenn ja, was brauche ich dann konkret?

nun auf Dauer würde ich da schon wieder ein Bauteil einlöten. Für kurze 
Zeit wird es auch ohne gehen.
Google einfach mal nach der Bauteilbezeichnung im Schaltplan. So wie ich 
das sehe wird dieses Dioden Array von einigen Herstellern angeboten (uA 
Diodes).
Dann brauchst du nur noch schauen was bei den üblichen Verdächtigen in 
Kleinstückzahlen erhältlich ist
OP #7202949
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Schlaumaier schrieb:
> Nachtrag: Mit etwas Glück kannst du das Bauteil mit ein Zahnstocher
> finden.
>
> Dazu die Teile so lange warm machen (wie du ja schon hast) bis die
> Tastatur NICHT mehr geht. Dann ein Zahnstocher nehmen und Bauteil für
> Bauteil antippen und dabei gleichzeitig tippen.
>
> Wenn es geht, und ohne Zahnstocher nicht, ist der Verräter gefunden.
>
> Ist keine Perfekte Methode aber eine die man ruhig vorher mal machen
> sollte.

Probier ich das nächste mal aus. Danke
Gast #7204163
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H. H. schrieb:
> Das passt aber zum Doppel-MOSFET.

Paar Fragen zur völligen-HINZ-Fixierung:

1) WAS GENAU hätte der propagierte DoppelMos DORT zu suchen?
2) WARUM klappt es (lt. TO) nach Entfernung?
3) WELCHE Aufgabe hat/hätte der "Hinz-fixierte" DoMosFet DORT?
4) Schaltbild, trotz-leicht-abweichend, ergibt ESD-mässig-Sinn.

Jay M. schrieb:
> Spannungsfall jeweils ca 0,5V.
Wissen wir, ob in BEIDE Richtungen gemessen wurde?

Abseits stereotyper "Hinz-Fixierung" verbleiben Fragen,
besonders die zu 2)
Beitrag #7204237 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7204422 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7204449
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Der Vorschlag mit dem Dual Mosfet kam von mir, Das verlinkte Datenblatt 
zeigt auch das passende Marking. Es ist natürlich nicht auszuschließen, 
dass ein anderer Hersteller das gleiche Marking für das Dioden Array 
verwendet. Diese Dinger werden ja von zig Herstellern gebaut.
Letztendlich könnte der TO das aber auch im eingelöteten Zustand leicht 
mit dem DVM überprüfen.
Generell passen die Dioden Arrays an der Stelle schon besser. Selbst 
wenn der Schaltplan nicht 100% passt, kann man schon annehmen, dass Asus 
nicht bei jeder Rev. das Rad neu erfindet.
Gast #7204458
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Thomas Z. schrieb:
> Es ist natürlich nicht auszuschließen,
> dass ein anderer Hersteller das gleiche Marking für das Dioden Array
> verwendet.

Selbst Schriftart und -größe passen eben bestens für den MOSFET von 
Panjit.


> Generell passen die Dioden Arrays an der Stelle schon besser.

Hätte ich auch so gesagt.


Der Hammer wäre ja, wenn es eine Falschbestückung im Werk wäre, die 
durch reinen Zufall kaum auffällig ist.
#7204522
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H. H. schrieb:
> Der Hammer wäre ja, wenn es eine Falschbestückung im Werk wäre, die
> durch reinen Zufall kaum auffällig ist.

das wäre wirklich der Hammer aber sicher nicht unmöglich. Wenn ich das 
1. Bild richtig deute sind ja noch mehr von den Dingern verbaut. 
Vielleicht kann man das ja mit dem Schaltplan an dem Teil ganz links in 
der Nähe des QFPs verifizieren.
OP #7212664
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Hi zusammen;)
Ich hatte das Thema ganz aus den Augen verloren…
Hatte mir schlußendlich neue Dioden-Arrays laut Schaltplan geordert. Die 
sind heute angekommen.
Eingelötet, passt. Keine Fehler mehr (hatte ich im Übrigen auch nicht 
mehr, seitdem ich das „alte“ Bauteil ausgelötet habe).
Also vielen Dank nochmal für die rege Teilnahme und Hilfestellung.
Viele Grüße ;)

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