Ralph B. schrieb:
Beziehst du dich auf die Schaltung im Eingangsthread? Das ist aber keine
Kaskodeschaltung.
Stimmt, das hätte ich vielleicht besser dazu schreiben sollen.
Ich habe mit meiner Schaltung die Kaskode erklärt und weiß, dass die Schaltung im Eingangspost keine Kaskode ist. Deshalb beziehe ich mich auf meine Schaltung.
In beiden Fällen wird der Strom moduliert Bei BJT wird der Strom durch
einen Strom in die Basis gesteuert, beim Mosfet durch die anliegende
Spannung zwischen Gate und Source.
Der Ausgangswiderstand einer Source oder Emitterschaltung ist zunächst
mal hochohmig, somit eine steuerbare Konstantstromquelle.
Nein, beim FET wird durch die GS-Spannung der Querschnitt und damit der Widerstand des DS-Kanals verändert. (R_DS in Ω !)
Verändert man die DS-Spannung, ändert sich auch der Strom, ganz im Gegensatz zum BJT, dessen Strom bei sich ändernder Spannung tatsächlich NICHT bzw. nur wenig ändert.
Jobst M. schrieb:
FET: Multiplikation (HF-Mischer oder Verstärkungsänderung)
BJT: Leistungsstufe
Du beziehst dich vermutlich bei dem BJT auf die Schaltung im
Eingangsthread, welche aber keine Kaskodeschaltung ist.
Nein, noch immer nicht. Das ist ja keine Kaskodeschaltung. :-|
Der Ausgangswiderstand dieser unteren Stufe ist relativ hochohmig.
Bei einem BJT: ja (Faktor von delta-U zu Faktor von delta-I ist sehr hoch)
bei einem FET: nein (Faktor von delta-U zu Faktor von delta-I ist nahe 1)
Der Kollektor [...] ( Millerkapazität ).
Das widerspricht dem was ich geschrieben habe ja nicht, bzw. ergänzt es.
Man kann die Kaskodeschaltung sowohl mit BJT als auch mit Fets aufbauen.
Sogar gemischt funktioniert, wie ich es bei meiner DCF77 Antenne gemacht
habe.
Die Kaskodeschaltung ist in den 60ger Jahren entstanden um
großsignalfeste Tuner für die Fernseher bauen zu können.
Und wurde später auch bei den Farbendstufen für die Bildröhre eingesetzt.
Beim Crescendo sitzt eine komplementäre Kaskode als Treiber vor den MOSFETs.
In beiden Fällen reine Verstärker, kein mischen, keine AGC.
Natürlich kann man durch Änderung des Arbeitspunkes am oberen Transistor
dessen Steilheit ändern.
FET: ja,
BJT: nein. Solange der arbeitet, ist die BE-Spannung immer ziemlich konstant. Der Strom wird dann von dem vorgegeben, was am Emitter dran hängt.
Sitzt unten ein FET, wird durch die vom oberen BJT vorgegebene Betriebsspannung die Steilheit des FETs verändert.
Mehr Spannung = mehr Strom. Widerstand wird vom Gate bestimmt.
Bei zwei BJT: nein. Der untere BJT gibt den Strom vor, der selbe Strom geht auch in den oberen Kollektor rein. Reihenschaltung, überall der selbe Strom. (Einzig der Basisstrom kommt hinzu. Dieser steht aber im festen Verhältnis zum Kollektorstrom.) Egal wie hoch die Spannung an der oberen Basis ist. Es bleibt eine Reihenschaltung. Der Strom am unteren BJT wird von seiner Basis bestimmt.
Man schiebt den oberen Transistor mit einer Veränderung seiner Basisspannung bei festen Strömen spannungsmäßig nur auf und ab.
Gruß
Jobst