Transistor/Mosfet identifizieren

OP #7850887
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Hallo zusammen. Brauche mal wieder Hilfe von Experten)) Repariere gerade ein Schweißgerät (ESAB EMP 215IC) von einem Kumpel. Laut seiner Aussage hat das Gerät einen leisen Knall von sich gegeben und seitdem funktioniert das Ding nicht mehr. Ich habe auf der Platine bis jetzt einen geplatzten Mosfet gefunden, aber ich kann das kaputte Bauteil nicht identifizieren und nicht in Google finden um es auszutauschen. Kann mir jemand helfen und einen Tipp geben? Das Bauteil ist neben den Anschlüssen von vier großen Kondensatoren verbaut und neben diesen Kondensatoren sind zwei große Widerstände. Diese Widerstände sind mit diesem kaputten Transistor verbunden. Der Transistor hat wahrscheinlich "nur" eine Aufgabe und zwar nach dem ausschalten des Gerätes die Elkos langsam zu entladen, oder liege ich falsch und das Schweißgerät lässt sich gerade wegen dem kaputten Transistor nicht mehr einschalten? Könnte es sein, dass diese Schaltung noch eine Aufgabe hat und der Controller deswegen das Gerät nicht einschaltet, weil eben der Transistor defekt ist?

OP #7850892
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Matthias S. schrieb:

Leon V. schrieb:

Könnte es sein, dass diese Schaltung noch eine Aufgabe hat und der Controller deswegen das Gerät nicht einschaltet, weil eben der Transistor defekt ist?

Defekte MOSFets gehen meistens auf Kurzschluss. Das lässt sich leicht ausmessen mit dem Ohmmeter.

Bin am suchen aber bis jetzt nichts gefunden)) Können Sie mir vielleicht sagen was das für Mosfet ist und unter welcher Bezeichnung ich den kaufen kann?

Gast #7850920
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Leon V. schrieb:

Könnte wegen dem Mosfet der Controller das einschalten des Schweißgerätes verweigern? Weil irgendwie scheint die Schaltung als ob das nur zur Entladung der Kondensatoren dient. Oder?

Ich kann die Schaltung anhand deiner Bilder nicht nachvollziehen, aber plausibel wäre das schon. Auf das Startverhalten sollte er dann keinen Einfluss haben, insbesondere wenn man die Reste entfernt.

OP #7850924
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H. H. schrieb:

Leon V. schrieb:

Könnte wegen dem Mosfet der Controller das einschalten des Schweißgerätes verweigern? Weil irgendwie scheint die Schaltung als ob das nur zur Entladung der Kondensatoren dient. Oder?

Ich kann die Schaltung anhand deiner Bilder nicht nachvollziehen, aber plausibel wäre das schon. Auf das Startverhalten sollte er dann keinen Einfluss haben, insbesondere wenn man die Reste entfernt.

Okay. Einen ungefähren Mosfet kannst du mir (auf mein eigenes Risiko) nicht empfehlen?

Gast #7850939
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Ich muss mich da korrigieren, der MOSFET bei TME ist eigentlich unnötig niederohmig. TME hat den mit 4A einsortiert, aber es wären 48A richtig.

Was besser passendes wird es wohl bei Digikey/Mouser/LCSC geben.

OP #7854809
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H. H. schrieb:

Leon V. schrieb:

Also 600V 4A ist passend?))

Ja.

Hallo Hinz. Den von dir empfohlenen Mosfet habe ich eingebaut, vielen Dank nochmal. Neben dem Mosfet habe ich noch eine kaputte Diode gefunden, die kann ich leider auch nicht identifizieren)) hast du vielleicht eine Idee was das für eine Diode (Bild) ist?

Auf dem Mainboard habe ich noch einen kaputten Mosfet D10NF entdeckt, den konnte ich bestellen und das Mainboard hat jetzt bisschen leben gezeigt. LEDS sind angegangen, Lüfter sind angegangen, Relais schalten hörbar, aber das Display geht trotzdem nicht an)), muss weiter suchen))

Kannst du mir vielleicht mit der Diode helfen?

Gruß Viktor

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(Firma: Funkenflug Industries) #7854901
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Was ich vergessen habe zu schreiben, wenn Q26 wirklich ein FET ist, dann wird ZD6 nur zum Schutz des Gates sein und die maximale Gate-Spannung begrenzen. Dafür werden gerne 16..18V genommen, aber möglicherweise auch weniger, je nachdem, wodurch der FET gesteuert wird.

OP #7854952
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Ben B. schrieb:

Vielleicht sollte man diesen Leiterbahn-Reparaturdraht auch nur an die vorgesehene Leiterbahn anschließen und nicht noch an die Fläche daneben. Sonst erlebt man beim Einschalten gleich das nächste blaue Wunder.

Hallo Ben. Beim einschalten ist nichts passiert)) und unter Mikroskop konnte man sehen, dass die Leiterbahnen genauso angeschlossen waren.

Gruß Viktor

OP #7854956
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Ben B. schrieb:

Vielleicht sollte man diesen Leiterbahn-Reparaturdraht auch nur an die vorgesehene Leiterbahn anschließen und nicht noch an die Fläche daneben. Sonst erlebt man beim Einschalten gleich das nächste blaue Wunder.

Hier noch ein Bild unter dem Mikroskop. Von der rechten Fläche ging auch eine kurze Leiterbahn nach links und war verbunden mit der langen Leiterbahn. Die Leiter wurden verbrannt als der Mosfet kaputt gegangen ist, aber man sieht die Spuren wo die angeschlossen waren und wie die verlaufen.

Angehängte Dateien:
OP #7854958
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Ben B. schrieb:

Was ich vergessen habe zu schreiben, wenn Q26 wirklich ein FET ist, dann wird ZD6 nur zum Schutz des Gates sein und die maximale Gate-Spannung begrenzen. Dafür werden gerne 16..18V genommen, aber möglicherweise auch weniger, je nachdem, wodurch der FET gesteuert wird.

Beim Einschalten gibt's keinen Kurzschluss)) Beim abschalten habe ich mit der Wärmebildkamera deutlich gesehen, dass die zwei großen Widerstände neben den großen Elkos ungefähr bis 70 Grad aufgeheizt werden. Nach dem Ausschalten werden wahrscheinlich die vier großen Elkos über die Widerstände und den Mosfet langsam entladen. Dafür ist wahrscheinlich auch diese Schaltung mit dem Mosfet verbaut.

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