Moin zusammen,
Ich habe heute den Neuen Herbst Winterkatalog 08 von Pollin bekommen und
da stach mir direkt das Multimeter für 25 € ins Auge:
Messbereiche:
- Gleichspannung 0,4/4/40/400/1000 V, ± 0,7 %
- Wechselspannung 0,4/4/40/400 V, ± 0,8 %, 750 V, ± 1 %
- Gleichstrom 400 µA/4/40/400 mA, ± 1,2 %, 4/10 A, ± 2 %
- Wechselstrom 400 µA/4/40/400 mA, ± 1,5 %, 4/10 A, ± 3 %
- Widerstand 400 /4/40/400 k/4 M, ± 1,2 %, 40 M, ± 2 %
- Kapazität 40/400 nF/4/40/100 µF, ± 3 %
- Frequenz 10/100 Hz/1/10/100 kHz, ± 2 %
- Duty-Cycle 0,1...99,9 %, ± 3 %
- Temperatur über externen Fühler -20...1000 °C, ± 3 %
- Temperatur über eingebauten Fühler 0...40 °C, ± 2 °C
- Luftfeuchtigkeit 20...95 %, ± 5 % RH
- Lichtstärke 4000/40000 Lux, ± 5 %
- Schalldruck 40...100 dB, ± 5 dB
- akustischer Durchgangsprüfer
- Diodentester
Features:
http://www.pollin.de/shop/detail.php?pg=NQ==&a=ODI3OTYxOTk=
Dat liest sich alles ja recht gut und ich hab hier nur ein uralt
multimeter rumfliegen ohne autmatischen meßbereich etc. Lohnt sich der
kauf für Normale Messungen alles rund um den µC ?
Gruß
Mulu
Hallo Mulu,
klar, für Messungen rund um µC brauchst Du ja hauptsächlich 5V und
Durchgangsprüfung. Da ist der Frequenzbereich schon Luxus, sonst würde
es auch ein 4.- Euro Teil ausreichend genau tun. Also wenn Du so viel
Geld hast und auch ausgeben willst, sicher kein Fehlkauf.
Viele Grüße,
Markus
... ich sehe gerade, das Teil hat sogat Schallpegelmessung! Geil! Damit
kannst Du die Lautstärke Deiner Wutschreie messen, wenn das
Programmieren mal wieder nicht geklappt hat g
Absolutes Kaufsignal!
Grüße,
Markus
Die 1000V und die 10A würde ich lieber nicht ausreizen, aber bei dem
Preis und den eher geringen Anforderungen die man im Controller-Umfeld
an so ein Ding hat - warum nicht.
Ein Fluke lebt wahrscheinlich länger und hat bessere Stecker und Kabel,
aber bei dem Preisunterschied...
Mit dem Risiko, ein wenig klugscheisserisch zu wirken, gebe ich zu
diesem Multimeter auch noch meinen Senf dazu:
-Es handelt sich um ein chinesisches DMM. Auch die Chinesen kochen nur
mit Wasser. Für dieses Geld kann man alle diese Funktionen nicht in
langlebiger Qualität herstellen!
- Es werden elementare Schutzfunktionen fehlen. Fühler in die
Stechkdose, versehentlich auf 1000VDC. Dann mit eingestecketen Fühlern
eins weiter auf 750VAC stellen: BUMMMM! (selbst erlebt bei einem M3900)
-Ich habe schon oft ähnliche Geräte nach wenigen Jahren langsam
degenerieren sehen. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn man seinem
Messgerät nicht vertrauen kann!
-Kleine Details wie ein Durchgangspiepser mit 500ms Verzögerung nerven
extrem!
(Bei billigen Geräten ist dies oft der Fall)
Mein Ratschlag (/klugscheiss ein). Spare auf ein DMM, welches diesen
Namen auch verdient! Beim grossen C gibt's z.B. das Fluke 175 für €280.
Viel Geld, aber es lohnt sich, darauf zu sparen! Das ist ein Gerät, mit
welchem du die nächsten 10-20 Jahre NIE ein Problem haben wirst. Das
China-Teil wird bei regelmässigen Gebrauch schon nach 2-3 Jahren auf dem
Müll landen!
Gruss
rayelec
Verzeihung, aber Tips wie 280€ für ein Multimeter... Oszi dann wohl auch
nicht unter 3000€ und ein Labornetzteil muss mindestens 400€ kosten?
Nix gegen Fluke, und sicherlich hält das länger, vor allem wenn man es
40h die Woche verwendet. Aber mit solchen Grundkosten für's Basteln
würde die Zunft aussterben.
Bist du übrigens sicher, dass Fluke nicht in China fertigt?
@Christoph Z.
> Mit dem Risiko, ein wenig klugscheisserisch zu wirken,
"ein wenig" ist ja wohl bei Deinem Beitrag die Untertreibung des Tages.
Wir reden hier von einem Einsteiger und für den Mikrocontrollerbereich.
Ein Fluke dafür ist ja wohl Perlen vor die Säue geschmissen.
Ein 5.- (4.-) Euro Teil aus dem Sonderangebot reicht dafür ja allemal.
Der Frequenzmesser und die Duty Cycle Anzeige sind ja mehr, als so
manches Fluke oder sonstwie Markenteil zu bieten hat. Ob die Anzeige
jetzt 0.05 oder 5% Abweichung hat spielt in der Praxis wohl kaum eine
Rolle, und 3 Stellen hinter dem Komma sind auch nur was für
Klugscheisser.
Und in einigen Jahren, wenn Du das Teil "über den Jordan hast gehen
sehen" gibt es schon wieder was besseres, immerhin muß man dann so ein
Meßgerät nicht 20 Jahre behalten, bloß weil es so teuer war. Wir leben
in einer Wegwerfgesellschaft, und auch die Chinesen wollen in ein paar
Jahren wieder etwas neues und besseres verkaufen.
Übrigens kostet das 280.- EUR Fluke bei 20 Jahren Haltbarkeit 14.- EUR
pro Jahr (das hält bestimmt länger als 20 Jahre, aber dann ist es so
veraltet das ein neues fällig ist) und das ohne Zinsberechnung ;-)
Nach 2 Jahren war das Chinateil schon billiger...
Nix für ungut, aber schieße nicht mit Kanonen auf Spatzen.
Grüße,
Markus
P.S. ich schließe mich Andreas an, Fluke fertigt in China, vielleicht in
der gleichen Fabrik. Woher hätten die Chinesen denn sonst das know
how...
Wenn es Dir nur ums Basteln geht und nicht um rauhen Werkstatt- oder
Baustellen-Einsatz, dann schau Dir auch mal das kleine
Westentaschenmultimeter (830096, 12,95 Eu) an.
Es ist für MC-Basteleien völlig ausreichrend und kann neben Spannungen
(=/~), Widerstand, Dioden/Durchgang und Kapazität auch Frequenz und
Tastgrad messen.
Dazu noch ein Billig-Gerät (830194, 3,95 Eu, im Moment leider
ausverkauft, steht aber im aktuellen Papierkatalog, kommt also wieder
rein), das zwar keine Kapazität, Frequenz und Tastgrad, dafür aber Strom
messen kann, und schon kannst Du auch mal gleichzeitig Strom und
Spannung messen, was bei Inbetriebnahme oft nötig (zumindest
vorteilhaft) ist.
Hochwertige Messtechnik kannst Du Dir kaufen, wenn Du beruflich damit
arbeiten musst und die Technik im Dauereinsatz hast.
KH
Mastech, genauer Precision Mastech [0] (es gibt noch einen anderen
Hersteller der sich manchmal Mastech nennt [1]) ist ein chinesischer
Massenhersteller von Multimetern. Die sind seit rund 20 Jahren im
Geschäft, also nicht mehr Grün hinter den Ohren. Jedoch haben sie meiner
Meinung nach nicht die Qualität der klassischen Marken erreicht.
Für den Hobbybereich sollte die Qualität kein Problem sein. Wobei ich
bei allem, was nicht von einem klassischen Markenhersteller kommt, immer
Sicherheitsbendenken habe. CAT III 600 V und diverse
Sicherheitsgütesiegel sind schnell aufgedruckt und in Asien ist man da
in der Vergangenheit sehr freizügig gewesen. Bei einem Test der
Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik vor zwei Jahren
kamen asiatische Handmultimeter nicht gut weg [2]. Mit so einem Teil
würde ich niemals Spannungen über 48V und Strömen über 2A zu nahe kommen
- egal was aufgedruckt ist.
[0] http://www.p-mastech.com/ Precision Mastech Enterprises Co Ltd
[1] http://www.mastech.com.cn Shanghai Yihua V&A Instrument Co Ltd
[2] http://www.bgetf.de/bilder/pdf/bericht_sp_handmultimeter.pdf
Hm, 280 Eus für nen Multimeter zum Basteln, cool. Nene, dat muss nicht
sein.
Für 25€(Multimeter)+6€(Versand) bekommt man schon ein recht jutes
Multimeter für Bastelzwecke, man sollte dann nur nicht erwarten 1mV
genau Messen zukönnen und solche Scherze. Das natürlich die
Langzeitstabilität nicht geRade die Beste ist ebenso. Ich nutze ein
Voltcraft VC820 für 51€ von Conrad, weil mmir dieses noch eine
RS232-Schnittstelle bietet und ich mir ein kleines LabView-Programm
geschrieben habe womit ich einfache Messaufgaben schnell lösen kann,
wenn ich mal was mit loggen will. Wer das nicht braucht kommt mit 25€
gut zurecht.
*Achtung!* html-Script-Virus => http://www.mastech.com.cn sagt AntiVir
Yob.
Hallo,
ich lese hier oft mit, wenn es um Multimeter geht. Ich habe im neuen
Pollin Newsletter das hier gesehen
https://www.pollin.de/p/digital-multimeter-honeytek-hk48c-ncv-830918
das wohl alle hier oft genannten Anforderungen erfüllt:
- manuell und automatisch Bereich wählen
- CAT III 600V
- mit Anzeigebeleuchtung
- (schneller?) Durchgangspiepser
Temperaturmessung brauche ich jetzt nicht so, und was NCV ist, weiss ich
nicht, aber bei dem Preis ist das doch ok, oder?
Bastian
bastian2001 schrieb:> und was NCV ist, weiss ich> nicht
Ich habe das Mastech Zangenmultimeter und auch da ist NCV drin. Das soll
so eine Art AC-Feld Detektor sein, ist aber m.E. eher Voodoo, denn
eindeutig ist das nicht. Das Mastech piepst dann wild rum, lässt aber
nur wenig Rückschlüsse auf wirkliche Verhältnisse zu.
bastian2001 schrieb:> bei dem Preis ist das doch ok, oder?
Warum nicht? Auto-Power-Off ist Geschmackssache und kann auch sehr
lästig sein. Auch die CAT-III Einstufung ist sicher Vertrauenssache,
solange man die Innereien nicht kennt. Aber was solls bei 14,95 Mäusen?
bastian2001 schrieb:> das wohl alle hier oft genannten Anforderungen erfüllt
Na ja, 15 EUR statt 25 EUR von 2008, dafür
kein
- Kapazität 40/400 nF/4/40/100 µF, ± 3 %
- Frequenz 10/100 Hz/1/10/100 kHz, ± 2 %
- Duty-Cycle 0,1...99,9 %, ± 3 %
- Luftfeuchtigkeit 20...95 %, ± 5 % RH
- Lichtstärke 4000/40000 Lux, ± 5 %
- Schalldruck 40...100 dB, ± 5 dB
und nur 500V statt 1000V, 750 statt 1000 GradC.
Also ein technischer Fortschritt ist das nicht.
Wobei nur 100uF nie ausreichen (ich will eigentlich immer
wissen ob die 6800uF oder 22000uF noch in ordnung sind),
100kHz sehr wenig sind (gerdae gestern bis 1.5MHt gemessen
an so was primitivem wie einem Floppymotor),
1000 GradC auch unter den 1250 eines K-Typ liegen,
40kLux kein Sonnentag sind, also die Leistung des alten
Messgeräts dummerweise gerade so eingeschränkt waren,
daß man doch ein Thermometer, ein Luxmeter, ein RLC Meter
dazukaufen musste, wenn man wirklich was messen wollte.
MaWin schrieb:> Wobei nur 100uF nie ausreichen (ich will eigentlich immer> wissen ob die 6800uF oder 22000uF noch in ordnung sind),
Wer das täglich braucht, sucht kein 20€-Gerät. Solche Kaliber kriegt man
zur Not auch mit Spannungsbereich und Sekundenzeiger gemessen. Die
Widerstandsmessung könnte auch helfen, wenn man einen Vergleich hat.
Es gibt immer was, das ein Multimeter nicht hat.
MaWin schrieb:> Wobei nur 100uF nie ausreichen (ich will eigentlich immer> wissen ob die 6800uF oder 22000uF noch in ordnung sind),
Offensichtlich mal wieder ein ganz spezieller Mawin.. :-)
Mamawin schrieb:> MaWin schrieb:>> Wobei nur 100uF nie ausreichen (ich will eigentlich immer> wissen ob die 6800uF oder 22000uF noch in ordnung sind),>> Offensichtlich mal wieder ein ganz spezieller Mawin.. :-)
Eben der Praktiker statt dem Theorieschwätzer "Mein Multimeter hat doch
alle möglichen Messbereiche - ich habe es nur noch nie benutzt".