Hallo
Ich hab diesen Treiber( http://www.pololu.com/product/1201 ) und diesen
Motor
(http://www.pollin.de/shop/dt/NjQ1OTg2OTk-/Motoren/Schrittmotoren/Schrittmotor_PSM42BYGHW603_1_8_.html)
Diesen steuere ich mit einem Raspberry pi, nun ist mein Problem das der
Motor sich
1. nur in eine Richtung dreht, egal wie der DIR-Eingang gesetzt ist
2. der Motor viel zu wenig Kraft hat, kann ihn ganz einfach mit 2
fingern stoppen, bzw sogar "zwingen" sich in die andere Richtung zu
drehen
Komisch ist das ich wenn ich die Strombegrenzung auf meinem
Labornetzteil auf 0,4 A stelle, nur maximal 7-8 Volt einstellen kann.
Woran kann das liegen?
Ja es steht aber auch Strangstrom 0,4 A, jetzt dachte ich ich stell die
begrenzung auf 0,4 ist das falsch?
mein Netzteil kann 2.5A liefern
verwende diesen treiber: http://www.pololu.com/product/1201
Flo schrieb:> Komisch ist das ich wenn ich die Strombegrenzung auf meinem> Labornetzteil auf 0,4 A stelle, nur maximal 7-8 Volt einstellen kann.> Woran kann das liegen?
Das kann daran liegen, dass bei 0,4A an den Spulen deines Schrittmotors
nur ca. 7-8V abfallen...
Flo schrieb:> Ja es steht aber auch Strangstrom 0,4 A, jetzt dachte ich ich stell die> begrenzung auf 0,4 ist das falsch?
Ja. Denn du hast ja schon mal 2 Stränge. Und wenn du jetzt auf die Idee
kommst 0,8A einzustellen, dann wird das nicht wesentlich besser. du
solltest dir unbedingt mal Grundlagen zum Thema Schrittmotoren anlesen,
du willst sie ja schließlich auch verwenden. Frag aber nicht mich, wo es
diese Grundlagen gibt...
Der Strangstrom wird am Treiber (an dem Poti) eingestellt, wenn da der
Strom zu stark begrenzt wird, zieht der Motor keinen Hering vom Teller.
Die Motorversorgungsspannung sollte möglichst hoch sein, maximal das was
der Motortreiber verträgt.
Bist du sicher dass du die Leitungen am Motor richtig sortiert hast?
Wenn du keinen Durchgangsprüer hast, kannst du den Motor probeweise ganz
abklemmen, zwei Drähte am Motor kurzschliessen und dann versuchen, den
Motor per Hand zu drehen. Wenn das deutlich schwerer geht als ohne
Kurzschluss, gehören die beiden kurzgeschlossenen Drähte zu einer Spule.
So lagne durchprobieren, bis klar ist, welche Drähte zur gleichen Spule
gehören.
ernst oellers schrieb:> MS1 sollte aber nicht> unbeschaltet bleiben
hab ich mit MS2 zusammengeschaltet, aber danke für den Hinweis, hab das
nämlich noch nicht im Schaltplan nachgetragen
Dann weiss ich auch niccht weiter. Hast du etwa gegen diese Warnung
verstossen:
Warning: Connecting or disconnecting a stepper motor while the driver is
powered can destroy the driver. (More generally, rewiring anything while
it is powered is asking for trouble.)
Wenn du nämlich unter Strom Leitungen umsteckst meint der Motortreiber
du suchst Ärger... und bekommst ihn auch... egal ob das mit Absicht
geschah oder nur ein Wackelkontakt vorlag...
Komisch ist das ich wenn ich die Strombegrenzung auf meinem
Labornetzteil auf 0,4 A stelle, nur maximal 7-8 Volt einstellen kann.
Woran kann das liegen?
Die Strombegrenzung des Netzteils ? Dreh das doch mal auf.
Der Strom wird im Treiber eingestellt und nirgendwo anders.
Geht denn die CC LED/Lampe am Netzteil an ?
Stephan Henning schrieb:> Die Strombegrenzung des Netzteils ? Dreh das doch mal auf.> Der Strom wird im Treiber eingestellt und nirgendwo anders.> Geht denn die CC LED/Lampe am Netzteil an ?
hab ich schon vorher ging die Leuchte an, jetzt nicht mehr
Im Datenblatt für den A4983 steht, dass die GND Leitungen im Chip
getrennt sind und extern sternförmig zusammengeführt werden müssen. Auf
diese Weise sollen Fehler durch Spannungsabfälle vermieden werden.
https://www.olimex.com/Products/RobotParts/MotorDrivers/BB-A4983/resources/A4983-Datasheet.pdf
Dort, auf Seite 6:
Grounding
In order to minimize the effects of ground bounce
and offset issues, it is important to have a low impedance single-
point ground, known as a star ground, located very close to the
device. By making the connection between the exposed thermal
pad and the groundplane directly under the A4983, that area
becomes an ideal location for a star ground point.
A low impedance ground will prevent ground bounce during
high current operation and ensure that the supply voltage remains
stable at the input terminal. The recommended PCB layout shown
in the diagram below, illustrates how to create a star ground
under the device, to serve both as low impedance ground point
and thermal path.
Also, nur Mut: GND Anschlüsse alle sternförmig zusammenführen,
VMot auf ca. 15 V einstellen und die Strombegrenzung auf 1 A. Wenn der
Motortreiber noch lebt, sollte es so gehen.
Es kann sein dass die interne Verbindung relativ schwach / hochohmig
ist. Üblicherweise macht man die Verbindung extern, schon alleine damit
der Strom nicht über die dünnen Bondingdrähte fließen muss.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Hi
>Hab grad gesehen das einer ein unipolarer und der andere ein bipolarer>Motor ist, kann deswegen was schief laufen?
Schon mal Spulenwiderstand gemessen?
MfG Spess
Flo schrieb:> Hab grad gesehen das einer ein unipolarer und der andere ein bipolarer> Motor ist, kann deswegen was schief laufen?
Wenn der unipolare 5 Anschlüsse hat, ist er nicht als bipolarer
verwendbar. Hat er 6, geht es schon durch trennen der Verbindung.
Hi
>ja, was willst du damit sagen?
Unipolare Schrittmotoren haben teilweise recht hohe Spulenwiderstände.
Möglich, das du mit deiner Spannung nicht auf den notwendigen Strom
kommst.
MfG Spess
Flo,
nur um zu vermeiden dass wir aneinander vorbei reden, kommst du mit
englischen Datenblätern klar oder bist du da unsicher? Letzteres wäre
keine Schande, sondern nur blöd wenn ich andauernd mit englischen Texten
ankomme und sie dir nicht helfen.
Und um deine Situation zu verstehen, was für Messgeräte hast du?
Wie wird der RasPi gespeist?
ernst oellers schrieb:> nur um zu vermeiden dass wir aneinander vorbei reden, kommst du mit> englischen Datenblätern klar oder bist du da unsicher? Letzteres wäre> keine Schande, sondern nur blöd wenn ich andauernd mit englischen Texten> ankomme und sie dir nicht helfen.> Und um deine Situation zu verstehen, was für Messgeräte hast du?> Wie wird der RasPi gespeist?
Nein damit komm ich schon klar.
Ich hab nur ein Multimeter.
Raspberry pi wird durch ein Handy Ladegerät gespeist.
nochmal:
Schaltung funktioniert mit anderem Schrittmotor(unipolar)
mit dem bipolaren funktioniert es nicht.
Hab jetzt die GNDs zusammengeführt, aber leider keine Veränderung der
kraft
Und wie sind die technischen Daten (Nennstrom, Widerstand, Anzahl der
Anschlussleitungen) der beiden Motoren?
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Also, unipolare Motore haben typisch höhere Strangwiderstände und damit
bei gleichere Betriebsspannung niedrigere Ströe als bipolare Motore.
Wenn der unipolare Motor funktioniert und der bipolare nicht, dann kann
dass zwei Ursachen haben:
a) der bipolare Motor ist kaputt. Wenn das der Fall ist, sollte sich das
bei der Messung der Spulenwiderstände zeigen.. Miss mal nach und
berichte die beiden Widerstandswerte.
b) der bipolare Motor bekommt nicht genug Strom. Das kann eigentlich nur
dann der Fall sein wenn die VMot Quelle bei zu geringem Strom abregelt
und/oder wenn VMot zu diedrig ist (sollte min. 12 V sein, besser 25-30
V) und/oder wenn die Treiberstufen nicht richtig durchsteuern können
wiel sie nicht das gleiche Bezugspotential wie die Logik (GND) haben.
VMot muss in der Lage sein, den doppelten Strangstrom einer Spule bereit
zu stellen. Das sind bei deinem Bipolarmotor 0,8 A. Und GND von VMot und
GND der 5/3,3 V Versorgung müssen gleiches Potential haben, also
unbedingt mit genügend dickem Draht verbunden werden.
Die Stromquelle VMot auf weniger als 0,8 A zu begrenzen wäre sehr
unangebracht weil der Motor dann möglicherweise nicht den Punch hat den
nächsten Schritt zu machen. Wenn der 4983 einen Schrittbefehl bekommt,
schaltet er für eine kurze Zeit auf vollen Strom (Schrittstrom), um dann
auf 70% dieses Stromes (Haltestrom) zurück zu fallen. Wie hoch diese
Ströme sein sollen, wird mit dem Poti auf der Treiberkarte vorgegeben;
wie hoch sie wirklich sind, wird an einem Shuntwiderstand gemessen.
Diesem Regelkreis durch eine externe Strombegrenzung in die Quere zu
kommen wäre ziemlich unschlau.
Um mit dem Poti die richtige Stromstärke einstellen zu können, soll man
laut Datenblatt den Strom durch eine Spule messen (Haltestrom) und das
Poti so einstelen, dass das 0,7fache des Nennstroms des Motors fliesst,
in deinem Fall also 0,28 A.
Hallo Ernst,
> Wenn der unipolare Motor funktioniert und der bipolare nicht, dann kann> dass zwei Ursachen haben:>> a) der bipolare Motor ist kaputt. Wenn das der Fall ist, sollte sich das> bei der Messung der Spulenwiderstände zeigen.
Das ist äußerst unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.
> b) der bipolare Motor bekommt nicht genug Strom. Das kann eigentlich nur> dann der Fall sein wenn die VMot Quelle bei zu geringem Strom abregelt> und/oder wenn VMot zu diedrig ist (sollte min. 12 V sein, besser 25-30> V) und/oder wenn die Treiberstufen nicht richtig durchsteuern können> wiel sie nicht das gleiche Bezugspotential wie die Logik (GND) haben.
Oder ganz einfach, weil der OP die Referenzspannung für seinen Treiber
nicht richtig eingestellt hat.
> VMot muss in der Lage sein, den doppelten Strangstrom einer Spule bereit> zu stellen. Das sind bei deinem Bipolarmotor 0,8 A.
Nicht unbedingt. Das hängt von der Versorgungsspannung ab [1].
> Wenn der 4983 einen Schrittbefehl bekommt,> schaltet er für eine kurze Zeit auf vollen Strom (Schrittstrom), um dann> auf 70% dieses Stromes (Haltestrom) zurück zu fallen.
Woher nimmmst du diese Erkenntnis? Im Datenblatt von Allegro steht das
jedenfalls nicht drinn. Und da auf dem Pololu-Board nicht mehr drauf ist
als die allernötigste Basisbeschaltung wird es in der Pololu-Doku auch
nicht stehen.
> Wie hoch diese> Ströme sein sollen, wird mit dem Poti auf der Treiberkarte vorgegeben;> wie hoch sie wirklich sind, wird an einem Shuntwiderstand gemessen.> Diesem Regelkreis durch eine externe Strombegrenzung in die Quere zu> kommen wäre ziemlich unschlau.
Allerdings...
> Um mit dem Poti die richtige Stromstärke einstellen zu können, soll man> laut Datenblatt den Strom durch eine Spule messen (Haltestrom) und das> Poti so einstelen, dass das 0,7fache des Nennstroms des Motors fliesst,> in deinem Fall also 0,28 A.
Nein, dass ist nicht richtig. Man berechnet nach der Formel im
Datenblatt (S. 7) die nötige Referenzspannung und stellt die (im Falle
des Pololu-Boards) über das Poti ein. Den Motorstrom muss man dafür
nicht messen, was mit Hausmitteln auch gar nicht so ohne Weiteres
möglich ist.
Der Faktor 0,7 (eigentlich 1/Wurzel(2)=0,707...) ist die Umrechnung
zwischen dem Nennstrom des Motors (der üblicherweise als Effektivwert
angegeben wird) und dem Nennstrom des Treibers (der üblicherweise als
Spitzenstrom angegeben wird). Man muss also genau genommen den
1,42-fachen Nennstrom des Motors am Treiber einstellen, damit der Motor
sein Nennmoment erreicht.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
[1]
http://www.schrittmotor-blog.de/betrachtungen-zur-leistung-von-schrittmotoren/
Thorsten Ostermann schrieb:>> Wenn der 4983 einen Schrittbefehl bekommt,>> schaltet er für eine kurze Zeit auf vollen Strom (Schrittstrom), um dann>> auf 70% dieses Stromes (Haltestrom) zurück zu fallen.>> Woher nimmmst du diese Erkenntnis? Im Datenblatt von Allegro steht das> jedenfalls nicht drinn. Und da auf dem Pololu-Board nicht mehr drauf ist> als die allernötigste Basisbeschaltung wird es in der Pololu-Doku auch> nicht stehen.
Diese Erkentnis entnehme ich dem Datenblatt zum Pololu Modul mit dem
4983, siehe Kapitel "Current Limiting"
Thorsten Ostermann schrieb:>> Um mit dem Poti die richtige Stromstärke einstellen zu können, soll man>> laut Datenblatt den Strom durch eine Spule messen (Haltestrom) und das>> Poti so einstelen, dass das 0,7fache des Nennstroms des Motors fliesst,>> in deinem Fall also 0,28 A.>> Nein, dass ist nicht richtig. Man berechnet nach der Formel im> Datenblatt (S. 7) die nötige Referenzspannung und stellt die (im Falle> des Pololu-Boards) über das Poti ein. Den Motorstrom muss man dafür> nicht messen, was mit Hausmitteln auch gar nicht so ohne Weiteres> möglich ist.>> Der Faktor 0,7 (eigentlich 1/Wurzel(2)=0,707...) ist die Umrechnung> zwischen dem Nennstrom des Motors (der üblicherweise als Effektivwert> angegeben wird) und dem Nennstrom des Treibers (der üblicherweise als> Spitzenstrom angegeben wird). Man muss also genau genommen den> 1,42-fachen Nennstrom des Motors am Treiber einstellen, damit der Motor> sein Nennmoment erreicht.
Auch diese Erkentnis entnehme ich dem Datenblatt zum Pololu Modul mit
dem 4983, Kapitel "Current Limiting". Die Nähe zu 1/2*Wurzel(2) ist rein
zufällig. Das Verhältnis von Spitzenwert zu Effektivwert einer
Sinusfförmigen Wechselspannung ist Wurzel(2), bist du gedanklich daran
hängen geblieben?
Ein bewährtes Hausmittel zur Messung von Strömen ist übrigens ein
Amperemeter, das man frech in den Stromkreis einschleift. Und dessen
Spannungsabfall hier nicht stört, da man eine Stromquelle als Antrieb
hat. (Die Versorgungsspannung muss natürlich ausreichend hoch sein)
Hallo ernst,
>>> Wenn der 4983 einen Schrittbefehl bekommt,>>> schaltet er für eine kurze Zeit auf vollen Strom (Schrittstrom), um dann>>> auf 70% dieses Stromes (Haltestrom) zurück zu fallen.>>>> Woher nimmmst du diese Erkenntnis? Im Datenblatt von Allegro steht das>> jedenfalls nicht drinn. Und da auf dem Pololu-Board nicht mehr drauf ist>> als die allernötigste Basisbeschaltung wird es in der Pololu-Doku auch>> nicht stehen.>> Diese Erkentnis entnehme ich dem Datenblatt zum Pololu Modul mit dem> 4983, siehe Kapitel "Current Limiting"
Hast du dazu mal einen Link? Ich finde bei Pololu nur einen Link auf das
Alegro-Datenblatt, und das steht das definitiv nicht drinn.
Man sieht aber auch schon am Pololu-Schaltplan, dass die Angabe falsch
sein muss. Vref hängt ja statisch am Poti.
>> Der Faktor 0,7 (eigentlich 1/Wurzel(2)=0,707...) ist die Umrechnung>> zwischen dem Nennstrom des Motors (der üblicherweise als Effektivwert>> angegeben wird) und dem Nennstrom des Treibers (der üblicherweise als>> Spitzenstrom angegeben wird). Man muss also genau genommen den>> 1,42-fachen Nennstrom des Motors am Treiber einstellen, damit der Motor>> sein Nennmoment erreicht.>> Auch diese Erkentnis entnehme ich dem Datenblatt zum Pololu Modul mit> dem 4983, Kapitel "Current Limiting". Die Nähe zu 1/2*Wurzel(2) ist rein> zufällig. Das Verhältnis von Spitzenwert zu Effektivwert einer> Sinusfförmigen Wechselspannung ist Wurzel(2), bist du gedanklich daran> hängen geblieben?
Da bin ich nicht drann hängen geblieben, dass ist genau die Umrechnung
von Spitzenwert zu effektivwert. Wo die Pololu-Leute ihre 0,7 herholen
ist mir ein Rätsel. Ich gehe aber mal davon aus, dass das eine ungenaue
Näherung für 1/Wurzel(2) sein soll. Aber auch diese Angabe dürfte
letztlich falsch sein.
> Ein bewährtes Hausmittel zur Messung von Strömen ist übrigens ein> Amperemeter, das man frech in den Stromkreis einschleift. Und dessen> Spannungsabfall hier nicht stört, da man eine Stromquelle als Antrieb> hat. (Die Versorgungsspannung muss natürlich ausreichend hoch sein)
Mit einem einfachen Amperemeter kommst du hier aber nicht weiter, weil
der Strom weder reiner Gleichstrom ist, noch sinusförmig. Selbst ein
TrueRMS-Multimeter dürfte mit der PWM-Frequenz Schwierigkeiten haben.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Leute,
der Thorsten macht seit zig Jahren Steuerungen für CNC Maschinen.
Der hat schon eine Vorstellung wovon er redet (schreibt).
Schaut Euch an wie eine Stepper Endstufe arbeitet.
Dann kommt Ihr auch nicht auf die Idee den Strom mit einem Amperemeter
messen zu wollen.
Das geht mit dem Oszi bei bekanntem R. Dann aber auch nur über das
Taktverhältnis oder die Impulsweite.
Ich denke der Ansatz Unipolar/Bipolar geht in die richtige Richtung.
0,38 Nm Haltemoment sind nicht arg viel.
Falls es um CNC geht, ist der Motor eher für eine Demonstration der
Arbeitsweise eine CNC ohne mechanische Belastung geeignet.
Nicht aber um damit etwas bearbeiten zu wollen.
Da wird es ab 1Nm interessant.
Thorsten, die Angaben, auf die ich mich bezogen habe, stehen hier:
http://www.pololu.com/product/1201
Dort findet sich unter der Überschrift "Current Limiting" folgende
Passage:
"The A4983 supports such active current limiting, and the trimmer
potentiometer on the board can be used to set the current limit. One way
to set the current limit is to put the driver into full-step mode and to
measure the current running through a single motor coil without clocking
the STEP input. The measured current will be 0.7 times the current limit
(since both coils are always on and limited to 70% in full-step mode).
Please note that the current limit is dependent on the Vdd voltage."
Ich stimme dir zu, woher die Zahl 70% jetzt herkommt ist nirgendwo
erklärt.
Meine Interpretation ist die, dass derjenige, der diesen Schaltkreis
entwickelt hat, in unergründlicher Weisheit beschlossen hat, den
Haltestrom bei stehendem Motor auf das 0,7fache des Nennstroms zu
reduzieren.
Was die Messung des Strangstroms betrifft, pflichte ich dir bei. Wenn
Pololu diese Methode allerdings empfiehlt, dann sollte das bei allen
prinzipiellen technischen Vorbehalten auch funktionieren.
Im Allegro Datenblatt
https://www.olimex.com/Products/RobotParts/MotorDrivers/BB-A4983/resources/A4983-Datasheet.pdf
habe ich zu dem Thema übrigens genau wie du keine Erleuchtung gefunden.
Hallo ernst,
> Thorsten, die Angaben, auf die ich mich bezogen habe, stehen hier:> http://www.pololu.com/product/1201
Danke.
> Dort findet sich unter der Überschrift "Current Limiting" folgende> Passage:> "The A4983 supports such active current limiting, and the trimmer> potentiometer on the board can be used to set the current limit. One way> to set the current limit is to put the driver into full-step mode and to> measure the current running through a single motor coil without clocking> the STEP input. The measured current will be 0.7 times the current limit> (since both coils are always on and limited to 70% in full-step mode).> Please note that the current limit is dependent on the Vdd voltage."> Ich stimme dir zu, woher die Zahl 70% jetzt herkommt ist nirgendwo> erklärt.
Das ist aber was ganz anderes als das was du oben behauptet hast. Woher
die 0,7 kommen ist damit klar. Im Vollschrittmodus liefert der Treiber
an jeder Wicklung den Effektivwert. Dazu gibt es schöne Diagramme im
Datenblatt. Es ist also wie von mit vermutet eigentlich 1/Wurzel(2)
gemeint.
Den Wicklungsstrom zu messen ist auch unüblich, die Referenzspannung ist
reines DC und damit viel besser und präziser zu messen. Allerdings
müsste man dann einem Arduino-User zumuten, den Wert des Shunts und den
gewünschten Motorstrom in die passende Formel einzusetzen.
> Meine Interpretation ist die, dass derjenige, der diesen Schaltkreis> entwickelt hat, in unergründlicher Weisheit beschlossen hat, den> Haltestrom bei stehendem Motor auf das 0,7fache des Nennstroms zu> reduzieren.
Und wie soll das gehen? Hast du dir mal das Schaltbild angesehen?
> Was die Messung des Strangstroms betrifft, pflichte ich dir bei. Wenn> Pololu diese Methode allerdings empfiehlt, dann sollte das bei allen> prinzipiellen technischen Vorbehalten auch funktionieren.
Darauf würde ich nicht wetten. Meine Meinung zu den ganzen Motorshields
ist ja hier allgemein bekannt. Speziell die Designs von Pololu
versprechen meist deutlich mehr als die Physik auf den Briefmaken großen
Platinen überhaupt erlaubt.
Die bessere Methode zur Einstellung des Motorstroms über die Messung von
Vref wird ja im nächsten Absatz ebenfalls erwähnt.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Hallo Thorsten,
meine Gedankengänge sind die folgenden:
- Die Treiberelektronik kann unmöglich wissen, was für ein Motor
angeschlossen werden wird und welchen Maximalstrom der verlangt oder
verträgt.
- wenn also die Rede davon ist, dass der Strom bei Vollschrittbetrieb
bei stehendem Motor auf 70% des Nennstroms begrenzt wird, dann sollte
man annehmen dürfen, dass irgendwann auch der volle Strom fliessen
sollte.
Da ein Schrittmotor die meiste Kraft dazu braucht, um von einer Position
in die nächste zu drehen, und weit weniger Kraft nötig sein wird, eine
schon eingenommene Position zu halten, wäre es Energieverschwendung, in
der Halteposition den Motor permanent mit dem vollen Strom zu
beaufschlagen, wenn 60& oder 80% (oder 70%?) vollauf reichen, um die
Position zu halten.
Im Pololu Datenblatt steht "...both coils are always on and limited to
70% in full-step mode...". Das hört sich auch mehr nach Absicht an als
nach Naturgesetz. Wennn der Treiber "weiss" was 70% sind, dann weiss er
auch was 100% sind und wird die wohl auch abrufen, wenn es nötig ist.
Ich würde jedenfalls nicht wagen, von dem Faktor 0,7 und dessen Nähe zu
1/Wurzel(2) oder zu 1/2*Wurzel(2)darauf zu schliessen, dass es sich
automatisch um den Zusammenhang Effektivwert//Spitzenwert handelt, ohne
einigermassen sicher zu sein, dass eine Sinusspannung vorliegt - wobei
ich nirgendwo etwas entdecken kann, das auf eine Sinusspannung hinweist.
PWM allüberall, da erwarte ich Rechtecksignale, wegen der induktiven
Last auch gerne etwas deformiert, aber kein Sinussignal. Du hast ja
selbst darauf hingewiesen, wie schwierig es ist, nichtsinusförmige
Wechselgrössen messtechnisch zu erfassen, weil der Faktor RMS:Peak stark
von der Kurvenform abhängt und deshalb eben nicht immer automatisch den
Wert 0,707 hat. Aber du kommst trotzdem irgendwie immer wieder auf den
Spezialfall 1/Wurzel(2) der Sinuskurve...
Deine Vorbehalte bezüglich Physik vs. Performance teile ich übrigens.
viele Grüße
Ernst
Hallo Ernst,
lies doch bitte einfach mal das original Allegro Datenblatt. Da ist
genau erklärt wie der Chip funktioniert. Im Gegensatz zur Prosa von
Pololu, die ganz offensichtlich Raum für Spekulationen lässt.
http://www.allegromicro.com/~/media/Files/Datasheets/A4983-Datasheet.ashx
Auf Seite 11 ist das Bestromungsmuster bei Voll- Halb und Viertelschritt
dargestellt. Und dort ist der Wert im Vollschritt auch genauer mit
0,7071 bzw. 70,71% angegeben.
Im Übrigen hat Stephan Recht, ich beschäftige mich seit über 15 Jahren
intensiv mit Schrittmotoren. Insofern traue ich mir zu zu erkennen, wenn
eine Produktbeschreibung ungenau oder falsch ist.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Hallo Thorsten,
ich glaube ich war etwas auf den Holzweg geraten. Ich sehe jetzt, warum
der Strangstrom bei Vollschrittbetrieb auf 70,71 % begrenzt wird: Das
ist der Wert der Sinusspannung bei 45°. Will man durch Einfügen von
Zwischenwerten einen Sinusverlauf annähern, so braucht man nach oben
noch knapp 30% um den Spitzenwert darstellen zu können. Insofern der
Zusammenhang mit dem Sinus für den drehenden Motor. Ich war an den
Ausführungen über das "decay" Verhalten hängen geblieben.
viele Grüße
Ernst
Hallo,
etwas off-topic, aber: obe hat 'flo' geschrieben, dass er/sie einen ID35
verwendet hat. ich habe hier auch einen ID35 und suche nach Information
zur Beschaltung der sechs Anschlüsse!
Wer kann helfen ?
Danke und Grüße
Marc
Marc Möller schrieb:> etwas off-topic
Mach bitte einen neuen Thread auf und verlinke den hiesigen dort, wenn
er brauchbare Informationen für deine Frage enthält.