hi!
Ich glaube mein Nick trifft die Sache, denn ich habe mir eine Corona-Box
mit Pollin Resten besorgt.
Darin ist u.a. ein kleiner Trafo. Es sieht so aus als ob der eine
dickere Wicklung und eine mit dünnerem Draht und Abgriff hat.
Recht klein, 1cm Seitenlänge.
Der Aufruck ist D4BA. Und TCE SD ist zu sehen. TCE scheint mir ein
chinesischer Hersteller zu sein.
Hilft das jemandem, das Teil zu identifizieren? Ich würde gerne etwas
mit dem Kram 'spielen'! Danke euch!!
kleiner Messi schrieb:> Hilft das jemandem, das Teil zu identifizieren?
Hilfreicher wäre eher noch, ob es einen Kern aus Blechen oder
Ferrit hat. Für einen Netztrafo sind die Maße wohl zu klein.
Also man sieht einen Ferrit-Kern würde ich sagen. Und weil Bilder mehr
als Worte sagen, hole ich das jetzt nach. ehem. Hätte ich auch direkt
machen können.
Ich finde der sieht auf jeden Fall irgendwie neu hergestellt aus.
Nun wenn es eher dafür da ist, nur Signale ohne Leistung zu übertragen,
ginge das in Richtung single ended nach differenziell?
Wie könnte ich das Wicklungsverhältnis anschätzen? Ohm messen?
Bin mal gespannt, was ihr mir noch sagen könnt. Oder wie man am besten
vorgeht.
Was würdet ihr denn jetzt damit machen oder probieren? Also außer
wegschmeißen... das lasse ich mal nicht gelten :-)
kleiner Messi schrieb:> Hätte ich auch direkt machen können.
Ach.
Könnte ein Trafo für kleine Leuchstoffröhren sein, so 4W T5 Röhren aus
Geldscheinprüfern, zum Betrieb mit 3V aus 2 Batteriezellen.
Ich habe diese dünne Wicklung mit Ohmmeter vermessen, da ist eine Hälfte
im 300+ Ohm Bereich und die andere unter 1 Ohm. Kann das darauf deuten,
dass der in eine Oszillator gehört? Damit wäre noch eine Wicklung mit
wesentlich weniger Windungen auf dem Kern.
Ja ich selber dass das eigentlich bescheuert ist und wegwerfen objektiv
und nüchtern wäre...aber ich möchte mal das Kind im Mann rauslassen
sozusagen. Einige machen das ja auch mit. Freut mich echt.
von kleiner Messi schrieb:
>Was würdet ihr denn jetzt damit machen oder probieren?
Einen Oszillator bauen. Die 300 Ohm-Wiklung als Schwingkreis
benutzen, da einen Kondensator, vielleicht so 10nF parallel
schalten und die Wicklung mit den wenigen Windungen zum
auskoppeln benutzen. Die Frequenz messen, damit kannst du
dann die Induktivität berechnen.
Seite 8-4, der Clapp-Oszillator ist eine bewerte Schaltung.
http://www.janson-soft.de/pe/pek08.pdf
Vielleicht C1 10nF, C2 250nF, C3 50nF, mit den Größen
muß du ein wenig probieren, wann der Oszillator
am besten schwingt.
Das Teil müßte aus einem Röhren-Blitz stammen. Auf der Seite der dicken
wenigen Windungen ist der Sperrwandler, auf der anderen Seite mit den
vielen Wicklungen wurde über eine Diode der Elko für die Blitzenergie
auf eine Spannung zwischen meistens 200...350V aufgeladen.
hinz schrieb:> Peter D. schrieb:>> Könnte aus einem Fotoblitz sein,>> ACK!>>> um die Hochspannung zu erzeugen.>> 300VDC ist doch keine Hochspannung.
Die Zündtrafos für Elektronenblitze erzeugen eine Hochspannung
von mehreren kV. Nach einem solchen Zündtrafo sieht das Teil
des TEs aber nicht aus,
kleiner Messi schrieb:> Also man sieht einen Ferrit-Kern würde ich sagen. Und weil Bilder mehr> als Worte sagen, hole ich das jetzt nach. ehem. Hätte ich auch direkt> machen können.> Ich finde der sieht auf jeden Fall irgendwie neu hergestellt aus.
Ich wußte das ich den schon mal gesehen habe.
In einer Kiste habe ich eine Tüte gefunden mit der Bezeichnng D52A.
Ebenfalls über diesen Typen habe ich nichts gefunden.
Meiner hat auf der Primärseite eine Mittelanzapfung.
Gruß
D. T.
Genau den im Foto gezeigten bewickelten Ferritkern "D52A" habe ich jetzt
auch erhalten. Weiß inzwischen jemand gesichert, für was das Bauteil gut
ist, oder hat gar jemand ein Datenblatt?
Martin L. schrieb:> Weiß inzwischen jemand gesichert, für was das Bauteil gut> ist, oder hat gar jemand ein Datenblatt?
Sinnlos. Das wird irgendeine Teilebezeichnung sein, die sich der Kunde
hat auf das Bauteil stempeln lassen.
In Europa stand oft die Ferritsorte z.B. 3C8 (Valvo) oder N30 (Siemens)
auf den Kernen, manchmal auch noch o.L. für "ohne Luftspalt".
Eine Ferritsorte, auf die deine Bezeichnung passen könnte, ist mir aber
nicht bekannt.
Eine derartige gekammerte Wicklung verwendet man entweder, wenn die
Spannung recht hoch ist, und die Gefahr eines Überschlags zwischen
Wicklungsteilen besteht, oder/und um die schädliche Eigenkapazität der
Wicklung klein zu halten, weil die Arbeitsfrequenz hoch ist.
Jedenfalls ist das kein gewöhnlicher Netztrafo, -dafür funktionieren
Eisenbleche viel besser als Ferrit-, sondern ein wahrscheinlich mit
Hochfrequenz betriebener Übertrager.
Derartige Trafos mit gekammerter Wicklung findet man z.B. zum Betrieb
von CCFL (die bunten Lampen der Casemodder und Hintergrundbeleuchtung
von Flachbildschirmen) die mit hohen und hochfrequenten
Wechselspannungen betrieben werden, sowie um die diversen Hochspannungen
in Laserdruckern zu erzeugen.
Ok, danke, das sind doch brauchbare Infos; auch wenn es die Info ist,
dass man nichts weiter herausfinden wird. Vielleicht findet sich eines
Tages eine Verwendung.