Pollin Trafo identifizieren D4BA

Gast #6490866
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hi!
Ich glaube mein Nick trifft die Sache, denn ich habe mir eine Corona-Box 
mit Pollin Resten besorgt.


Darin ist u.a. ein kleiner Trafo. Es sieht so aus als ob der eine 
dickere Wicklung und eine mit dünnerem Draht und Abgriff hat.
Recht klein, 1cm Seitenlänge.
Der Aufruck ist D4BA. Und TCE SD ist zu sehen. TCE scheint mir ein 
chinesischer Hersteller zu sein.

Hilft das jemandem, das Teil zu identifizieren? Ich würde gerne etwas 
mit dem Kram 'spielen'! Danke euch!!
Gast #6490929
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Nun wenn es eher dafür da ist, nur Signale ohne Leistung zu übertragen, 
ginge das in Richtung single ended nach differenziell?
Wie könnte ich das Wicklungsverhältnis anschätzen? Ohm messen?

Bin mal gespannt, was ihr mir noch sagen könnt. Oder wie man am besten 
vorgeht.
Was würdet ihr denn jetzt damit machen oder probieren? Also außer 
wegschmeißen... das lasse ich mal nicht gelten :-)
Gast #6491022
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Ich habe diese dünne Wicklung mit Ohmmeter vermessen, da ist eine Hälfte 
im 300+ Ohm Bereich und die andere unter 1 Ohm. Kann das darauf deuten, 
dass der in eine Oszillator gehört? Damit wäre noch eine Wicklung mit 
wesentlich weniger Windungen auf dem Kern.
Ja ich selber dass das eigentlich bescheuert ist und wegwerfen objektiv 
und nüchtern wäre...aber ich möchte mal das Kind im Mann rauslassen 
sozusagen. Einige machen das ja auch mit. Freut mich echt.
Gast #6491108
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von kleiner Messi schrieb:
>Was würdet ihr denn jetzt damit machen oder probieren?

Einen Oszillator bauen. Die 300 Ohm-Wiklung als Schwingkreis
benutzen, da einen Kondensator, vielleicht so 10nF parallel
schalten und die Wicklung mit den wenigen Windungen zum
auskoppeln benutzen. Die Frequenz messen, damit kannst du
dann die Induktivität berechnen.


Seite 8-4, der Clapp-Oszillator ist eine bewerte Schaltung.

http://www.janson-soft.de/pe/pek08.pdf

Vielleicht C1 10nF, C2 250nF, C3 50nF, mit den Größen
muß du ein wenig probieren, wann der Oszillator
am besten schwingt.
(Firma: Hobbytheoretiker) #6491314
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Das Teil müßte aus einem Röhren-Blitz stammen. Auf der Seite der dicken 
wenigen Windungen ist der Sperrwandler, auf der anderen Seite mit den 
vielen Wicklungen wurde über eine Diode der Elko für die Blitzenergie 
auf eine Spannung zwischen meistens 200...350V aufgeladen.
#6497441
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kleiner Messi schrieb:
> Also man sieht einen Ferrit-Kern würde ich sagen. Und weil Bilder mehr
> als Worte sagen, hole ich das jetzt nach. ehem. Hätte ich auch direkt
> machen können.
> Ich finde der sieht auf jeden Fall irgendwie neu hergestellt aus.

Ich wußte das ich den schon mal gesehen habe.
In einer Kiste habe ich eine Tüte gefunden mit der Bezeichnng D52A.
Ebenfalls über diesen Typen habe ich nichts gefunden.

Meiner hat auf der Primärseite eine Mittelanzapfung.

Gruß

D. T.
Angehängte Dateien:
#6886242
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Martin L. schrieb:
> Weiß inzwischen jemand gesichert, für was das Bauteil gut
> ist, oder hat gar jemand ein Datenblatt?

Sinnlos. Das wird irgendeine Teilebezeichnung sein, die sich der Kunde 
hat auf das Bauteil stempeln lassen.
In Europa stand oft die Ferritsorte z.B. 3C8 (Valvo) oder N30 (Siemens) 
auf den Kernen, manchmal auch noch o.L. für "ohne Luftspalt".
Eine Ferritsorte, auf die deine Bezeichnung passen könnte, ist mir aber 
nicht bekannt.

Eine derartige gekammerte Wicklung verwendet man entweder, wenn die 
Spannung recht hoch ist, und die Gefahr eines Überschlags zwischen 
Wicklungsteilen besteht, oder/und um die schädliche Eigenkapazität der 
Wicklung klein zu halten, weil die Arbeitsfrequenz hoch ist.

Jedenfalls ist das kein gewöhnlicher Netztrafo, -dafür funktionieren 
Eisenbleche viel besser als Ferrit-, sondern ein wahrscheinlich mit 
Hochfrequenz betriebener Übertrager.
Derartige Trafos mit gekammerter Wicklung findet man z.B. zum Betrieb 
von CCFL (die bunten Lampen der Casemodder und Hintergrundbeleuchtung 
von Flachbildschirmen) die mit hohen und hochfrequenten 
Wechselspannungen betrieben werden, sowie um die diversen Hochspannungen 
in Laserdruckern zu erzeugen.

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